Folge 124: Gedanken in schwarz und weiß – oder einfach alles grau.
Shownotes
Das ist alles andere als alltäglich. Kühe. Schweine. Iserlohn. widmet sich der dritten Kraft auf dem Eis, den Schiedsrichtern. Erstmals in vier Jahren haben Felix und Mirko einen Unparteiischen im Podcast. André Schrader ist zu Gast, von dem manche behaupten, er wäre Deutschlands Bester. Bei Olympia wird Schrader den DEB vertreten. Eine besondere Ehre. Die ist genauso Thema wie die Grauzone in der Deutschlands Eishockeyschiedsrichter im Ligaalltag ganz bewusst unterwegs sind. Was Schrader und Co. von Fußball-Bundesliga-Schiris unterscheidet, erfahrt ihr im Podcast.
Die neue Folge von Kühe. Schweine. Iserlohn. wird Euch präsentiert von der Sparkasse Märkisches Sauerland – Hemer|Menden.
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00:00:00: Ja, mein Gott, das hatte so schöne Weihnachten.
00:00:01: Ich hatte fantastische Weihnachten.
00:00:03: Wie
00:00:04: bist du ins neue Jahr gekommen, wann auch immer das ganze hier läuft.
00:00:07: Ich
00:00:07: glaube, wir senden zwischen den Jahren, also eigentlich.
00:00:10: Aber ich weiß es noch nicht.
00:00:11: Wie immer top vorbereitet.
00:00:12: Aber was wir haben, das haben wir.
00:00:13: Genau.
00:00:15: Wir kommen zu einer, wie immer nicht aufgezeichneten Podcastfolge, jetzt zu Beginn, weil wir mal gesagt haben, wir machen euch einfach ein Geschenk, liebe Freunde.
00:00:26: Also ich weiß nicht, ob irgendjemand Bock drauf hat.
00:00:29: Weil die sitzen ja auch nicht im Auto.
00:00:32: Mir tun die Leute leid, die nichts Besseres kriegen zu Weihnachten.
00:00:37: Wieso ist das auch unser Geschenk?
00:00:40: Wir können
00:00:40: noch nicht allen von den Achtzig Leuten wirklich was persönlich schenken.
00:00:43: Ich
00:00:43: hoffe für euch alle, dass da noch das eine oder andere mehr dabei ist.
00:00:48: Oder dabei
00:00:49: war,
00:00:49: würde ich jetzt sagen.
00:00:50: Aber vielleicht ist das ja die Kirche auf... der Sahnetorte.
00:00:54: eines wunderbaren Weihnachten.
00:00:56: Was hast du dir denn eigentlich zu Weihnachten gewünscht?
00:00:59: Neuer Airpods, weil ich meine verloren
00:01:00: habe.
00:01:01: Verloren?
00:01:02: Ja.
00:01:04: Die Dreier-Variante?
00:01:06: Ich
00:01:06: weiß es nicht.
00:01:07: Es gibt diese, das interessiert die Leute halt auch wieder ungemein.
00:01:10: Diese mit Gummiaussatz, sie halten nicht bei mir in den Ohren.
00:01:13: Ich brauche die wirklich diese Stabilien.
00:01:15: Ach, schön, dass wir das endlich wissen,
00:01:17: ja.
00:01:19: Als ob jemand gefragt.
00:01:19: Aber die Pro, wir sind natürlich gut für dich, weil du ja keine Englisch sprechen kannst.
00:01:23: Ist das sehr hilfreich, weil
00:01:25: es wird simontan
00:01:26: übersetzt.
00:01:27: Gott sei Dank, dann kann ich endlich auf den Pressekonferenzen verstehen, was die Trainer sagen.
00:01:32: Ich hab nix gekriegt, das ja.
00:01:34: Weil ich hab fest mit meiner Frau ausgemacht, wir verschenken
00:01:38: nix.
00:01:38: Und dein Kurzer ist noch zu klein, um dir was zu schenken.
00:01:44: Ja.
00:01:45: Papa sorgt schon dafür,
00:01:46: dass der
00:01:46: an Weihnachtsmann glaubt.
00:01:49: Also es wird jetzt schwerer mit neuen.
00:01:51: Sag ich dir, aber es gibt es gibt eine wunderbare Geschichte.
00:01:54: Wir machen ja immer unsere Weihnachtsendung bei Radio M.K Also mit Mirko und dem Weihnachtsmann gibt es ja seit.
00:02:01: Dreißig Jahren immer heilig ab.
00:02:02: Machen wir dreizehn Uhr an und dann drei Stunden.
00:02:05: Und ich bin ja der einzige oder einer der wenigen Menschen, der die Telefonung auf einem Weihnachtsmann hat und ihn tatsächlich einmal vorher anruft und ihn dann sehr.
00:02:14: Und letztes Jahr war es so, da war der Weihnachtsmann natürlich bei uns, hat die Geschenke und dann Baum gehemmert und.
00:02:21: Dann klingelte die Glocke und Matzi stürmte die Treppe runter.
00:02:26: Und er war die Tür noch nicht wieder zu.
00:02:28: Und er behaupte bis heute, er hätte in Weihnachten
00:02:29: angesehen.
00:02:31: Das soll ich sagen.
00:02:34: Du wirst es wissen.
00:02:35: Ich weiß es.
00:02:36: Du wirst es wissen.
00:02:36: Ich weiß es.
00:02:37: Also es war ein besonderer
00:02:38: Moment.
00:02:38: Das wird aber immer dein Geheimnis bleiben.
00:02:41: Ich nehme es mit ins Grab.
00:02:43: Mal gucken, wann das passiert.
00:02:44: Man weiß es nicht.
00:02:45: Mal gucken, wie lange dein Kurzteil das noch mitmacht.
00:02:50: Ich hoffe er behältet sich zumindest in seinem Herzen viele Jahre und weiß sehr zu schätzen, dass Papa Dinge erzählt
00:02:56: hat.
00:02:56: Ja, das auf jeden Fall.
00:02:57: Aber du würdest schon auch gerne mal was geschenkt kriegen, dann jetzt den
00:02:59: nächsten Jahr.
00:03:00: Du ganz ehrlich.
00:03:02: Du hast doch alles, Mirko.
00:03:03: Ich
00:03:04: hab alles.
00:03:05: Liebe dich, was für euch mehr.
00:03:08: Warum sülzen wir euch zu zwischen den Tagen?
00:03:10: Wie gesagt, es ist ungewohnt, weil wir gesagt haben, wir machen ausnahmsweise mal tatsächlich eine Nachweihnachtsfolge, weil es ein guter Moment ist.
00:03:18: Wir haben auch da... schon etwas länger darauf gehofft ist, dass man gehen könnte.
00:03:22: Ich hatte die super kreative Idee.
00:03:25: Hast du sogar du gesagt, das ist eine gute
00:03:26: Idee?
00:03:26: Das ist eine gute Idee.
00:03:28: Ja, dass wir mit der Zunft sprechen
00:03:33: hatten wir beide.
00:03:34: Die selten
00:03:35: spricht.
00:03:36: Für mich
00:03:36: viel zu selten
00:03:37: spricht die.
00:03:40: Können wir vielleicht den Grundstein für was Interessantes legen?
00:03:44: Keine Isalon legt den Grundstein dafür, dass diese Zunft mehr reden darf.
00:03:48: Der Influencer-Podcast.
00:03:49: Wir freuen uns erstmal überhaupt, dass ihr gekommen ist zu uns in dem Podcast.
00:03:53: Vor Weihnachten.
00:03:54: Gehabt zu haben.
00:03:56: Oder auch nicht.
00:03:57: Also diese Folge zeichnen wir am Warte, lasst mich kurz nicht lügen, am sechzehnten Dezember auf.
00:04:03: Wir sind ehrlich.
00:04:04: Mit
00:04:04: den Weihnachten jetzt sind es alles, was danach passiert, muss man vielleicht auch noch mal dazu sagen.
00:04:08: Findet hier und heute nicht
00:04:09: statt.
00:04:10: Wussten wenig.
00:04:10: Genau, also alles an Ergebnissen.
00:04:13: findet ihr nicht statt.
00:04:14: Und dann starten wir einfach mal los.
00:04:16: Mit der wunderbarsten Folge, was ist denn?
00:04:18: Onehundzwanzig.
00:04:19: Das kann ich dir nicht sagen.
00:04:20: Aber wenn wir so weiter?
00:04:21: Onehundzwanzig.
00:04:22: Wenn
00:04:22: wir so weiter machen,
00:04:23: dann... Weiß unser Gast.
00:04:24: Komm, er hat sich vorbereitet.
00:04:25: Der weiß, was ich
00:04:26: fühle.
00:04:26: Spray it forward auf die zwei Hundert zu.
00:04:29: Wir müssen ja auch noch mal im Sommer reden.
00:04:30: Aber gut, fangen
00:04:32: wir jetzt erst mal an.
00:04:45: Freunde der Nacht, da sind wir zu einem Zeitpunkt, mit dem ihr nie gerechnet hättet.
00:04:49: Sechzehnte Dezember und du willst immer im Sommer reden, ich glaube auch.
00:04:51: Alter, wir sind mitten zwischen den Tagen.
00:04:55: Ja, das stimmt.
00:04:56: Genau, weil wir jemanden gewonnen haben für diesen Podcast, der tatsächlich, also seine Zunft war noch nie hier.
00:05:04: Die, die die Show Notes gelesen haben, wissen natürlich wieder, haltet die Klappe und macht einfach hin.
00:05:08: Aber wir wissen, André Schrader ist da und der ist Schiedsrichter und er extra zu uns gekommen.
00:05:13: Wir freuen uns brutal.
00:05:15: Ja, vielen Dank für die Einladung.
00:05:17: Ja, sehr gerne.
00:05:17: Der Mann ist vor allen Dingen tatsächlich in Personie hergekommen.
00:05:20: Auch das ist ja nochmal lobenswert.
00:05:21: Der wohnt im Pott und hat den Weg angetreten.
00:05:23: Ist nicht selbstverständlich.
00:05:24: Wir wissen das
00:05:25: total zu schätzen.
00:05:25: Wo genau im Pott würde ich jetzt als Allererstes genießen?
00:05:27: Na
00:05:27: ja, hat mein Herne gespielt.
00:05:29: Ich sag's mal so.
00:05:29: Dann kannst du dir ungefähr so die Richtung ausdenken.
00:05:32: Im Buchen tatsächlich.
00:05:33: Mittlerweile.
00:05:34: Genau.
00:05:35: In der Heimat.
00:05:36: Und das ist ja bekanntlich nicht so weit weg von Herne.
00:05:39: Das hast du sehr gut erkannt, Mirko.
00:05:41: Ja.
00:05:41: Gut ab dafür.
00:05:42: Also wenigstens zigeografischen Verhältnisse für kurz.
00:05:44: ... funktionieren.
00:05:45: Jetzt machen wir ... Das
00:05:47: wird jetzt die erste Frage stellen.
00:05:48: Lass uns eben einen von wirklich zwei mega geilen Sponsoren machen, damit wir das erledigt haben, oder?
00:05:57: Aber dann möchte ich eine Frage stellen.
00:05:58: Dann darfst du die erste Frage
00:05:59: stellen.
00:06:00: Ein Bauer stand in Sauerland und dachte drüber nach das totgesachte länger Leben.
00:06:06: Freut euch auf Kühe, Schweine, Iserlohn.
00:06:09: Den Radio-MK
00:06:11: rufst das hocke Podcast.
00:06:13: Dorfradio fürs Sauerland.
00:06:16: Jeden Donnerstag
00:06:17: da, wo es Podcasts
00:06:19: gibt.
00:06:20: Wir setzen uns ein für das, was die Menschen
00:06:22: in unserer Region
00:06:23: wirklich bewegt.
00:06:25: Weil's
00:06:25: um mehr als Geld geht.
00:06:27: Sparkassemärkische Sauerland.
00:06:30: Gut für Hemer und für Menden.
00:06:32: Infos im Netz sms-hm.de.
00:06:37: Und jetzt hat Herr Deutsch die erste Frage.
00:06:39: Genau.
00:06:40: Bochum heißt Heimat, da ist Eishockey jetzt nicht so groß, mein Erkenntnis nach.
00:06:45: Wie landet man
00:06:45: da?
00:06:47: Ja, genau.
00:06:48: Also meine Eishockey-Biografie habe ich gestartet in Dörsten.
00:06:52: Da bin ich geboren und aufgewachsen.
00:06:55: Und die hatten damals tatsächlich einen Oberligaverein, die EO Dörsten, die Wölfe.
