Folge 118: Über Brück, hässliche Glaspräsente und die Bedeutung der Roosters.

Shownotes

Diese Folge hatten die Jungs schon lange in Planung. Ergeben hat sich das Gespräch aber lange nicht. Seit dieser Woche hat sich das geändert. Sasche Fligge war mal Reporter der Westfälischen Rundschau in Iserlohn. Es war damals, in den letzten Tagen des ECD und zu Beginn der IEC-Historie. Mittlerweile ist der Mann Direktor Kommunikation bei Borussia Dortmund. Zugegeben, regelmäßig schafft er es nicht am Seilersee vorbeizuschauen, trotzdem ist die alte Liebe noch immer ein besonderes Thema auch in Fligges Leben. Regelmäßig zuzuschauen, wenn die Roosters auf dem Eis stehen, versucht der Schwarz-Gelbe noch immer. Gemeinsam mit Felix und Mirko spricht Fligge aber nicht nur darüber, sondern über die Mechanismen des Sports, die Frage ob Spieler auch mal lustlos aufs Feld oder Eis gehen und er redet Klartext, aus Fansicht, über Clubchef Wolfgang Brück. Zusätzlich gewinnt man einen Einblick in einen der spannendsten und begehrtesten Jobs im deutschen und europäischen Fußball. Auch blau-weiße Fußball-Fans sind herzlich eingeladen, diese Folge von Kühe. Schweine. Iserlohn. zu hören.

Diese Folge des Podcasts Kühe. Schweine. Iserlohn wird Euch präsentiert von böhm Kabel.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hast du es geguckt oder nicht?

00:00:01: Was denn?

00:00:02: Sonntag in der Mitte.

00:00:03: Ja, selbstverständlich.

00:00:05: Ich

00:00:06: habe es ja nicht gesehen.

00:00:08: Ich habe nur Freitagabend gesehen, das war nicht schön.

00:00:11: Ja, das war ja schön am Ende dann leider nicht mehr, aber insgesamt

00:00:18: durchaus

00:00:18: kurzweilig.

00:00:19: Naja, aber auch wenn man darauf geguckt hat, dass man sich und setzt sich mal eine gewisse Weiterentwicklung eurer Mannschaft gewünscht hat, dann hat man das zumindest bekommen.

00:00:30: Ja, es ist so ein bisschen... Du hättest jetzt, wenn man das Ingolstadt-Spiel gesehen hat, hättest du jetzt wahrscheinlich nicht gedacht, dass dann so ein Spiel in Spending folgt, wo du halt jetzt dann nach fünf Treffern und einem durchaus sehr überzeugenden Auftritt in der Offensive dann wieder die Null steht.

00:00:51: Es ist so ein bisschen die Geschichte bisher.

00:00:54: Du machst einen, teilweise sogar zwei Schritte nach vorne, auch in Spielen.

00:00:59: Und am Ende dann aber auch einen oder zwei oder vielleicht dann sogar mal drei zurück, sodass du dann am Ende mit, ja gut, das war ein Punkt am Wochenende.

00:01:10: Ich glaube, wir sind uns auch alle einig, dass die Spielverläufe mehr hergegeben hätten als dieser eine Punkt.

00:01:18: Und so stehst du dann am Ende da, wo du stehst.

00:01:22: Ja,

00:01:24: ich weiß nicht, was ich dazu sage.

00:01:28: Wir werden ja gleich nochmal darüber sprechen.

00:01:32: Ich glaube schon, dass die Reaktion aus unserer sportlichen Leitung, und ja, Franz spricht da, aber ich glaube, der spricht ja auch für alle Beteiligten, dann schon auch zeigt, dass man an der einen oder anderen Stelle vielleicht dann doch ein bisschen mehr in Reihe sein muss, um sich dann auch zu belohnen, weil wir können uns das einfach nicht leisten, so ehrlich muss man sein.

00:01:58: Kannst du dir auch nix von kaufen, dass du nach einer halben Stunde mit drei Toren gegen den ja wahrscheinlich das Team der Stunde führst, weil es ist genauso klar, dass die jetzt nicht einfach aufhören werden zu spielen.

00:02:08: Und das gleiche gilt für Schwenningen, wo es ja gewiss, dass es da eklig wird und du bist im Spiel und dann.

00:02:14: Ja, der Schlimme ist also, das steht ja in Schwenningen.