00:07:02: Und ja, es kam zu einer Zeitungsannonce, dass Nachwuchsspieler gesucht werden.
00:07:09: Und da ich irgendwie als Kind alles ausprobiert hatte, an sämtlichen Sportarten.
00:07:15: Fußball, Handball, beim Schwimmen war ich Judo, Techwondo, alles hatte irgendwie Spaß gemacht, aber nicht so richtig.
00:07:27: Meine Mama hatte mich immer mitgenommen, das wird mir heute noch vorgeworfen oder ist immer noch Familienthema.
00:07:33: Ja, und dann hat Papa in den Ruhen Nachrichten in der örtlichen Zeitung die Annunz gesehen, dass Nachwuchsspieler gesucht werden.
00:07:43: beim EOD.
00:07:45: Und da sind wir dann einfach mal aufgeschlagen und von Stunde eins schlug dann das Herz für die geilste Sportart der Welt.
00:07:53: Und genau, seitdem bin ich Eishockey-Spieler und mit dem Ganzen infiziert, könnte man sagen.
00:08:03: Der Weg ging dann über eine kurze Zwischenstation in Dienstlaken, nach Krefeld zu den Auswahlmannschaften.
00:08:12: im Landesverband Nordrhein-Westfalen.
00:08:16: Die deutsche Meisterschaft hatten wir mal gewonnen mit den Knaben und dann ging es nach Krefeld zu dem Moskitos Essen zum Rivalen von Isar Lohn tatsächlich.
00:08:27: Genau, auch da gab es einige Nachwuchsspiele, die wir ja untereinander ausgefochten haben.
00:08:34: Und das waren damals schon auch so ein heißer Tanz wie ganz früher?
00:08:37: Ja,
00:08:37: doch tatsächlich.
00:08:38: Ja, das war auch in der Jugend immer wieder ein Thema.
00:08:41: Mir konnickt, wissend.
00:08:43: Genau,
00:08:43: weil tatsächlich auch beide Vereine wirklich immer oben mitgespielt haben zu der Zeit.
00:08:48: Ja.
00:08:49: Und genau, ich bin der neunachtziger Baujahr.
00:08:52: Und das war eigentlich eine ganz gute Jahre von beiden Vereinen, wo wir immer um die Meisterschaft gespielt haben.
00:09:01: Genau, und habe dann im Alter von sechzehn Jahren aus einer Bierlaune heraus, weil mein Mannschaftskollege gesagt hat, er würde sich mal als Schiedsrichter anmelden wollen, ob ich auch Lust dazu hätte.
00:09:15: habe ich das bejaht und habe das gemacht und wurde dann mit sechzehn Schiedsrichter im Landesverband von paar Nachwuchsspiele gefiffen und habe da mal reingeschnuppert, habe das dann über zwei Jahre lang gemacht.
00:09:28: Ich dann den Schläger an den Nagel gehangen habe und mich vollumfänglich auf die Schiedsrichterei konzentriert habe.
00:09:37: Jetzt formulieren wir es mal so.
00:09:39: Wenn man als Schiedsrichter unterwegs ist, schlägt einem nicht nur.
00:09:42: Positive Emotionen.
00:09:45: Ich würde die Frage ja umdrehen.
00:09:47: Was schlägt ihr als positive Emotionen gegen?
00:09:50: Da können
00:09:50: wir tatsächlich auch nochmal.
00:09:53: Weil lärmende Eltern, die sagen, der hat wirklich keine Ahnung.
00:09:58: Wir
00:09:58: sprechen ja jetzt über den Profibereich, aber alles, was in den Unteren, in den Nachwuchs liegen.
00:10:03: Ich glaube, das ist obligatorisch.
00:10:05: Also egal, ob du es erlebt hast, mein Sohn spielt ja Fußball.
00:10:09: Also was da an den Plätzen manchmal los ist.
00:10:12: Da schäme ich mich manchmal für.
00:10:14: Also, dass Eltern so reagieren an der einen
00:10:16: oder anderen Stelle.
00:10:16: Ich glaub, ich hab hier in der Stelle auch schon mal berichtet, das ist irgendwann ein Schwerte-Mann-Polizei-Ansatz bei einem F-Jungenspiel.
00:10:22: Das ist kein Witz.
00:10:24: Nee, das hast du, glaub ich.
00:10:25: Hast du das schon mal?
00:10:26: Das
00:10:26: mag sein.
00:10:27: Also, ich kenn zwei Geschichten aus allererster Hand, wo die Polizei gerufen werden musste.
00:10:30: Sonntags, morgens, um ... Hast
00:10:32: du das in einem Nachwuchsbereich erlebt?
00:10:33: Nein.
00:10:34: Da ist eins.
00:10:35: Ich weiß, wovon ihr ...
00:10:37: Fußball ist so im Arsch.
00:10:39: Ich weiß, wovon ihr natürlich sprecht.
00:10:42: Oft in den großen Arenen geht's manchmal auch Gott sei Dank mit der Masse unter, aber klar in den Nachwuchsspielen, wenn fünfzig bis einhundert Leute vor Ort sind, die sind natürlich auch stimmlich dann präsent.
00:10:54: Da nimmt man dann jedes Wort wahr und wie du dir schon richtig gesagt habt, da schlagen nicht nur positive Emotionen uns entgegen.
00:11:04: Aber gut, auch da... lernt man von Stunden an mit Druck und Emotionen umzugehen.
00:11:10: Und letztendlich war es eine lehrreiche Erfahrung, die man da gesammelt hat.
00:11:16: Weißt du heute noch einen Moment, wo du gesagt hast, das will ich, das will ich wirklich.
00:11:22: Das ist das, was mich an der Schiedsrichterei so glücklich macht, dass man ja auch den Spielerjob, der ja schon ganz geil ist, also in der Kabine rumhängen mit den Jungs und ein bisschen spielen, man böse sein.
00:11:33: im Mineralwasser trinken und so weiter.
00:11:35: Da entfällt ja viel, wenn man sich für was anderes entscheidet, wie das.
00:11:39: Ja, total.
00:11:40: Also diesen einen Moment, den gab es tatsächlich nicht.
00:11:43: Da würde ich jetzt lügen.
00:11:45: Das ist irgendwann durch zunehmende Erfolge gewachsen.
00:11:50: Aber ganz klar ist mir die Entscheidung, das weiß ich heute noch, extrem schwer gefallen.
00:11:56: Der Hammer fiel dann zum Jahreswechsel.
00:12:00: Eigentlich ja jetzt zu dem Zeitpunkt, wo wir aufnehmen, weil die Urtickte und quasi die Verantwortlichen im Schiedsrichterwesen Antwort haben wollten, wie denn mein weiterer Werdegang aussieht, sprich ob ich, weil ich musste mich entscheiden, es wurden Ultimatum gestellt an damals, ob man weiter Spieler sein möchte oder eben die die Schiedsrichterlaufbahn forcieren möchte.
00:12:26: und der erste Instinkt war ganz klar, na ich spiel weiter.
00:12:30: Zu dem Zeitpunkt war ich dann Unionspieler in Essen.
00:12:33: Das war die Zeit, wo die Moskitos noch die Eins-B hatten, die dann aber in die Oberliga aufgestiegen sind.
00:12:42: Das war ein Teilerfolg unserer Mannschaft.
00:12:46: Dann sind die Moskitos Pleite gegangen.
00:12:49: Sprich, die Eins-B-Mannschaft wurde zur Eins-A-Mannschaft und da hatte ich dann damals auch ein Angebot, auch für das erste Mal ein bisschen ... Taschengeld.
00:12:59: Und da war der erste Instinkt definitiv, nee, ich werde Spieler und da muss ich einfach ein paar Leuten im Landesverband danken, die massiv um mich geworben hatten als Schiedsrichter, die insbesondere meinem Vater bei vielen Spielen, weil er hatte mich gefahren.
00:13:20: Ich war, wie gesagt, die Hockey-Eltern, die Hockey-Mamas und Papas haben auch da ganze Arbeit geleistet.
00:13:30: Und dann war es wirklich so, dass die drei, vier Verantwortlichen damals in NRW quasi mit mir immer auf dem Eis standen und dann parallel zu meinem Vater ging und sagten, das sieht wirklich ganz gut aus, was der Junge da macht.
00:13:45: Er solle wirklich nochmal nachdenken, ob er die Spielerkarriere forcieren möchte oder halt nicht wechseln möchte.
00:13:50: Und letztendlich war das dann eine rationale Familienentscheidung.
00:13:54: Ich habe zu dem Zeitpunkt Abitur gemacht.
00:13:56: Ich wusste, dass ich studieren möchte und habe dann gesagt, okay, wenn alle mir das raten, dann wage ich diesen Sprung ins kalte Wasser.
00:14:05: Ich hatte bis dato, wir reden über ... in diesen ganzen zwei Jahren, weil wie gesagt, wir haben mit zwei Mannschaften gespielt, Unionbetrieb und die Eins-B-Mannschaft zu dem Zeitpunkt Regionalliga.
00:14:18: Also viel Zeit war tatsächlich nicht.
00:14:22: wo man halt pfeifen konnte und deswegen den Sprung ins kalte Wasser gewagt und gesagt, okay, ich geh zum DEB.
00:14:29: Das stand dann zu dem Zeitpunkt fest.
00:14:30: Also wenn ich mich dafür entscheiden sollte, wird es dann zum DEB gehen.
00:14:36: Und das habe ich dann tatsächlich schweren Herzens unter vielen Tränen tatsächlich erst mal gemacht zu dem Zeitpunkt.
00:14:44: Und wenn du dann so Mitte Februar nächsten Jahres auf einem kleinen Eis Irgendwo in Italien stehen wirst du.
00:14:51: Wirklich
00:14:51: kleines Eis.
00:14:52: Es könnte wirklich kleines Eis sein.
00:14:55: Warten wir mal, ob was noch kommt.
00:14:57: Und diese fünf olympischen Ringe siehst, dann weißt du, dass du alles richtig gemacht hast, oder?
00:15:04: Ja, genau.
00:15:04: Das kann man dann wirklich, heute kann ich das wirklich so sagen und bin den Leuten auch dankbar, die damals mich dahin getrieben haben, sag ich mal.
00:15:15: Genau, und das wuchs dann eigentlich von Stund an mit zunehmenden Erfolgen, die man dann verzeichnet hat.
00:15:23: Das erste D&L-A-Spiel, das erste Oberligaspiel, das erste Zweidligaspiel, dann das erste D&L-Spiel, die ersten internationalen Einsätze.
00:15:34: Da hat man schnell gemerkt, okay, es ist erstmal was ... Nein, nicht versprochen wurde, aber was ... Ja, so ein bisschen Profizide wurde, scheint sich tatsächlich erfüllen zu können.
00:15:48: Dementsprechend wuchs natürlich dann auch immer mehr der Ehrgeiz.
00:15:51: Und ja, dann habe ich die Entscheidung bis heute auch nicht bereut, den Schläger dann zur Seite zu legen.
00:16:00: Vielleicht so eine Ordnung einmal.
00:16:01: Du warst, glaube ich, der erste Deutsche, der von Lübjer nominiert wurde quasi, wenn ich das jetzt riecht.
00:16:06: Oder ich weiß nicht, wann das bekannt wurde, aber ... Du weißt jetzt für diese Stile.
00:16:10: Ja,
00:16:11: das stimmt.
00:16:12: Ja, ja, das ist
00:16:12: richtig.
00:16:13: Der erste Deutsche, der wusste, erfährt so Olympia.
00:16:18: Und sonst
00:16:18: wissen sie jetzt ein paar andere mehr, aber noch nicht so viele.
00:16:21: Ja, genau.
00:16:22: Und wenn du jetzt gerade sagst auch die Etappen, denen ich sehe, jetzt mal, gibt's da irgendwas, wo du sagen würdest, Da habe ich jetzt mal kurz gehalten und auch festgestellt, krass, ich habe es geschafft.
00:16:35: Und Anschlussfrage vielleicht noch, was war dein erstes DL-Spiel?
00:16:38: Kannst du dich da noch dran erinnern, oder?
00:16:41: Mein erstes DL-Spiel war ein DL-Freundschaftsspiel.
00:16:47: Und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass das bei euch hier war, am Seilersee.
00:16:52: Zu Gast war die Düsseldorfer EG.
00:16:54: Aus
00:16:54: einer Freise mal in der Vorbereitung.
00:16:57: Genau, auf der Linie damals noch mit meinem... Spannmann, so war es früher noch.