00:02:17: Also ich habe nur die Highlights gesehen, steht null zur Eins aus deiner Sicht.

00:02:25: Geh es ins zweite Drittel.

00:02:27: Und hast eigentlich alles, was du willst.

00:02:30: Du hast ja Chancen.

00:02:32: Ja, es ist ja nicht so, als würdest du das nicht machen.

00:02:36: Und dann eiern so ein Ding da rein.

00:02:38: Und der Letzte ist ja, empty net, den zähle ich ja gar nicht.

00:02:41: Aber davor ist es halt, ja, du kriegst dann das zwei Null in so einer Druckphase.

00:02:46: Fakt ist, wie so häufig, du musst dann auch einfach mal das Tor machen.

00:02:50: Wir haben vier Überzahl-Situationen.

00:02:54: Das ist auch... So, da wird dir auch jeder Recht geben, wenn du damit den Jungs da unten sprichst.

00:03:00: Sie sagen genau das Gleiche.

00:03:02: Naja, dann frage ich mich ja, warum Franz sehr anscheißen muss.

00:03:05: Weil es, glaube ich, auch um Situationen geht, wo du dann eben anstatt dessen das Nullzweig kriegst oder gegen Ingolstadt eben diese drei Toreführung relativ fix auch wieder dahin ist.

00:03:18: Weil ich weiß jetzt gar nicht, worum es da geht, konkrete Szenen.

00:03:22: Es ist ja auch das, was er sagt.

00:03:24: dass viele Dinge in der Entstehung da anfangen, was man gar nicht so sieht am Ende, was teilweise in den Highlights, wenn du zum Beispiel sagst, gar nicht stattfindet, weil da jemand seinen Mann nicht hatte oder ein Fortschreck durchgefallen ist oder was auch immer, aber dass das natürlich Themen sind, die es intern aufzuarbeiten gilt und dass man sich da schon ein bisschen mehr an die Vorgaben halten sollte, die ich nach wie vor, wenn man sich so anguckt, wie wir spielen, wie wir spielen können.

00:03:55: die ich nicht für falsch halte.

00:03:59: Da kannst du jetzt auch noch mal was zu sagen.

00:04:03: Sag ich mal, Miko, du bist so still.

00:04:06: Ich habe langsam einfach... Ich verstehe es nicht mehr.

00:04:16: Also, ich verstehe, dass du auswärts vielleicht nicht mit dem gleichen Enthusiasmus angetrieben zu Werke gehst.

00:04:26: Dann guckst du das an und du siehst... Streckenweise ein vernünftiges Spiel.

00:04:33: Los in der letzten Konsequenz sehe ich nichts.

00:04:36: Manchmal.

00:04:37: Was ich mir wünsche zumindestens im Hinblick auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

00:04:42: Also das ist einfach der Punkt.

00:04:45: Das

00:04:45: mein ich.

00:04:45: Du machst viele Schritte nach vorne.

00:04:47: Du machst aber auch in den Situationen auch den ein oder anderen dann wieder zurück.

00:04:52: Das ist die Wahrheit.

00:04:54: Und das wäre halt ganz cool, wenn man das dann mal nicht machen würde.

00:04:59: Wie gesagt, dann geht es ja auch ganz schnell.

00:05:02: Gut, jetzt müssen wir noch mal dazu bedenken, dass wir in den letzten zwei Jahren gesehen haben, dass Mannschaften sich finden müssen und dass die Salonros das immer geschafft haben, so ab Dezember sich zu finden.

00:05:14: Manchmal auch ein Haus später.

00:05:15: Kannst du dich jetzt, das ist jetzt auch keine Selbstverschindlichkeit.

00:05:18: Nein,

00:05:18: aber ich sage mal so, das sollte jetzt schon mal passieren.

00:05:23: Definitiv.

00:05:24: Weil

00:05:24: da fallen mir wirklich genug Leute ein, die immer noch nicht da sind.

00:05:28: wo man sie eigentlich sich wünschen sollte, von der Leistungsfähigkeit.

00:05:34: Es mag ja sein, dass einiges nicht können, so wie man sich das gewünscht hat.

00:05:43: Das ist ja okay, das hast du in jedem Jahr.

00:05:46: Aber ich sag mal,

00:05:47: in ein

00:05:47: paar Jungs steckt tatsächlich wirklich noch so viel Weiterentwicklungspotenzial und er hat es nicht verdient vielleicht.