00:17:03: Man hatte einen festen Linienrichterpartner, das war der Gordon Shuckies, der wirklich auch viel Teil hat an meiner Karriere und mich lange begleitet hat und wir zusammen viele, viele Stunden im Auto verbracht haben.
00:17:19: Ihr kennt ja die geografische Lage der Eishockifverein in Deutschland, wo wir wieder beim Thema Bochum sind.
00:17:26: Da sitzt man dann doch häufiger mal im Auto.
00:17:29: Genau, und da hat man wirklich viele Stunden verbracht zusammen.
00:17:35: Im Highlight warst du jetzt, wo du ... Highlight ist wahrscheinlich schwierig.
00:17:39: Nein,
00:17:39: Highlight, absolut.
00:17:40: Dieser Aha-Moment?
00:17:41: Ja, absolut.
00:17:42: Also, das war tatsächlich ... ... zwei Tausend vierzehn, als ich in Sochi war.
00:17:48: Als Linienrichter, das war der ... ... der Peak meiner Linienrichter-Laufbahn.
00:17:55: So wie es auch im Februar hoffentlich dann sein wird, die NHL war zu Gast.
00:18:00: Das ist für uns Schiedsrichter auch immer besonders, weil die Hälfte der Schiedsrichter wird halt vom internationalen Verband gestellt und die andere Hälfte kommt aus der NHL.
00:18:12: Sprich auch für uns ist es absolut was Besonderes dann an den olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen.
00:18:20: Genau, zu dem Zeitpunkt war ich für die Jungen, mit Abstand der Jüngste, der in Sochi dabei war.
00:18:29: Und das war schon so ein Moment, wo man dachte, man hat alles richtig gemacht.
00:18:36: Zum Glück hat man aufgehört zu spielen und ist diesen Weg gegangen.
00:18:40: Aber gleichzeitig wuchs dann auch schon ... Ja, so ein bisschen der Wunsch, das als Hauptschiedsrichter vielleicht noch mal zu wiederholen, weil ich wusste, dass mit dem erreichen die olympischen Spiele als Linienrichter, weil wir ja keine Vollzeit-Mannmaß
00:18:55: erreicht und auch viel mehr geht da nicht.
00:18:57: Genau,
00:18:58: weil wir keine Profilinienrichter haben.
00:19:00: Das hat halt nur die NHL.
00:19:03: Keine Nation in Europa hat halt angestellte Linienrichter.
00:19:09: Ja, wusste ich, okay, wenn ich das mal hauptberuflich machen möchte.
00:19:13: muss ich halt wechseln und als Hauptschiedsrichter das versuchen nochmal zu wiederholen.
00:19:18: Und ich kann ja nur sagen, er hat das bessere Hotel als wir.
00:19:22: Das muss man definitiv sagen.
00:19:24: Die wohnten ganz schön.
00:19:25: Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit Lars Brüggemann.
00:19:26: Das war so eine Burg, wo ihr drin gewohnt habt.
00:19:30: Und die Journalistenkollegen, also sie waren auch untergebracht.
00:19:33: Allerdings das Erste, was wir machen mussten, war Toilettenpapier und Handtücher zusammen zu suchen.
00:19:37: Du warst als Journalist so.
00:19:38: Ich dachte, du warst Leinsmänner
00:19:40: oder so.
00:19:40: Ja, das habe ich geschafft.
00:19:42: Also die ersten drei Meter und die letzten drei Meter haben ich geschafft auf dem Eis hin und her zu kommen.
00:19:46: Muss
00:19:47: schon endlich immer nur von blau zu blau kommen.
00:19:49: Ja, nicht.
00:19:51: So zwischen Andri und mir liegen zwei, drei Kilo.
00:19:55: Das war auch damals schon so und es war besser, dass wir die Raumaufteilung so belassen haben, oder?
00:20:00: Ich würde sagen jetzt so journalistisch.
00:20:01: Kann ich noch nicht sagen, Mirko?
00:20:03: Ich habe dich noch nicht auf dem Eis gesehen.
00:20:04: Vielleicht schlummer da ein Talent, was noch nicht entdeckt.
00:20:09: Könntest du Radio oder Fernseh-Kommentator werden?
00:20:13: Nein,
00:20:15: ich glaube, als Experte könnte er auf jeden Fall arbeiten.
00:20:17: Das ist überhaupt keine Frage.
00:20:19: Ich weiß nicht, ob er als Komm, das ist ja das Interessante.
00:20:22: Weil dann musst du ja selber produzieren.
00:20:23: Als Experte kriegst du ja fast nur Fragen gestellt.
00:20:28: Ich weiß nicht, ob das jetzt jeder von den Experten und Expertinnen bei euch aus dem Pool unterschreiben würde.
00:20:33: Das
00:20:33: war auch sehr böse.
00:20:34: Manche haben ja auch noch Doppelfunktionen.
00:20:36: Nein,
00:20:36: das stimmt.
00:20:36: Aber ich glaube, also ich habe mal, ich habe eins mal gelernt.
00:20:41: Tatsächlich, wir hatten ja hier auch beim Radio schon ein paar Jungs, die immer, immer wieder so in die Rolle gekommen sind, dass sie als Experte dabei waren.
00:20:48: Nicht ganz unstolz bin ich darauf, dass ein gewisser Rick Goldman seine ersten Schritte medial als er noch Spieler war, bei einem kleinen sympathischen Mehrzwerk-Radiosender verbracht hat.
00:20:57: Die hießen Radio im K. Und da ist was draus geworden.
00:21:01: Das wollen wir mal festhalten.
00:21:04: Und ich finde, André kann das gut.
00:21:07: So ein Typ wie Colin Danielsmeyer kann das auch.
00:21:09: Schwere Dinge einfach zu erklären.
00:21:12: Das ist, glaube ich, die ganz große Herausforderung für einen Experten.
00:21:15: Natürlich, je mehr du gemacht hast, da kommt dazu.
00:21:17: Ich meine, dem Pfelle, dem Zeichs in der Szene.
00:21:20: Und er hat die fünfmal in seiner Karriere erlebt.
00:21:23: Das ist auch was anderes.
00:21:25: Das ist bei dir in der Schiedsrechterei wahrscheinlich genauso.
00:21:28: Und du kannst davon immer berichten, wie es war, wie es zustande kommt und so weiter.
00:21:32: Wenn du es dann aber auch noch auf den Punkt formulieren kannst, dann bist du ein großer.
00:21:37: Ja.
00:21:38: Jetzt kommt gar nichts mehr, oder?
00:21:40: Was soll ich denn?
00:21:40: Was soll ich denn?
00:21:41: Dem ist nichts hinzufügen.
00:21:44: Ich kann zu dem Thema absolut nichts beisteuern, außer dass es tatsächlich aus der Zuschauerperspektive genau das Entscheidende ist.
00:21:51: und gerade bei Schiedsrichtern.
00:21:54: Finde ich ja, dass ihr wirklich eine völlig einzigartige Sicht aufs Spiel.
00:21:59: Also de facto habt ihr die besten Plätze im ganzen Stadion.
00:22:02: Also näher kann man nur wirklich nicht dran sein.
00:22:04: Es ist nur doof, dass man dann ab und an noch ein bisschen arbeiten muss oder dauerhaft eigentlich.
00:22:09: Wie steht ihr?
00:22:10: Genauso wie jetzt beispielsweise so ein Goalie dauerhaft unter Strom?
00:22:14: oder gibt es auch mal Phasen?
00:22:15: Weil die Spieler können ja wenigstens mal auf der Bank ein bisschen sich hinsetzen.
00:22:19: Das passiert bei euch ja nicht.
00:22:22: Zumindest mal zwanzig Minuten oder die Spielzeit im Tunnel?
00:22:25: Ja, absolut.
00:22:26: Also nicht nur die Spielzeit, das fängt eigentlich mit der Vorbereitung an.
00:22:33: Also so ein Alltag bei uns ist tatsächlich über Routenplanung, Verkehr, Hotel einchecken und so weiter.
00:22:43: Also sehr durchstrukturiert und da überlassen wir eigentlich wenig dem Zufall.
00:22:51: Spätestens eineinhalb Stunden vom Spiel sind wir auch im Tunnel.
00:22:55: Wir haben unsere festen Rituale.
00:22:57: Wir gehen die Mannschaftsaufstellung durch.
00:23:00: Welche Spieler sehen wir heute?
00:23:02: Welcher Tor steht im Tor?
00:23:04: Wir tragen natürlich zusammen, was in den letzten Spielen vorgefallen ist.
00:23:09: Was ist passiert?
00:23:10: Was könnte interessant sein?
00:23:11: Gibt es eine Historie zwischen zwei Spielern, die vielleicht heute relevant sein könnte?
00:23:17: Also da sind wir schon sehr strukturiert und ja auch tatsächlich im Tunnel und dann während des Spiels, da gibt es eigentlich ja eigentlich keine Zeit, um wirklich mal durch zu atmen, beziehungsweise mal abzuschalten, hattest du ja gerade gesagt, was kann ja immer was passieren?
00:23:35: Also auch im Power Break, auch im Unterbruch können ja Spieler aneinander geraten, es können Aktionen passieren, die wir entsprechend wahrnehmen müssen.
00:23:47: Der Coach hat vielleicht eine Frage, Spieler kommen auf einen zu.
00:23:50: Also tatsächlich, die komplette Zeit, die wir auf dem Eis sind, ist wirklich, da ist wirklich voller Aufmerksamkeit gefragt.
00:23:57: Du hast es jetzt sehr moderat formuliert.
00:24:00: Der Coach hat vielleicht eine Frage, Spieler kommen vielleicht auf einen zu.
00:24:04: Ich sehe immer zu, dass ich mich unten aus dem Innenbereich so weit wie möglich fernhalte, weil da geht es teilweise sehr richtig ab.
00:24:11: Die Art und Weise, auf die euch, sagen wir mal, sich euch verbal angenähert wird.
00:24:15: Also du wirst schon durchbeleidigt teilweise, muss man ja sagen.
00:24:19: Wo ist da eine Grenze erreicht und was sind so die krassesten Sachen, die du da irgendwie mal gehört hast?
00:24:27: Ja, natürlich.
00:24:28: Der Umgangston auf dem Eis, der ist natürlich generell, ist der Geräuschspiegel etwas höher und lauter.
00:24:35: Das stimmt absolut.
00:24:38: Wir versuchen eigentlich so eine Selektion zu treffen zwischen Emotion und halt Beleidigung.
00:24:44: Und Emotionen entstehen halt dann, wenn Parteien unmittelbar betroffen sind und darauf halt reagieren.
00:24:52: Sprich, ein Spieler bekommt einen harten Checkup, daraus entsteht Emotion.
00:24:58: Egal, ob der jetzt fair war oder unfair war, der Spieler ist betroffen, ist emotional involviert, hat vielleicht Schmerzen, sieht vielleicht ein Faul.
00:25:08: Und natürlich kommt dann auch mal der eine oder andere Spruch.
00:25:12: Aber dass wir beleidigt werden von den Spielern und von den Trainern, das findet eigentlich nicht statt.
00:25:18: Und wenn der stattfindet, dann haben wir auch die Handhabe, es zu bestrafen und zu sanktionieren.
00:25:23: Also das ist unsere Linie, wo wir sagen, okay, wir unterscheiden halt zwischen den Emotionen.
00:25:28: Da darf man auch mal was rausrutschen, gerade unter vier Augen.
00:25:31: Das kann man runterschlucken.
00:25:32: Da muss man sich nicht profilieren.
00:25:35: Das ist in Ordnung.
00:25:37: Aber gerade in diesen Ruhephasen, wenn man Zeit hatte, ein bisschen runterzukommen, wenn es da dann beleidigend wird und der Ton oder die Wortwahl nicht entsprechend ist, dann haben wir auch Werkzeuge darauf reagieren zu können und sind auch davon der Liga angehalten, das zu machen.
00:25:57: Weil ich glaube, Beleidigung muss ich keiner aussetzen.
00:26:02: Genau.
00:26:04: Wenn du einen Schiedsrichter erlebst, Dann ist es einerseits die Regelkunde, das gesamte Regelwerk.
00:26:10: Wir werden gleich noch darüber sprechen, dass es im Icehockey dieses schwarz-weiß, das man oft aus dem Fußball kennt, eigentlich nicht gibt, was es euch, aber auch allen anderen eigentlich schwerer oder auch mal einfacher macht, Dinge zu bewerten.
00:26:24: Es wird noch ein Thema sein, ich glaube auch ein bisschen länger, wenn wir darüber sprechen.
00:26:28: Die menschliche Qualifikation, die man für den Job tatsächlich braucht.
00:26:32: Wie würdest du die beschreiben?
00:26:34: Weil Gerade zu verstehen, okay, das kommt aus einer Emotion heraus.
00:26:39: Das ist keine Beleidigung, das schlucke ich mal runter und ist sehr deutlich davon zu unterscheiden.
00:26:46: Braucht einfach natürlich auch ein großes Maß an Verständnis für den Menschen, mit dem man sich auseinandersetzt.
00:26:53: Ja, absolut.
00:26:53: Ich glaube, da kann man nur sagen, dass jeder Schiedsrichter mittlerweile Eishockeywurzeln hat.
00:27:04: Also es gibt keine...
00:27:06: Das gab es auch mal nicht und das war schwierig.
00:27:08: Darauf wollte ich gerade hinaus.
00:27:09: Also jeder, der in der DEL bei uns auf dem Eis steht... Tschuldigung.
00:27:14: Da wurden dann Leute vom Bahnhof hier hingestellt und gesagt, würdest du mal in einem Eis auf die Spiel fremden?
00:27:19: Wo kam die denn?
00:27:19: Nein,
00:27:19: aber die haben nicht selber gespielt.
00:27:21: Genau.
00:27:22: Die kamen
00:27:22: über ein Schiedsquasi.
00:27:24: Ja, aber auch manchmal einen Spelteinsteiger, der dabei war oder Leute, die dann, also die sportlich unterwegs waren, die man dann gesagt hat, komm, du kannst auch Schiedsrichter machen und die das dann gemacht haben, die aber in dem Sport nicht groß geworden sind.
00:27:36: Ich glaube, das ist eine Beschreibung, die man selber
00:27:37: haben kann.
00:27:37: Korrekt, korrekt, genau, ja.
00:27:39: Und bei uns geht es ja mittlerweile so weit, dass wir sogar nicht nur sagen, okay, wir wollen den Sport.
00:27:43: Die Sportart nicht nur mal gespielt haben in der Vergangenheit, sondern möglichst auch noch hochklassig, um halt diesen Perspektivwechsel, den es dann zu bewältigen, möglichst optimal hinzubekommen, sagen wir es mal so.
00:28:02: Und ja, so doof es klingt, wir haben halt immer den Spruch, gute Schiedsrichter, die gibt es nicht, die werden gemacht.
00:28:11: Also dieses Talent hat keiner, da bin ich bei dir.
00:28:15: Und du hattest ja gerade dieses menschliche angesprochen.
00:28:19: Daher kommt es eigentlich.
00:28:22: Wie wurde ich als Spieler angefasst?
00:28:23: Man hat ja eigene Erfahrungen gesammelt in seiner Spielerlaufbahn.
00:28:28: Wo war ich denn sauer drüber?
00:28:31: Wie hat der Schiedsrichter mich denn angefasst auf dem Eis?
00:28:34: Wie hat er kommuniziert?
00:28:36: Und das sind schon viele Dinge, die einen natürlich prägen.
00:28:44: wo man dann häufig vielleicht auch mal gesagt hat, so will ich es eben nicht machen, weil es mich auf die Palme gebracht hat, weil ich ja emotional angefasst war als Spieler, sprich man versucht dann ja zu sagen, okay, das ist das mahende Beispiel, so möchte ich es nicht machen und das ist vielleicht den Weg, den ich gehe.
00:29:07: und ja am Ende des Tages, wir sind alles Menschen, wir haben eine eigene Persönlichkeit und Das Wichtigste ist eigentlich, so eine gewisse Authentizität zu haben.
00:29:15: Der Mensch, der man irgendwie abseits des Eises ist, der sollte irgendwo auch auf dem Eis wiedergespiegelt werden.
00:29:24: Also ich kann mich jetzt... Wir sind ja keine Schauspieler und das kennt man auch, dass manche Kollegen vielleicht versuchen, eine Kopie zu werden von jemandem, der gefällt mir total gut, das will ich auch so machen, das funktioniert für einen selber aber nicht.
00:29:40: wie halt als Spieler auch.
00:29:41: Und da ist es, glaube ich, wichtig, diese Balance zu finden aus eigener Persönlichkeit, offen zu sein, Entwicklung wahrzunehmen, mitzunehmen und einfach auch sich selber ständig reflektieren, was funktioniert, was funktioniert nicht.
00:30:01: Ist es in der Situation, wo es gerade hochemotional hergeht, ist es da besser?
00:30:08: da auch noch einen drauf zu setzen und auch laut zu werden und groß zu werden?
00:30:12: oder ist es vielleicht in der Situation besser die Emotion ein bisschen runter zu regeln indem man auch selber etwas leiser kommuniziert versucht so die Emotion runter zu bringen?
00:30:23: und ja das ist eigentlich eine ständige reflektion die wir durchlaufen als Schiedsrichter um möglichst adäquat reagieren zu können auf solche Situationen.
00:30:34: Eine Reflexion, die am Ende wirklich jeder mit sich selbst ausmacht oder die auch unterstützt wird, seitens des Verbandes.
00:30:41: Also weil, ich erinnere mich natürlich, und Lars Brügelmann ist hier zu Hause, man spricht ab und zu mal über viele Dinge, man sieht sich natürlich öfter als ich jemand aus München treffe.
00:30:52: Und wenn Ich nur auf die paar Dinge, die Erme so in den letzten Jahren erzählt hat, wird so viel auch im Bereich Coaching für euch gemacht, was es einfach in der Vergangenheit, da gehen wir jetzt mal fünfzehn Jahre zurück, überhaupt nicht gegeben hat.
00:31:05: Auch in dem Bereich Menschlichkeit, Unterstützung, wie entwickel ich mich oder ist es tatsächlich konzentriert auf einen anderen Teilbereich?
00:31:12: Nee, sowohl als auch.
00:31:14: Also natürlich steht das... Das Handwerkszeug immer an erster Stelle, die Regelkunde, das Umsetzen der Regeln, das Wissen darüber, Dinge anzuwenden, wie Verläuftenspiel, wie wollen wir in so ein Spiel reingehen.
00:31:34: Das sind natürlich alles, sag ich mal, die Hard Skills, die wir haben müssen.
00:31:38: Aber natürlich kommt auch viel dann im Coaching-Bereich.
00:31:41: ein gutes Beispiel.
00:31:43: ist, glaube ich, das Public Announcement, was wir jetzt ja erst in der zweiten Saison haben.
00:31:49: Das ist natürlich für viele auch einfach eine Herausforderung in so einer Langzes-Arena vor knapp neunzehntausend Zuschauern zu sprechen, mit Puls von hundred-achtzig Schlägen in einer hochemotionalen Situation da dann kühlen Kopf zu bewahren und eine vernünftige, ja ... Durchsage zu machen für die Zuschauer.
00:32:11: Da haben wir zum Beispiel dann viel Wert drauf gelegt und Wunder gecoached.
00:32:17: Wir haben da den Rob Schick als NHL-Konsulter, die das ja schon lange, lange haben, der uns dann viele Negativbeispiele auch mal gezeigt hat, als das Ganze noch in den Kinderschuhen stand in der NHL, dass wir immer die gleiche Position haben.
00:32:33: wo wir stehen, dass wir halt eine offene Körpersprache haben, mit breiten Schultern da stehen, nicht zu schnell sprechen.
00:32:41: Ja,
00:32:41: vor allen Dingen am Seilersee, wo die Anlage nicht ganz so gut ist.
00:32:44: Ist das gerade laut gesagt?
00:32:45: Ja, mittlerweile schon.
00:32:47: Das
00:32:48: Problem ist, das Problem ist immer, ich weiß nicht, ob das was mit KI zu tun hat, das Problem ist immer, dass das viel... dass das bei uns bis es da mal funktioniert viel gedoktert werden muss.
00:32:58: Also du, es ist halt in den seltensten Fällen so, dass hier irgendwas hinkommt und wir schranken ja auch immer alle Hurra, wenn wieder was Neues installiert werden muss.
00:33:06: Das war damals mit Weißhocke so, das ist jetzt da auch so.
00:33:09: Lautsprecheranlage, Halle, nur für die Spiele, Eis-Disco und so weiter und so fort.
00:33:14: Ich
00:33:14: glaub's mir erklären lassen, Felix.
00:33:15: Bis das alles... Ist tatsächlich so.
00:33:16: Die Russers haben ein Gerät gekauft und wirklich mal investiert, als Prodeneant genommen, und haben ein Gerät genommen, was... KI-Technisch dafür sorgt, dass eure Ansagen rüber kommen.
00:33:27: Und es gibt nicht jede Halle, in der man mittlerweile euch so gut versteht wie hier.
00:33:32: Und also das ist eines der wenigen Komplimente, dass man mal für ein Seiler sehen kann.
00:33:36: Bei der Lautsprecheranlage und Acoustic ist das wirklich ein riesen großes Kompliment, muss man dazu sein.
00:33:42: Du
00:33:42: hast vorhin eins gesagt, dass die Jungs, die bei dieser Entscheidung, gehe ich so ein bisschen in die Richtung Schiedsrichterei oder bleibe ich doch als Spiele aktiv.
00:33:54: Weißt du heute, was die in dir gesehen haben?
00:33:57: Also was die Punkte waren, wo die gemerkt haben.
00:34:00: Scheiße, der kann das wirklich.
00:34:04: Ja, ich überlege grad.
00:34:09: Ja und nein, wahrscheinlich.
00:34:11: Also was ein großer Faktor damals war, dass ich läuferisch und atletisch ... in einer sehr guten Verfassung war, gerade
00:34:24: im Vergleich ... Die Kendling war nicht so deins.
00:34:27: Ja, auch das wurde mir mal nachgesagt.
00:34:31: Nein, natürlich, also die, die ... ... ja, letztendlich fehlten natürlich ... ... spielerische Fähigkeiten, um ganz oben anzukommen, ... ... sonst hätte ich es wahrscheinlich auch nie gemacht.
00:34:41: So ehrlich muss man auch sein.
00:34:43: Ein bisschen, da ich einmal auftopik, ... ... hast du mit Jungs zusammengespielt, die jetzt ... ... die ist dann nach oben geschafft haben?
00:34:49: Wenn wir gerade schon irgendwie bei dem Thema sind.
00:34:50: Okay, dann legen wir das beiseite.
00:34:52: und jetzt geht es weiter mit Mirkurs.
00:34:54: Frage.
00:34:55: Die da war, was die Skills waren.
00:35:00: Was die Skills waren, die dich qualifiziert haben.
00:35:02: Das bringen den immer raus, du hast Böse.
00:35:05: Genau, ne, also läuferisch und meine Athletik war wirklich zu dem Zeitpunkt gerade im Verhältnis zu vielen anderen Schiedsrichtern relativ gut.
00:35:17: Und das war halt ein Punkt, der ... Ja, man muss ja halt ... Ich hab's ja erlebt.
00:35:24: Genau, also, worüber, genau.
00:35:27: Das heißt ja nicht, dass das schlechte Schiedsrichter waren,
00:35:31: nur
00:35:32: die Grundvoraussetzung waren halt einfach andere.
00:35:35: Wir haben da drüber gesprochen, dass wirklich Schiedsrichter auch in der DL gepfiffen haben, die keine Spielervergangenheit hatten, die sich wirklich das hart angelernt haben.
00:35:47: Da hatte ich einfach den Vorteil durch meine spielerische Vergangenheit, dass ich halt läuferisch und athletisch wirklich gut darstand.
00:35:58: Das war sicherlich ein großer Aspekt, den man schon in den Kinderschulen sehen konnte.
00:36:05: Und dann, wie gesagt, durch Beobachtung tatsächlich auch, dass mein Auftreten, der Umgang mit den Spielern, das wurde mir dann ... ans Herz gelegt, dass das ganz gut sei und das haben die in ja frühen, frühen Tagen tatsächlich dann erkannt und ich denke mal, dass das so die beiden oder die drei Gründe gewesen sind, die die Ausschlag geben waren für diese Empfehlung.
00:36:32: Interessant ist das ja deshalb, also auch nochmal zurück zu den alten Schiedsrichtern und das mal nochmal zu erklären.
00:36:39: Ich habe ja auch nie Eishockey gespielt.
00:36:42: Jetzt wird es viele geben von den Achtundsechzig, die sagen, er hat auch bis heute keine Ahnung von dem Sport.
00:36:45: Das kann ich akzeptieren.
00:36:47: Andersrum.