00:05:58: rausgenommen zu werden, aber ich will einfach mal ein Beispiel nennen, ist Tyler Boland.

00:06:04: Ich schätze ihn wirklich sehr und ich glaube er ist sehr unzufrieden mit seiner Art und Weise zu spielen.

00:06:11: Und an seinem Beispiel nochmal, es ist jetzt, wie gesagt, völlig wahrlos rausgegriffen, aber ein ziemlich gutes Beispiel.

00:06:20: Vergleichen mal jetzt zu den letzten beiden Jahren, mit welcher Aggressivität er nach vorne gegangen ist.

00:06:29: Gut, die Liga kennt ihn, sie wissen es.

00:06:32: Er war verletzt.

00:06:34: Ist es so, dass er sich Sorgen macht, um was könnte passieren, wenn ich genauso hart reingehe?

00:06:44: Ich habe nicht den Eindruck, ehrlicherweise, dass es jetzt gerade am System krankt bei ihm.

00:06:50: Also selbstverständlich reden wir über ein schwedisches eher defensiv orientiertes Hockey-System.

00:06:56: Auch daran kann man prinzipiell etwas Negatives sehen oder man kann es nicht mögen.

00:07:03: Aber wenn ich jedes mal nur mit einem Tor Unterschied verliere, dann kann es so falsch nicht sein.

00:07:10: Ein oder zwei, also wie gesagt nochmal jetzt auch am Wochenende wieder.

00:07:15: Fünf, sechs und eigentlich null zwei, das null drei zähle ich nicht.

00:07:20: Was ist, wofür steht das gerade?

00:07:23: Und das ist das, was ich genau meine.

00:07:27: Was passiert, wenn Herr Bohlendt Wieder seine Qualität findet im Hinblick auf das, was ihn sonst ausgezeichnet hat.

00:07:34: Dann wird die Meinenschaft ja eine deutliche Leistung Steigerung erfahren, wenn es den anderen auch gelingt.

00:07:43: Und das sind die Momente, die kann ich nicht verstehen.

00:07:45: Was ist jetzt total einfach zu sagen, Trainer kann es nicht.

00:07:50: Okay, der Meinung kann man ja sein.

00:07:53: Also ich bin ich bin anderer meinung.

00:07:55: das ist ja ich will das nicht.

00:07:57: gesagt das pauschal ich sage ja nicht das meine meinung ist.

00:07:59: aber du kannst natürlich sagen der kann es nicht weil sie verlieren.

00:08:02: ok akzeptiert jetzt könnte man auch sagen der fritz meyer kann es nicht weil sie verlieren.

00:08:09: vielleicht hat er die falschen leute eingekauft.

00:08:12: ich sage jetzt mal ok man darf wieder diese alte gelte martin nicht vergessen.

00:08:16: und die roosters auch das kann ich nur noch mal sagen sind auch was die Geldrangliste anbelangt, nicht besser als ihre Platzierung sportlicher Natur.

00:08:30: Das kann ich alles verstehen.

00:08:31: Was ich nicht verstehe, ist, warum diese Jungs, und ich habe Teilen nur als ein Beispiel genannt, nicht mal langsam in die Richtung kommen.

00:08:42: Und jetzt sind wir bei dem einzigen Punkt, wo ich sage, die Weiterentwicklung eines Spielers, eines individuellen, einer individuellen Persönlichkeit.

00:08:52: Dafür sind am Ende auch die Trainer verantwortlich.

00:08:55: Das ist das, wo man für mich im Moment einen Kritikpunkt ansetzen kann und man muss sehen, ob er sich erfüllt oder ob er sich nicht erfüllt.

00:09:07: Also, wie sehr für mich außer Frage Besserungen entsteht genau dann, wenn die Jungs eine Konstanz finden und ihr Potenzial vielleicht.

00:09:18: vielleicht ausschöpfen, gilt, glaube

00:09:19: ich, für... Aber erstmal sind sie auch selber verantwortlich.

00:09:21: Genau, genau.

00:09:22: Es gilt, glaube ich, für die, also für die gesamte Mannschaft mit einigen, ganz wenigen Ausnahmen, das Thema Konstanz, das auf ein sehr gutes Spiel, dann vielleicht nicht so gutes oder nur eine Unaufmerksamkeit oder sonst irgendwas folgt.