00:36:48: Ich glaube,
00:36:48: das sagen die wenigsten Hörer unseres Podcasts.
00:36:50: Das sind eher so gegnerische Fans, wenn du mal die Salon kommentierst.
00:36:53: Das passiert ja wahrlich selten.
00:36:55: Auf jeden Fall.
00:36:56: Ich muss es mir komplett erschließen, durchs Zugucken.
00:36:59: Was natürlich noch ein bisschen unterschiedlich ist.
00:37:00: Und wenn du da mal so ein Kollegen wie Basti Schwiele an deiner Seite hast und du würdest nun mal vergleichen, also wie kommentiert deren Spiel und wie kommentiere ich ein Spiel, dann komme ich an einen bestimmten Prozentwert.
00:37:10: ganz gut ran.
00:37:11: Aber ich erreiche nie den anderen, weil ich kann ihn nicht erreichen.
00:37:15: Weil mir fehlt in die Schlitzschuhe
00:37:17: zu klettern,
00:37:18: auf dem Eis zu stehen und das zu tun.
00:37:20: Insofern kann ich immer gönnen, also was das anbelangt, dass es Menschen gibt, die einfach mehr sehen als ich.
00:37:25: Und wenn dann so eine Konstellation wie Rick Spaß ist, aber mit Basti unterwegs ist, die sehen schon deutlich andere Dinge dann nochmal obendrauf, als ich sie sehe.
00:37:35: Und das ist total spannend.
00:37:38: Das auch noch mal zu den alten Schiedsrichtern.
00:37:39: Warum es so wichtig ist, dass man eben aus dem Sport rauskommt und das Ganze macht
00:37:43: Druck
00:37:44: ist für mich ja auch immer ein wichtiges Stichwort, gerade bei Schiedsrichtern.
00:37:48: Du hast gerade schon mal auch beschrieben.
00:37:50: Sechzig Minuten, da hast du wenig Zeit, mal eben kurz runterzufahren und wieder hochzugehen.
00:37:55: Bist du ein Mensch, der auch im ganz normalen Leben gut mit Druck umgehen kann oder stellt ihr euch diesem Druck, den wir reininterpretieren würden, gar nicht so sehr, weil es den vielleicht am Ende selbst gemacht von ein, zwei anderen Leuten, aber der Rest ist egal?
00:38:13: Ja, auch da gibt es ja diese tolle Floskel, dass der Mensch ja generell zu neunzig Prozent negativ denkt am Tag.
00:38:21: und irgendwie zehn Prozent davon maximal wirklich Realität werden, wenn ich einen Mensch der im privaten gut mit Druck umgehen kann.
00:38:33: Ich möchte jetzt einfach mal, ich glaube ja tatsächlich, weil da sind wir wieder bei dem Thema, man kann die Persönlichkeit nicht komplett vom Schiedsrichter trennen.
00:38:45: Natürlich versuche ich, in meinem Privatleben wenig Druck aufsteigen zu lassen, ausgesetzt zu sein.
00:38:57: Aber auch das muss man natürlich lernen.
00:38:59: Das sind so Sachen, wenn ich an meine erste olympischen Spiele denke.
00:39:08: an jedes erste Mal eigentlich, an jedes erste DL-Spiel, an jedes erste Playoff-Spiel.
00:39:15: Es gibt so viele erste Male, die, da kann dich keiner zu einhundert Prozent darauf vorbereiten.
00:39:23: Da hilft es sicherlich mit erfahrenen zu sprechen und mit denen in den Austausch zu gehen.
00:39:31: Und die begleiten einen ja auch in den häufigsten Fällen, also so ist es ja auch in der Schiedsrichterei.
00:39:39: Ich glaube nicht, dass jemals schon mal vier relativ junge, neue Schiedsrichter im Finale geleitet hätten.
00:39:45: Genau, also da sind da meistens immer die alten Hasen dabei und das hilft natürlich extrem, weil die dementsprechend die jüngere Generation dann auch entsprechend einstellen können und ja, so ein bisschen betreuen einfach in diesen In diesen Momenten, wo natürlich extrem viel Druck herrscht und die man sich ja aussetzen muss und die Vorbereitung ist letztendlich die gleiche.
00:40:19: Es wird ein Eishockey-Spiel gespielt, über sechzig Minuten.
00:40:22: Es gibt zwei Mannschaften auf dem Eis.
00:40:25: Die Rahmenbedingungen sind natürlich ganz andere und da lernt man letztendlich mit umzugehen.
00:40:34: Jeder ein bisschen für sich, jeder ein bisschen individuell.
00:40:38: Auch da gibt es leider keinen Patentrezept, wie man sagt, ja, ich mache jetzt das und das und ich spüre den Druck nicht mehr.
00:40:44: Da hat jeder sein Ventil, jeder seine Routine, die er dann vielleicht durchgeht, um dem Stand zu halten.
00:40:53: Genau.
00:40:53: Und das ist letztendlich das große Geheimnis eigentlich, dann damit... Was setzt
00:40:58: dich am meisten unter Druck?
00:40:59: Du dich selbst?
00:41:03: Tatsächlich... würde ich das so sagen.
00:41:08: Dieses permanente Streben nach Perfektion, was wir nie erreichen.
00:41:14: Das ist ja das Schlimme in unserem Job.
00:41:17: Wir werden nie ein perfektes Spiel machen.
00:41:18: Das wissen wir Schiedsrichter und wir wissen eigentlich mit dem Zeitpunkt, wo wir das Eis betreten.
00:41:26: Ab jetzt verlieren wir eigentlich nur noch.
00:41:31: Wir versuchen halt diesen Verlust möglichst gering zu halten, weil Fakt ist, wir können nicht alles abdecken.
00:41:37: Es wird immer immer irgendeine Szene geben, wo eine der beiden Parteien und für die machen wir es ja unzufrieden sein wird oder eine andere Meinung einfach zu hat, andere Argumente hat, eine andere Sichtweise hat.
00:41:53: Das wissen wir und das macht es natürlich schwierig und dementsprechend legen wir diesen Maßstab in der Selbstreflexion.
00:42:03: Wir sagen immer, es gibt keinen Shortcut, keine Abkürzung, guter Schiedsrichter zu werden.
00:42:11: Wir müssen einfach ehrlich zu uns selbst sein nach dem Spiel.
00:42:15: Wir schauen uns die Szenen an, uns werden Szenen gezeigt und da muss man einfach selbstkritisch sein und sagen, okay, hier habe ich falsch entschieden, hier hätte ich anders entscheiden müssen oder hier gibt es Alternativen, wie man hätte entscheiden können.
00:42:30: Und dieser Prozess, der hört nie auf, der geht vom ersten Spiel bis ins zweitausendste Spiel.
00:42:38: Dass immer wiedersehen einen Überraschen, die man noch nicht gesehen hat, dass etwas Neues passiert, dass man Dinge falsch wahrgenommen hat.
00:42:49: Und damit muss man umgehen und das belastet.
00:42:55: Und das ist der Druck, von dem du gerade gesprochen hast.
00:42:57: Das sind... Schlaflose Nächte, da sind viele Gespräche mit Verantwortlichen, mit Coaches, mit meiner Frau, die sich das dann anhören muss, um da einfach einen Ventil zu haben, sich da austauschen zu können und diesen Fehler beim nächsten Mal zu reduzieren, vermeiden zu können.
00:43:22: Frauen sind sowieso das Wichtigste am Ende des Tages.
00:43:25: Die kennen einen nämlich ziemlich gut, das ist die Gefahr daran.
00:43:31: Du hast es... gerade gesagt über Druck zu sprechen.
00:43:35: Wir wollen natürlich auch mal über die Schiedsrichterei generell sprechen und wie ihr eigentlich arbeitet.
00:43:40: Lustig ist, dass Felix gerade, bevor wir mit dem Podcast begonnen haben, auch nochmal berichten konnte, dass die bei der Konferenz der Medien der Pressesprecher und der Medienbeauftragten auch nochmal sehr lange mit einem Kollegen von dir über dieses Gesamthema.
00:43:54: Deshalb hat er gleich vielleicht mal so ein paar zentrale Stichpunkte, die man machen kann.
00:44:00: Was ich noch vorwegschieben will, Wir wissen das wirklich zu schätzen, also nicht nur, dass du hergekommen bist, sondern dass wir mal die Gelegenheit haben, mit dem Schiedsrichter zu reden.
00:44:08: Ich finde, das tut man im Austausch zu selten, weil du hast gerade auch sehr deutlich formuliert, man geht in ein Spiel und dann muss man versuchen, so wenig wie möglich zu verlieren.
00:44:18: Und das ist eine... so ehrliche, so offene Beschreibung, die ich mir, aber das brauchst du nicht kommentieren, einfach sehr intensiv wünschen würde auch in mancherlei Dingen, damit man einfach auch mal, wenn nur eine kritische Situation, die wirklich über was Zentrales, also man muss nicht immer mit einem Schiedsrichter über irgendwas Kleines sprechen, was in dem Spiel passiert ist, das passiert oft, aber ich würde mir halt immer mal wieder wünschen, dass man, und vielleicht kommen wir da ganz zum Ende noch mal zu, euch öfter hört,
00:44:47: um...
00:44:48: genau das diesen Moment auch mal festzuhalten, so haben wir das gesehen und nicht nur immer die andere Seite zu hören, das will ich mal sagen.
00:44:56: Als ihr diese Runde hattet, ich glaube Syrcoornius war da, was du so gesagt, über welche Themen habt ihr da gesprochen, was ist
00:45:01: da mal lang Felix?
00:45:02: Erstmal, dass er es super geil findet, in dieser Lohn zu pfeifen.
00:45:07: Weiß nicht, wie es dir geht, du weißt es ja dann auch schon häufiger, weil er sagt, er mag das, er mag das auch.
00:45:14: Fand ich sogar ein bisschen krass.
00:45:16: Finde das auch cool, dann ausgefiffen zu werden irgendwie.
00:45:18: Da merkte ich, da ist sogar so ein bisschen Stimmung drin.
00:45:22: Ich persönlich finde das immer eher, weiß ich nicht.
00:45:24: Gibt auch immer so eine treue Ecke.
00:45:26: Ich weiß nicht, ob du die schon mal wahrgenommen hast, aber die stehen immer und klatschen, wenn ihr kommt.
00:45:30: In Kanada ist das ja, glaube ich, Usus oder in Nordamerika, dass die Chiris beklatscht werden.
00:45:38: Also meine Frage wäre dann auch, hast du lieber fünftausend dieser Lohn, bevor die Hälfte irgendwie gegen die Scheibe kloppt und dir quasi ins Gesicht schreit, was du alles falsch gemacht hast?
00:45:47: oder dann doch lieber, weiß ich nicht, neunzehntausend in Köln, die alle so denken, was ein Idiot hat jetzt auch wieder nicht gesehen.
00:45:54: Also ist es besser, wenn die Leute weiter weg sind vielleicht sogar ein bisschen.
00:46:00: Nee, also weiter weg generell nicht.
00:46:03: Ich meine, das macht unsere Sportart aus.
00:46:05: Ich meine gerade die neuen Arenen, die haben ja wirklich die Sitze am Glas.
00:46:11: Und das ist für uns auch, ja, das, ich habe gerade gesagt, wir können nur verlieren im Spiel.
00:46:20: Auf der anderen Seite ist natürlich auch ganz viel Leidenschaft bei uns vorhanden und die Liebe zum Sport.
00:46:28: Und das sind eben genau diese Momente.
00:46:30: Und diese Aussage von Sirko, die kann ich unterstreichen.
00:46:34: Man möchte ja diese Spiele haben.
00:46:37: Dafür macht man es.
00:46:39: Wenn wir ins Stadion gehen, es ist keine Stimmung.
00:46:42: Es geht fünf Null aus.
00:46:45: Das kann dann jeder machen am Ende des Tages.
00:46:47: Das hast du
00:46:48: wahrscheinlich in Halbwegs ruhiger Arbeitszeit
00:46:49: gesagt.
00:46:50: Wahrscheinlich.
00:46:51: Gerade bei solchen Spielen ist der Schiedsrichter dann selten in der Kritik.
00:46:56: Im Vergleich zu Ausverkauf des Haus, richtig Stimmung in der Halle und man hat ein One-Goal-Game und es geht vier zu drei aus, wo die Kritik da meistens auch am Schiedsrichter etwas lauter wird, was natürlich verständlich ist.
00:47:15: Aber absolut bin ich da auch für bzw.
00:47:20: ist das das Salz in der Suppe, Stimmung zu haben, Emotion zu haben.
00:47:25: Und es ist ja auch nicht nur gegen uns.
00:47:28: Also hast du jetzt gerade das Auspfeifen angesprochen, wenn wir aufs Eis kommen, wenn es dann dabei bleibt, da können wir alle mit leben.
00:47:37: Aber am Ende des Tages finden wir es ja auch ja unfassbar ansprechen, wenn einfach Gesänge kommen, die Fans hinterherstehen, Leidenschaft dahinter steckt.
00:47:50: Das macht unsere Sportart aus und ich glaube da Geht es fast allen Schiedsrichtern gleich.
00:48:00: Das mögen wir.
00:48:01: Du hast vorhin sehr intensiv geschrieben, wie eine Vorbereitung auf so ein Spiel abläuft.
00:48:07: Und dann beginnt irgendwann so eine Partie.
00:48:08: Also jetzt gehen wir mal davon aus, du weißt, was Mannschaft A und Mannschaft B so in den letzten Spielen getrieben hat.
00:48:14: Du kennst dein Regelbuch, was jetzt auch nicht ganz einfach ist.
00:48:17: Da stehen schon zwei, drei Regeln drin.
00:48:20: Dann erlebt auch unser Eins ja mal so eine Schulung über Regelwerk und Veränderungen mit Lars Brüggemann.
00:48:27: Und der sagt von Anfang an Einsatz, es gibt kein Schwarz oder kein Weiß.
00:48:33: Jetzt haben wir in Deutschland, also ich bin jetzt nicht der Fußballfreund Nummer eins, eine Fußballliga, wo es Schwarz und Weiß gibt, wo es aber kein Grau gibt.
00:48:41: Bei euch gibt es aber Grau.
00:48:43: Was bedeutet das
00:48:44: eigentlich?
00:48:45: Ja, genau.
00:48:46: Also wir reden eigentlich von dem grauen Bereich wenn wir über Judgment sprechen und Judgment ist halt letztendlich eine Abwägung von Argumenten, von Situationen, die wir treffen im Spiel.
00:49:10: Ich nenne einfach mal ein Beispiel, um zu sagen, was ist ein grauer Bereich bei uns, zum Beispiel im Icehockey.
00:49:17: Wir nehmen jetzt mal eine Situation.
00:49:20: Der Spieler hat gerade angefangen.
00:49:22: Es steht Null Null, die Teams versuchen, die Linie der Schiedsrichter zu identifizieren.
00:49:29: Auch das machen Teams und wissen das.
00:49:33: Worauf können sie sich einstellen?
00:49:36: Und jetzt haben wir, ich sage mal, ein kleines Halten in der neutralen Zone.
00:49:42: Der Spieler bleibt im Puckbesitz.
00:49:44: Er wird einmal kurz zurückgehalten, der Spieler, der gegnerische Spieler merkt das, lässt sofort los.
00:49:50: Der Puckführer kann mit dem Puck weiter passieren.
00:49:53: Letztendlich ist nicht wirklich viel passiert.
00:49:56: Wenn wir jetzt in einer schwarzen und weißen Welt leben würden, dann würden wir das Regelbuch aufschlagen und unter der Regel Restraining Faults halten finden.
00:50:07: Und da steht dann jeder Spieler, der ein Gegenspieler am Weiterkommen hindert und dafür seinen freien Arme nutzt.
00:50:13: wird mit einer kleinen Strafe für Halten belegt.
00:50:18: Jetzt sagen wir aber gut, wir sind gerade irgendwie drei Minuten in dem Spiel.
00:50:24: Es ist noch ein Abtasten bei der Teams.
00:50:26: Es hatte nicht viel Benefit und jetzt kommt letztendlich das Judgment, wovon ich gerade gesprochen habe zum Zuge.
00:50:36: Es wird entschieden, pfeifen wir das jetzt oder lassen wir das durchgehen.
00:50:43: Und das ist einfach genau dieser Graubereich, wo dann natürlich auch Kritik aufkommen kann, weil gesagt wird, na ja gut, dann ist das ja subjektiv, der eine pfeift, der andere pfeift nicht.
00:50:55: Jetzt kommen wir auf die Spielerhistorie, die wir gerade besprochen haben.
00:50:59: Wir wollen Eckspieler haben, wir wollen Schiedsrichter haben, die das Spiel gespielt haben.
00:51:05: Und gerade unter den Spielern sind häufig solche Entscheidungen.
00:51:12: die dann im Spiel zu lassen stoßen auf große Befürworterung, weil er hat gesagt wird, okay, es wird halt nicht jede kleine Kleinigkeit aus dem Spiel genommen.
00:51:26: Jetzt haben wir dieses kleine Halten, aber im Slot und der Gegenspieler wird daran gehindert, aufs Tor zu schießen.
00:51:36: Für uns ein ganz anderer Fall.
00:51:39: Das Faul in Anführungsstrichen bleibt das gleiche.
00:51:43: Das Outcome ist ein ganz anderes.
00:51:46: Der Spieler ist in der zentralen Position vor dem Tor und kann nicht abschließen.
00:51:51: Für uns eine Strafe, die wir in der Overtime immer pfeifen müssen.
00:51:57: In dem Fall ganz klar schwarz.
00:52:02: Und so geht es halt in der schnellsten Mannschaftssportart der Welt mit,
00:52:08: wie
00:52:08: du gerade gesagt hast, mit vierzig Regelverstößen, die man so begehen kann.
00:52:14: Geht es dann halt über sechzig Minuten genau in diese Entscheidungsfindung?
00:52:19: Wo findet das statt?
00:52:21: Wie viel Vorteil erschleicht sich die gegnerische Mannschaft dadurch?
00:52:25: Ist es verletzungsgefährdend?
00:52:28: Wo findet es auf dem Eistadt?
00:52:29: Kann der Spieler abschließen?
00:52:33: Ist es offensichtlich?
00:52:35: Ist es nicht offensichtlich?
00:52:36: All das sind letztendlich Kriterien, die in unser Judgment reinfließen.
00:52:41: und die dann bei uns zu einer Beurteilung führen, verhängen wir eine Strafe oder eben nicht.
00:52:48: Und was man an der Stelle glaube ich nicht vergessen darf, ist, dass das, was du jetzt gerade beschrieben hast innerhalb von, man kann es jetzt nochmal nachgucken, dreißig, vierzig Sekunden oder so, das muss ja alles innerhalb von Sekundenbruchteilen tatsächlich gemacht werden, weil im besten Fall, das heißt im schlechtesten Fall, denkst du über die eine Szene noch nach und dann wird... Er sagt, der Spieler hat dann vorne an die Bande getackert und du hast schon direkt die nächsten Themen.
00:53:10: Deshalb auch
00:53:10: die Frage, wie schwer ist grau?
00:53:12: Ja, absolut.
00:53:14: Wie du gerade sagtest, wenn du gesagt hast, das waren gerade vierzig Sekunden.
00:53:18: Genau, das passiert im Bruchteil einer Sekunde.
00:53:22: Im einem dynamischen Spiel, wo eine Aktion auf die nächste folgt.
00:53:28: Wo ja häufig auch eine Gegenreaktion kommt, wenn ein kleines Halten ist.
00:53:32: Verhält sich der Gegenspieler darauf, macht er auch etwas Kleines, macht er gar nichts.
00:53:37: Natürlich.
00:53:37: Also das sind tatsächlich Bruchteile von Sekunden.
00:53:41: Und da wissen wir halt leider auch, dass Entscheidungen in der Echtzeit, die sind selten perfekt, müssen aber letztendlich getroffen werden und werden von uns getroffen.
00:53:53: Man kann ja vielleicht oder ich denke mal, das ist ja ganz wichtig, dann irgendwie immer die Gesamtsituation im Auge zu haben.
00:53:58: Wie du es ja auch gerade sagst, sind wir jetzt in einer neutralen Zone, sind wir jetzt vor dem Tor.
00:54:02: Ist das abseits der Scheibe?
00:54:03: Ist das... Da gibt es eine Vorgeschichte und so weiter und so fort.
00:54:07: Was für Maßnahmen oder was für generelle Abläufe gibt es da, um die Gesamtsituation immer so ein bisschen im Auge zu behalten?
00:54:14: Weil ich glaube nicht, dass sich jeder um alles kümmert auf dem Eis.
00:54:17: Kannst mich auch an das Besseren belehren jetzt.
00:54:19: Ne, genau.
00:54:20: Also, das ist eigentlich auch nochmal eine wichtige Grundlage, die es zu beachten gilt.
00:54:26: Wir haben ja zwei Hauptschützrichter und zwei Linienrichter auf dem Eis.
00:54:32: Und die Hauptschiedsrichter, die beiden Hauptschiedsrichter bewegen sich immer so, dass die diagonal zueinander stehen und das Spiel immer zwischen sich haben.
00:54:41: Und wir haben tatsächlich eine feste Aufteilung, wer wo auf dem Eis hinschaut.
00:54:48: Also das heißt, ich nenne einfach mal ein Beispiel, um es plausibel rüberzubringen, wenn wir jetzt im Powerplay sind.
00:54:55: Dann ist es so, dass der Schiedsrichter, der am Tor steht, überwiegend auf den Torraum, auf den Slot fokussiert ist.
00:55:05: Weil es für uns einfach extrem wichtig ist, kann der Torhüter sich frei bewegen, steht einer im Torraum.
00:55:12: Es wird eng vor dem Tor, dadurch, dass wir ein Mann weniger auf der einen Seite haben, haben ein bisschen mehr Platz.
00:55:20: Aber vor dem Tor finden zwei Kämpfe statt und da ist der Schiedsrichter, der am Tor ist, sehr auf diesem Bereich halt fokussiert.
00:55:28: heißt für den anderen Schiedsrichter, der da draußen an der blauen Linie steht, guckt überwiegend die ganze Zeit auf dem Puckführer.
00:55:37: Also selbst wenn das Spiel in der Ecke ist, auf der ich mich gerade befinde, der Puck ist drei Meter neben mir, kann es durchaus sein, dass ich nicht auf den Puck schaue, sondern einfach vor dem Tor bleibe, um auch sämtliche Aktionen, das gerade davon gesprochen, das Gesamtbild zu bewahren.
00:55:54: Weil häufig ist es auch so, oder kann es ja mal passieren, dass man nur eine Reaktion von einem Spieler wahrnimmt und die eigentliche Aktion, die zu dieser Reaktion führte, verpasst wurde.
00:56:06: Da sind Spieler natürlich sauer drüber, weil die sagen, ich wurde ja zuerst gefault, ich revanchiere mich nur und jetzt werde ich rausgestellt.
00:56:13: Um sowas halt zu vermeiden, haben wir halt eine Aufteilung, um möglichst immer, dass die Aktionen, die in einem Zweikampf passieren, vollumfänglich wahrzünden.
00:56:25: Du hast vorhin von Linie gesprochen.
00:56:27: Und ich sage ja immer, Linie ist geil.
00:56:30: Also zeigt den Jungs von Anfang an, was passiert und haltet es durch.
00:56:35: Würde ich sagen, dass ich ein, zwei Ersorgespiele in meinem Leben gesehen habe, wo das mit der Linie durchhalten nicht ganz so einfach war.
00:56:42: Wie definiert ihr Linie und wie versucht ihr tatsächlich, sie umzusetzen?
00:56:46: über sechzig
00:56:47: Minuten?
00:56:50: Ja, also Linie würde ich einfach so definieren, dass beide Mannschaften wissen, was sie dürfen und was sie nicht dürfen.
00:57:00: Das ist, glaube ich, das allerwichtigste, dass beide Mannschaften fair behandelt werden, dass beide Mannschaften eine faire Chance haben zu gewinnen und eben wissen, worauf sie sich einlassen können.
00:57:13: Das ist das, was ich gerade beschrieben habe.
00:57:16: Es ist halt schwierig, wenn man im ersten Drittel Dinge durchgehen lässt, die man dann im letzten Drittel bestraft, wo Teams dann berechtigterweise sagen, Aber im ersten Drittel durften war das doch.
00:57:30: Aber trotzdem kann sich so ein Spiel ja auch entwickeln, wo du dann sagst, ey, ganz ehrlich, da war es okay.
00:57:35: Jetzt geht ihr euch hier gleich an die Wäsche.
00:57:37: Jetzt müssen wir gerade mal ein bisschen...
00:57:39: Absolut, genau.
00:57:40: Auch das ist wieder dieser Graubereich.
00:57:42: Da kannst du mal genau zu solchen Situationen kommen, dass man sagt im ersten Drittel, ja, ging irgendwie noch.