00:09:35: Ich weiß, wenn Sie jedes, jedes Wochenende einmal drei Punkte und einmal verlieren... Würden wir auch nicht diskutieren.

00:09:42: Also darüber geht es aber, dass du diese Konstanz, dieses Potenzial ausschöpfen, ein bisschen konstanter reinkriegst.

00:09:49: und passiert das nicht in den nächsten Wochen, sage ich jetzt mal.

00:09:55: Dann ist die Frage, die du jetzt gerade sagen, wenn man perspektivisch in den Raum stellt, sicherlich eine, mit der man sich noch mal beschäftigen muss.

00:10:03: Zum jetzigen Zeitpunkt für mich, ganz persönlich, Ich glaube, ich spreche da auch im Namen der Verantwortlichen, ohne es zu wissen, muss ich an der Stelle sagen.

00:10:12: Wir haben uns jetzt nicht darüber ausgetauscht, aber für mich aktuell überhaupt kein Thema.

00:10:19: Wie gesagt, ich glaube, die Gründe... Du guckst

00:10:23: in die Zukunft quasi, in eine Zukunft.

00:10:26: Also nochmal, ich will gar nicht in die Zukunft gucken, da habe ich überhaupt gar keine Böcke drauf.

00:10:30: Aber faktisch ist nun mal im Moment, gibt es einige Herrschaften, die sind nicht da.

00:10:39: Jetzt muss man immer sehr individuell betrachten.

00:10:41: Warum sind sie es nicht?

00:10:44: Warten wir uns mal ab.

00:10:45: Wir haben heute übrigens eine ungewöhnliche Podcast-Folge.

00:10:49: Ja, wir sind, ich weiß nicht, wer der größte Experte jetzt in dem jeweiligen Bereich ist, über die wir dann zu sprechen.

00:10:57: Größtenteils aber dann schon unser Gast, würde ich mal

00:10:59: behaupten.

00:11:00: Ah, komm.

00:11:01: Weißt du, was wir machen?

00:11:02: Wir fangen einfach mal an.

00:11:29: Wir haben gesagt, heute außergewöhnliche Folge.

00:11:32: Warum?

00:11:34: Ja, weiß nicht, außergewöhnlich.

00:11:38: Wir holen uns auf jeden Fall Expertise dazu in einem Bereich, den ich jetzt auch nicht so interessant finde.

00:11:46: Aus verschiedenen Gründen.

00:11:48: Wir haben mal gesagt, wir versuchen ja auch euch immer wieder außergewöhnliche Blicke aufs Eishock zu ermöglichen.

00:11:54: Das ist ja unsere Herausforderung.

00:11:56: Wir wollen nicht jedes Jahr nur mit den gleichen Spielern sprechen.

00:12:00: Sondern haben auch gesagt, wir laden uns mal ein interessanter Gäste ein.

00:12:02: Einer, Sascha Pflege, der macht was.

00:12:06: Der ist, was hat er denn gerade gesagt?

00:12:07: Direktor, Medien und Kommunikation beim kleinen Fußballclub hier um die Ecke.

00:12:13: Schwarz-Gelb.

00:12:14: Schwarz-Gelb.

00:12:14: Nicht blau-weiß.

00:12:15: Nicht blau-weiß.

00:12:16: In den Sphären auch eindeutig meine preferierten Farben.

00:12:20: Ich bin Schalker, die

00:12:21: uns heute hören.

00:12:23: Da müsst ihr jetzt durch.

00:12:25: Wir haben uns nicht eingeladen, weil ... Er nur vom BVB kommt, sondern weil er was zu sagen

00:12:31: hat.

00:12:32: Ja, als vor allen Dingen auch als gewöhnliche Esalona-Riesen großer Russers-Fans.

00:12:36: Und

00:12:37: gewisse Historie auch mit diesem Club.

00:12:40: Und das ist nicht nur das Einzige, was wir haben, sondern es gibt noch was anderes Neues.

00:12:44: Denn der Zweite von den zwei besten Sponsoren der Welt.

00:12:50: Haben wir jetzt einen anderen Zweiten, quasi neuen Zweiten?

00:12:52: Wir haben einen

00:12:53: anderen Zweiten und freuen uns ja darüber, dass dieser andere Zweite Und wir sehen uns in den nächsten Monaten wieder.