00:57:49: Es war noch grau eher Richtung weiß.
00:57:52: Und im zweiten Drittel sagt man dann, na, es wurde aber eben nicht ruhiger.
00:57:56: Wir arbeiten ja auch proaktiv, wir reden ja mit den Spielern, wir geben Feedback.
00:58:01: So, und wenn dieses Feedback dann eben auf taube Ohren mal stößt, dann kann es natürlich auch im zweiten Drittel mal dazu kommen, dass dann Dinge, die vielleicht im ersten Drittel noch durchgegangen sind oder noch als okay empfunden wurden, im zweiten Drittel dann bestraft werden.
00:58:20: Die Strategie, die wir eigentlich fahren, Oder wir unter uns Schiedsrichtern ist für uns eigentlich so dieses perfekte Spiel.
00:58:29: Im ersten Drittel, so wie du gerade auch richtig gesagt hast, Mirko, wir setzen den Standard.
00:58:35: Es passieren zwei, drei, vier Strafen links und rechts.
00:58:41: Die Teams erkennen das.
00:58:42: Die Teams nehmen das zur Kenntnis.
00:58:45: Die gehen im zweiten Drittel und machen diese gleichen Fehler, sage ich mal, nicht nochmal.
00:58:51: Im letzten Drittel ... Zähren Sie davon, Sie wissen, okay, das dürfen wir, das dürfen wir nicht, das wird gefiffen, das wird nicht gefiffen.
00:59:00: Natürlich heißt das nicht, dass dann im letzten Drittel keine Strafen mehr kommen.
00:59:04: Man
00:59:04: macht ja den anderen Fehler.
00:59:05: Das kann ja schon mal passieren.
00:59:07: Genau,
00:59:07: weil es gibt natürlich immer Situationen, wo ja einfach eine Strafe aus Teamsicht genommen werden muss.
00:59:13: Dieses Haken am freien Tor, der kann ins leere Tor vollenden, die einzige Chance ist, mit dem Stockschlag, mit dem Haken den Gegner daran zu hindern.
00:59:22: Das sind natürlich Strafen, die nimmt jede Mannschaft gerne, um das Tor zu verhindern.
00:59:29: Das passiert dann natürlich auch, aber von unserer Strategie ist es tatsächlich genauso, wie du es eigentlich auch beschrieben hast mit der Linie, dass im ersten Drittel gezeigt wird, okay, das ist heute erlaubt und das nicht und dass das dann über sechzig Minuten ... ja.
00:59:49: so durchgesetzt wird.
00:59:50: Wobei man halt auch sagen muss, ähnlich wie im Fußball, wo immer der gleiche Maßstab angesetzt wird, ist es im Eishockey halt auch dadurch, dass du viel mehr Aktionen ja hast.
01:00:07: Unterschiedliche Schiedsrichter auch immer wieder den unterschiedlichen Konstellationen.
01:00:12: Die Anzahl an Zweikämpfen ja deutlich höher ist, ist es natürlich auch so, dass wenn es ein enge Spiel ist, dass dann unser Anspruch auch ist, dass die letzten Strafen im Spiel auch wirklich extrem gute starke Strafen von unserer Seite sind.
01:00:32: Also Strafen, wo gesagt wird, okay, hier gab es keine andere Wahl.
01:00:36: Das war das Haken im Slot.
01:00:38: Das war das Halten.
01:00:39: Das war eine gefährliche Aktion.
01:00:40: Check gegen den Kopf, die immer bestraft werden müssen, wo wir jetzt wieder beim Halten in der neutralen Zone sind.
01:00:49: Das wäre so eine Strafe, wo man sagt, naja, war die jetzt wirklich so stark und so notwendig zu diesem Zeitpunkt im Spiel.
01:00:59: Entwicklung im Icehockey ist mittlerweile auch der Videobereiß.
01:01:04: Der ja auch regelmäßig, tatsächlich, wenn wir mal auch noch fünf Jahre zurückgucken, da gab es ihn eigentlich nicht.
01:01:11: Jetzt wird er wirklich regelmäßig genutzt, nicht nur bei Tor-Situationen, glücklicherweise auch bei Strafen, die passieren.
01:01:17: Jetzt muss man immer sagen, Je nach Format des Spiels habt ihr bestimmte Kameraperspektiven bestimmte aber auch nicht, die euch teilweise mal helfen würden.
01:01:27: Insgesamt aber.
01:01:29: Genießt du, dass du mittlerweile mehr zurückblicken kannst auf ein TV-Bild, was dir gegeben wird im Spiel, um nochmal zu gucken, habe ich das wirklich richtig gesehen?
01:01:39: Oder ist das für dich eher, was die Tatsachenentscheidung anbelangt, die du selber erlebt hast?
01:01:44: Ist das ein Grund, wo du sagst, nee, ich brauche das eigentlich
01:01:47: nicht.
01:01:48: Ne, absolut.
01:01:49: Befürworter des Ganzen.
01:01:52: Gerade weil wir auch einen klaren Katalog haben, wann wir eben den Videobeweis konsultieren dürfen und wann eben nicht.
01:02:01: Und letztendlich ist es ja nur bei großen Strafen oder bei der Zwei plus Zwei hohen Stocksituation mit einer Verletzungsfolge der Fall, dass wir den Videobeweis nutzen.
01:02:14: müssen bei einer großen Strafe und bei der zwei plus bei ihnen nutzen können.
01:02:21: Und da sind wir bei dem Thema, dass das Entscheidungen in Realgeschwindigkeiten nie perfekt sind.
01:02:26: Wir geben uns einfach die Chance, weil wir auch wissen, dass mit dieser Entscheidung einer großen Strafe, dass einen großen Einfluss auf das Spielgeschehen haben kann, haben wird.
01:02:41: Sprich, wir sind da sehr dankbar drüber, dass wir uns die Bilder dann einfach nochmal anschauen dürfen.
01:02:47: Und da ist es vielleicht auch nochmal wichtig zu erwähnen, dass wir nicht nach Lust und Laune einfach zum Videobeweis gehen können, sondern einer der vier Schiedsrichter und da sind auch die Linienrichter damit einbezogen, müssen auf dem Eis eine große Strafe oder eben die zwei plus zwei Strafe erkannt haben auf dem Eis.
01:03:06: Deswegen stehen wir öfter auch mal zusammen und besprechen uns.
01:03:10: Und wenn einer der Kollegen dann sagt, für ihn aus seiner Sicht haben wir eben eine große Strafe, erst dann können wir zum Videobeweis gehen und diese überprüfen.
01:03:22: Also wir können nicht einfach mal schauen, da liegt ein verletzer Spieler, keiner weiß warum und wir gehen zum Video.
01:03:27: Das ist nicht der Fall, sondern es muss einer der vier Schiedsrichter auf dem Eis eine große Strafe wahrgenommen haben und dann können wir zum Videobeweis gehen und diese überprüfen.
01:03:39: haben.
01:03:39: Dann, Gott sei Dank, die Möglichkeit, sämtliche Strafen auszusprechen, sprich auch Strafen zu reduzieren oder eben ganz zu känzeln, wenn man sieht, okay, das war vielleicht der eigene Mann.
01:03:53: Wenn wir auf die Entwicklung ebenfalls schauen, ist der Disziplinarausschuss der Deutschen Einzelkieliger immer wieder der, der letztendlich nachgegebenen Strafen von euch dann Strafmaß festlegt.
01:04:06: Aus deiner Sicht.
01:04:07: Die richtige Entscheidung, also sich im Nachhinein damit noch mal zu beschäftigen und dann zu entscheiden.
01:04:13: Früher, auch da reden wir noch mal drüber, in den neunzigern, zweitausender Jahren war es halt immer so, ihr auf dem Eis musstet entscheiden und sagen, okay, in die Richtung geht es für ein Spieler, hast du Spieldauer, Disziplinarstrafe, kommt da ganz drum rum oder hast du gar nicht mehr Strafe?
01:04:28: Korrekt, genau.
01:04:29: Also... Ja, also erstmal um die erste Teilfrage zu beantworten deinerseits.
01:04:35: Ja, ich bin da sehr dankbar drüber, dass wir dieses Department of Player Safety-Dops abgekürzt bei uns haben.
01:04:46: Das findet eigentlich in jeder Europäischen und natürlich auch in der NHL statt, die halt so ein Komitee mittlerweile haben.
01:04:56: Und da sind wir absoluter Befürwörter von, sprich, wir haben auf dem Eis die Metsstrafe, die gibt es nicht mehr für uns, sprich die höchste Strafe, die wir aussprechen, ist eben die fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe, die ja für das aktuelle Spiel, in dem wir uns befinden, das gleiche Resultat hat, wie die Metsstrafe, sprich die Mannschaft geht fünf Minuten in Unterzahl und der betroffene Spieler darf das Spiel nicht fortsetzen.
01:05:23: Das ist bei der Metsstrafe ja genauso.
01:05:25: Und wie du richtig gesagt hast, früher musste man dort halt auf dem Eis in der Tatsachenentscheidung entscheiden, okay, hat dieses Faul jetzt Potenzial für weitere Spielsperren.
01:05:39: Und ich finde, das kann, was heißt das, kann keinen Schiedsrichter leisten.
01:05:44: Aber da finde ich, sind wir sehr dankbar, dass es halt dafür ein Komitee gibt, die relativ viele Einflussfaktoren Wiederholungstäter, Historier des Spielers, Arztberichte von verletzten Spielern werden berücksichtigt und so weiter.
01:06:03: Die haben viel mehr Wissen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen, als wir es aktuell auf dem Eis könnten.
01:06:11: Also sind wir absoluter Befürworter und das ist für mich ein Riesenmehrgewinn, dass da dann im Fußball, würde man sagen, am grünen Tisch letztendlich entschieden wird.
01:06:23: wie die Strafe ausfällt.
01:06:25: Also sind dann letztendlich wie vor Gericht, richter die Argumente
01:06:31: dafür und
01:06:33: dagegen haben, sich austauschen und dann wird halt entschieden, okay, wird ein Spieler längerfristig gesperrt, ist die Strafe ausreichend, auch das ist ja der Fall, dass manchmal gesagt wird, nein, die fünf plus Spieldauer war korrekt, der Spieler wird nicht weiter gesperrt oder es gibt halt eben weitere Spielsperren.
01:06:51: Aufgrund von, wie gesagt, Historie, Schwere der Verletzung und solche Kriterien.
01:06:57: Ein letztes Thema würde ich gerne noch ansprechen.
01:06:59: Und das ist genau das, was wir hier tun, reden miteinander über Dinge.
01:07:05: Es ist so in der deutschen Icehockey-Liga, dass ich auch der Überzeugung bin, dass man nicht über jede Schiedsrichterentscheidung reden kann.
01:07:13: Aber wir wissen alle, es gibt manchmal im ein oder anderen Spiel Dinge, die haben so nachhaltigen Einfluss, dass man da unglaublich lange darüber redet.
01:07:23: Da würde ich mir wünschen, ehrlicherweise, dass man darüber dann mal tatsächlich reden kann.
01:07:28: Auch kurzfristig nach einem Spiel.
01:07:29: Emotionen sind nie gut, alles klar, wissen wir alle.
01:07:31: Oder zumindest mal im Nachgang auch eine Stimme von euch hört.
01:07:35: Das ist nicht der Fall.
01:07:37: Da frage ich nach deiner persönlichen Überzeugung, ich hoffe, du kannst eine Antwort geben.
01:07:40: Bedauerst du das manchmal, dass es nicht so ist?
01:07:43: Ich muss ganz ehrlich sagen, die Aufklärung zu leisten, manchmal nach so einem Spiel mit einer Aussage, was hat der Schiedsrichter gesehen, was hat er erlebt und warum hat er das getan?
01:07:52: würde, auch wenn er mal was falsch macht, sprachen ganz am Anfang über diese menschlichen Faktor, manchmal würde es helfen, auch diese Fronten, die es ja immer noch gibt, so ein bisschen anders darzustellen.
01:08:06: Ja, absolut.
01:08:07: Also ich glaube, das Wichtigste, was du angesprochen hast, ist der Abstand zu der Situation.
01:08:13: Ich glaube, der tut allen Beteiligten immer gut und ist wichtig.
01:08:18: Ich glaube, es würde wenig bringen, wenn nach dem Spiel sofort ein Schiedsrichter ans Mikrofon gehen würde und seine Entscheidung dann erklären würde.
01:08:34: Aber prinzipiell bin ich da auch Befürworter von und das ist ja auch eine der Gründe.