00:13:16: Bei Böhmkabel spielst du mit in einem echt starken Team.

00:13:24: Einsatz, Vertrauen, Leidenschaft.

00:13:27: Das ist unsere Kabinenkultur.

00:13:29: Schon aufgewärmt?

00:13:30: Dann bewirb dich jetzt unter Böhm-Kabel.de und werde Teil unseres Kaders.

00:13:36: Dein Wechsel, dein Spiel, dein Team.

00:13:39: Böhmkabel.

00:13:40: Kabel.

00:13:41: Verbinden Menschen.

00:13:43: Und jetzt viel Spaß bei Kühe, Schweine, Isalon, dem Radio-MK-Ruster-Hockey-Podcast.

00:13:50: Wir haben es euch schon angekündigt, jemanden eingeladen, der hat eigentlich mit Eishockey gar nichts mehr zu tun, hatte aber mal mit Eishockey eine Menge zu tun.

00:13:57: Ich glaube, er hat privat immer noch viel mit Eishockey zu tun, zumindest mit den Rusters.

00:14:03: Eine Liebelei.

00:14:04: Weißt du noch, lieber Sascha Pflege, wann und was in deinem letzten Artikel stand, den du für die WR über ... Ich weiß nicht, das waren schon die Roosters geschrieben hast.

00:14:15: Hast du so irgendeine Vorstellung, oder ist das dann doch zu lange her?

00:14:19: Oh, ich hab keine Ahnung, ehrlich gesagt.

00:14:20: Ich glaub, nach der westfälischen Rundschauk haben dann ja auch die Icehockey News.

00:14:24: Diese Nordredaktion, das war eine Ein-Mann-Redaktion, die ich geleitet habe.

00:14:29: Es nannte sich dann Leiter.

00:14:30: Nordredaktion ist geil,

00:14:31: wenn du ein

00:14:32: Mensch bist.

00:14:33: Ich

00:14:33: will auch Leiter-Öffentlichkeitsarbeit ohne irgendjemand unter sich.

00:14:37: Das ist schon geil gewesen.

00:14:39: Auf jeden Fall, ich erinnere mich jedenfalls daran, da kommen wir zur peinlichsten Geschichte meines Eishockey-Berufslebens.

00:14:46: Ich musste diese Spieler des Jahres-Awards jedes Jahr überreichen.

00:14:50: Und irgendwann haben in Krefeld Christoph Brandner und Brad Purdy, die haben den Preis für den Kanal ein besser Torjäger, irgendetwas bekommen, ein besser Spieler.

00:15:05: Flutlicht, äh, Entschuldigung, Entschuldigung, es war, also Hallenlicht war aus, Wunderkerzen an, siebentausend Leute in Krefeld in der Halle.

00:15:12: Ich weiß gar nicht, wer damals übertragen hat, aber ich war schon auf Sendung und ich kam dann aufs Eis mit meinen Leder-Schücheln und dann hat mich der, der Dove-Pingween da irgendwie ungerammt.

00:15:22: Ich

00:15:22: bin Käffin.

00:15:25: Ich bin aufs Eis geflogen, hatte zwei riesige Kristallglaspräparate.

00:15:30: Richtig hässlichen Dinger.

00:15:32: Dann richtig hässlich, aber echt sehr schwer und gefühlten halben Meter hoch.

00:15:37: Die sind in eine Milliarde Scherben zerbrochen.

00:15:40: Das Eis musste neu aufbereitet werden.

00:15:43: Das Spiel begann mit einer viertelstündigen Verzögerung.

00:15:47: Und ich stand am nächsten Tag, glaube ich, im Kölner Express mit der Aktion.

00:15:50: Also das müsste eine der letzten Aktionen gewesen sein.

00:15:52: Ich weiß es nicht mehr genau, aber wir finden mir heute noch ab und an.

00:15:55: Du

00:15:55: bleibst aber, dass das Muskottchen schuld war.

00:15:59: Oder hättest du dir auch ein paar Spikes unterklemmen können?

00:16:01: Also ich

00:16:01: glaube, in dem Fall war es... Ja, das war schon das Maskottchen.

00:16:06: Ich glaube, ich das wollte das auch unbedingt.

00:16:08: Ich bin mir relativ sicher.

00:16:10: Im nächsten Jahr musste ich noch einmal den Preis verleihen.