01:08:40: warum ich heute bei euch bin.
01:08:43: Wir sind da nicht, wir wollen da auch eine gewisse Transparenz reinbringen und dies ist auch wichtig.
01:08:48: Und mit einem gewissen Abstand bin ich, glaube ich, wer keiner von uns da abgeneigt, gewisse Dinge einfach zu erklären, weil es halt auch Entscheidungen einfach gibt, die leider am Ende des Tages falsch sind, die schwarz falsch sind und dann gibt es halt viele Entscheidungen, die auch da in dem Graubereich sind.
01:09:10: Und da ist eine Erklärung und ich finde das Feedback bisher durch dieses Public Announcement sehr positiv.
01:09:19: Auch da haben wir Schiedsrichter jetzt schon die Möglichkeit nach einem Video Beweis, zumindest eine kurze Erklärung, dem Publikum mitzuteilen.
01:09:29: Das finde ich extrem wichtig und ich glaube, das hilft auch eben nicht nur zu sagen, ja, nach dem Video Beweis haben wir jetzt ein Tor, sondern was haben wir uns angeschaut.
01:09:38: lag eine Teuterbehinderung vor, haben wir nach einem hohen Stock geguckt und so weiter.
01:09:44: Auch du kennst das am Mikrofon, dass du manchmal nicht immer sicher bist, was schauen sich die Schiedsrichter denn jetzt an?
01:09:52: Und da finde ich ist dieses Public Announcement halt ein super Tool, was wir Schiedsrichter halt auch nutzen, nutzen sollen, dann eine Erklärung halt im Stadion zu verkünden, um da einfach eine gewisse Transparenz reinzubringen.
01:10:08: Und genauso kann ich mir das auch vorstellen, dass mit einem gewissen Abstand Dinge einfach angesprochen werden könnten.
01:10:15: Ich glaube,
01:10:16: du hast halt, wenn es jetzt dann wirklich in die Öffentlichkeit geht, sicherlich, ja, das will dann auch nicht jeder hören, gerade wenn es jetzt Entscheidungen sind, die gegen die eigene Mannschaft gehen.
01:10:28: Wir haben jetzt auch schon über das Thema öffentliche Beurteilung generell gesprochen, gar nicht mal nur von Schiedsrichtern, sondern... Sagen wir mal, vieler Orts und aller Protagonisten geht es um TV-Kommentatoren, da geht es um die Leistung der Mannschaften, Spieler, Trainer, Ausstellungen, Chiris, Social Media, was weiß ich nicht alles.
01:10:47: Ich
01:10:48: wäre auch ein Fan davon, sich davon ein bisschen freizumachen, dass dann sicherlich ein paar Leute ganz laut schreien würden, der so seine Fresse halten, der hat keine Ahnung und beim nächsten Mal singe ich jetzt wieder was gegen den Schiedsrichter, sondern einfach ... Die Leute, die mitgenommen werden wollen und ich glaube von denen gibt es sehr, sehr viele da draußen.
01:11:06: Ich glaube auch deshalb, ich finde es immer sehr, sehr interessant, sich da so auszutauschen, denen dieses Angebot auch zu machen.
01:11:14: Es ist natürlich ein gewisser Aufwand.
01:11:16: Es ist auch nicht für jeden was, muss man vielleicht auch was dazu sagen.
01:11:19: Ich glaube schon, dass der eine oder andere ... Sieht man ja auch beim Fußball noch extremer, da sprechen sie ja in ganzen Stadien vor.
01:11:25: Da sind
01:11:25: es aber auch alle Bundestainer, ne?
01:11:27: Hier sind nur Vereins.
01:11:29: Richtig.
01:11:29: Aber ich sag mal, vor achtzigtausenden Dortmund ist dann nochmal ein Next-Level-Shit, als jetzt vor zwanzigtausenden Köln und so.
01:11:37: Oder auch jetzt.
01:11:38: Ich würde hier ungern vor fünftausend irgendeine unpopuläre Entscheidung dann auch machen.
01:11:42: Das ist nicht für jeder man was zerstört.
01:11:45: Aber ich glaube, insgesamt, wie du schon sagst, ist man da auf einem vernünftigen Weg.
01:11:49: Und ich glaube auch, dass wir mehr Schieres hören sollten.
01:11:53: Aber auch nicht direkt nach dem Spiel.
01:11:54: Das funktioniert nicht.
01:11:55: Das
01:11:55: ist alles total in Ordnung.
01:11:57: Das kann ja auch über andere Wege mittlerweile lösen.
01:11:59: Aber zu erfahren manchmal, warum diese Entscheidung so war, um auch, das ist ja das Wichtige, verteilen zu können und zu sagen, okay, so wie er es mir erklärt hat, kann ich das nachvollziehen, was er gesehen hat und damit ist es für mich auch in Ordnung, weil wir reden am Ende nur ... über Menschen.
01:12:17: und das der entscheidende Faktor.
01:12:19: Ich habe jetzt das letzte Frage, ich habe jetzt noch zwei Themen.
01:12:23: Zum einen das, was ich gerade nach hinten gestellt habe, weil ich wusste, dass es mir dann nicht mehr darauf zurückkommt, das habe ich schon mal kurz hingeziesert.
01:12:31: Ehemalige Mitspieler, denen du dann jetzt als, sag ich mal, Schiri, weiß ich nicht, sagt man Gegenüberstandes, mit denen du dann gemeinsam auf dem Eis standest, ist ja sicherlich auch eine besondere Situation, oder?
01:12:42: Ja, total.
01:12:42: Also gerade am Anfang In meiner Schiedsrichter-Laufbahn waren es natürlich deutlich mehr irgendwie noch.
01:12:49: Mittlerweile bin ich auch, obwohl ich ja erst, möchte ich sagen, sechsunddreißig bin, oft älter als sämtliche Spieler.
01:13:02: Genau, aber natürlich hatte man früher auch mal Spieler, mit denen man halt selber zusammengespielt hat oder mit denen man groß geworden ist.
01:13:10: Man kannte sich aus unterschiedlichen Teams.
01:13:14: Da stirbt jetzt gerade einfach altersbedingt so ein bisschen aus tatsächlich.
01:13:19: Und ja, das war aber nie ein Problem tatsächlich.
01:13:26: Also das ist das, was ich vorangestellt hatte.
01:13:31: Wir wollen Eckspieler, wir wollen dieses Hockey-Knowledge, was man sich aufgebaut hat.
01:13:37: Das wollen wir erhalten und in den Schiedsrichterbereich transferieren.
01:13:42: Und dann geht's ja nur so.
01:13:43: Also ich kann ja nicht sagen, ich will ehemalige Profispieler oder ich will gute Hockey-Spieler haben und die zur Schiedsrichter machen und dann sagen, ja, aber mit dem und dem hast du zusammengespielt.
01:13:55: Das funktioniert nicht.
01:13:57: Das funktioniert nicht.
01:13:57: Dann müssten wir einen europäischen Austausch haben und die deutschen Pfeifen in Schweden und die Schweden in Deutschland und ... Nee, von daher, das ist eigentlich nie ein Problem gewesen.
01:14:11: Ja.
01:14:12: Genau.
01:14:12: Eigentlich eher positiv.
01:14:14: Schön, dass man sich wieder sieht.
01:14:16: Was sind das für Jungs dann noch von früher?
01:14:19: Der letzte Aktiv ist tatsächlich Dustin Strahlmeier.
01:14:22: Genau.
01:14:23: Und den Andre Hübscher, mit dem hatte ich lange zusammengespielt noch.
01:14:29: Genau.
01:14:30: Und tatsächlich... Tatsächlich war es das dann, glaube
01:14:34: ich, schon etwas länger her.
01:14:35: Ja,
01:14:37: genau.
01:14:38: Thorsten Ankhardt fällt mir gerade noch ein.
01:14:40: Also ja, so ein Paar, wie gesagt, die gibt es oder gab es.
01:14:48: Ja, aber wie gesagt, das war eher, das sind wir bei dem Thema schön, ja, die Persönlichkeit, die dann auch in dem Vordergrund steht.
01:14:57: Und lieber, glaube ich, hat man jemanden auf dem Eis, zu dem man schon mal kennt, wo man vielleicht auch eine persönliche Beziehung zu hat als jemand, der extern nur dazu geholt wurde.
01:15:10: Und zweite Frage, wie schwierig oder gefährlich ist es vielleicht auch manchmal?
01:15:16: nicht vom Puck getroffen zu werden.
01:15:20: Weiß
01:15:20: nicht, dann geht die Scheibe auf der einen Seite in die Rundung und der Schiri steht dann da, kriegt die irgendwie ans Bein, ich denke mir so jetzt musst du doch checken, aber ist dann wieder wahrscheinlich genau dieses Thema, der hat wahrscheinlich gerade eine andere Szene noch im Blick gehabt.
01:15:32: Ja, seit letztes Jahr März bin ich ja leider auch Betroffener.
01:15:36: Genau, ich komme tatsächlich gerade wieder vom Zahnarzt.
01:15:39: Ich habe jetzt die Diagnose bekommen, dass die anderen beiden Schneidezähne jetzt auch noch abgestorben sind.
01:15:48: Ja, das ist extrem schwer und genau das ist es halt eben.
01:15:53: Wir gucken häufig nicht auf den Puck, gerade am Tor.
01:15:57: Also der Klassiker oder das Schlimmste, ich klopfe auf Holz, ist eigentlich, dass der Schiedsrichter, der am Tor steht, halt wie gesagt Torraumslot fokussiert ist.
01:16:06: Und dann kommt halt von der blauen Linie einen Schlagschuss mit über hundertsechzig kmh.
01:16:12: Der sollte schon sein Ziel treffen und wenn er das eben nicht tut, durch eine Deflection oder weil er verzogen hat, kann das natürlich bitter-böse enden.
01:16:27: Es passiert immer wieder mal in den seltensten Fällen ganz, ganz schlimm.
01:16:33: Ich hoffe, das bleibt so.
01:16:36: Aber klar, es ist natürlich ein extrem großer Part bei uns.
01:16:39: Nicht nur der Puck hier auch den Spielern ständig auszuweichen.
01:16:45: Da muss man halt viel Schlittschuh laufen, aktiv sein.
01:16:51: Und auch da ist es miteinander.
01:16:53: Die Spieler wissen ja, wo wir stehen.
01:16:56: Wir haben ja auch einen Mund und da kommt ein kurzes Hats ab und Achtung, ich stehe hinter dir und dann funktioniert das auch in den allermeisten Fällen.
01:17:04: Aber wie gesagt, auch die Spieler stürzen mal, rutschen mal weg, den rutschen man puk ab und dann kann es halt auch mal schmerzhaft werden.
01:17:13: Also wie die Spieler eigentlich auch, wir haben ja auch kaum Schutz als Schiedsrichter.
01:17:17: Da stimmt.
01:17:18: Ja, eigentlich von August bis Mai ist man dann doch öfter grün und blau, aber das gehört halt dazu.
01:17:26: Sagt die EL-Profi-Schiedsrichter Andre Schrade heute im Gespräch mal bei Kühe, Schweine, Isalonen.
01:17:31: Wir haben es ja genossen.
01:17:32: Und wir wissen sehr zu schätzen, dass du den Weg gemacht hast, aus dem Weinentferntenbohrom.
01:17:36: Zu uns ja an der Seite.
01:17:39: Um ein bisschen zu klaudern.
01:17:40: Danke, André.
01:17:41: Vielen Dank für die Einladung.
01:17:42: Vielen Dank.
01:17:43: Ein Bauer stand in Sauerland und dachte drüber nach das totgesachte länger Leben.
01:17:49: Freut euch
01:17:50: auf Kühlschweine-Islamon, den Radio-MK Rustas-Hocke-Podcast.
01:18:04: Das
01:18:11: sagst
01:18:14: du
01:18:21: noch.
01:18:21: Tschüss.
01:18:21: Tschüss,
01:18:22: Felix.
01:18:23: Tschüss, Mirko.
01:18:24: Rutscht gut rein.
01:18:25: Wenn wir das jetzt wirklich zwischen den Jahren und
01:18:26: Spielen... Genau, ansonsten ein gutes neues Jahr.
01:18:28: Bleibt gesund.
01:18:30: Wünschen wir Rückblingende und frohes neues Jahr.
01:18:32: Auf jeden Fall war es eine schöne Folge
01:18:33: für uns.
01:18:34: Ja, allerdings.
01:18:35: Bleibt gesund, das ist das Wichtigste.
01:18:37: Bis dann.
01:18:37: Ciao.
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