00:16:12: Das war Dave McElwayne in Köln.

00:16:15: Ich habe aber schon gesagt, ich mache das nicht, ohne dass sie da irgendwie so ein Teppich ausrollen.

00:16:19: Und dann stand ich zumindest auf dem Teppich und nicht auf dem Eis.

00:16:21: Mittlerweile macht die Deutsche Eishockey League das auch.

00:16:23: Alleine und für sich.

00:16:24: Also die haben die gute Idee, der iSocket News von damals geschlauert.

00:16:27: Spieler des

00:16:28: Monats wird immer noch persönlich primiert, aber das ist dann auch abseits des Spielgeschehens.

00:16:35: Da machen wir dann ein Foto.

00:16:37: Kriegt ihr aber nicht so oft gerade?

00:16:39: Ja, haben wir aber schon.

00:16:41: Sollten das eigentlich?

00:16:42: Guck mal, der fängt gleich gut an.

00:16:44: Ja, das ist halt das typische Fender sein, ne?

00:16:48: Das ist total toll, dass es Fender sein ist.

00:16:50: Ich habe mein Icehockey Highlight des Jahres schon hinter mir.

00:16:53: Ich habe das letzte Stanley Cup-Finale gesehen in Fort Lauderdale.

00:16:58: Da haben wir in den USA die Verklapp-Gold-Cup gespielt.

00:17:01: Und der liebe Kollege Lars Ricken, ich werde ihm auf ewig dankbar sein, der hat keinen Besorgung für den Stanley Cup-Finale.

00:17:08: Und das war dann auch in der Tat das letzte Spiel.

00:17:11: Du warst so live im Stadion, wir sehen das mit.

00:17:12: ... spektakulären

00:17:14: Inhalt.

00:17:15: Nein, ich war halt für die andere Mannschaft.

00:17:17: Das war so ein bisschen doof.

00:17:20: Warum nur,

00:17:20: ne?

00:17:21: War halt klar für Edmonton, aber ... ... nach drei, vier relativ teuren Bier in der Arena ...

00:17:27: Was kostet das da?

00:17:28: Das

00:17:28: war brutal.

00:17:28: Dann

00:17:29: nix unter zehn Dollar.

00:17:30: Nein, zehn Dollar, seid ihr verrückt.

00:17:32: Also ich glaube, ich habe für drei Bier beim Stanley Cup-Finale, da bist du aber mit Trinkel, das du ihr geben musst, dann ... ... zwangstverhaftet.

00:17:39: Da war es, glaub ich, bei siebzig Dollar.

00:17:42: Ja gut, aber wo habt ihr den gesessen?

00:17:43: Also ich meine, ich war letztes Jahr noch in Edmonton und da war ich glaube zwölf Dollar für ein Kanadien.

00:17:50: Also da war es nicht so, vielleicht war es auch dem Finale geschuldet, aber wir hatten gute Plätze aber hinter Tor.

00:17:56: Also keine VIP-Plätze oder so.

00:17:58: Dann war es tatsächlich Stanley Cup-Aufpreis.

00:18:01: Ich glaube für das Ticket hätten wir hinter, ich habe es abends mal geschaut.

00:18:04: Vorm Spiel, wenn wir es ja dann bezahlen müssen, wir müssen es Gott sei Dank nicht bezahlen.

00:18:10: Ich habe zweitausend Dollar gezahlt oder so.

00:18:12: Das Ticket.

00:18:12: Wann aber eingeladen habe ich vom Besitzer der Rollers damals.

00:18:16: Ja.

00:18:16: Gut, da weiß ich ja, wo ich zukünftig mal anrufen kann, wenn ich mal Tickets brauche.

00:18:21: Auf jeden Fall haben wir dann wieder Geld für Bier.

00:18:23: Ja, okay.

00:18:25: Das ist definitiv.

00:18:25: Wollte ich

00:18:26: sagen, also an euch haben die keinen Gewinn gemacht, ne?

00:18:29: Wenn du, wenn du, alles okay im Fußball man nebeneinander legst.

00:18:34: Und du ab und zu noch mal diese Eishockey-Strukturen, selbst in der NHL, also ich meine, wir reden über den etwas anderen Professionalisierungsgrad, das brauchen wir jetzt nicht wegdiskutieren.

00:18:42: Auch das hat einen gewissen Aufmerksamkeitswert, sonst deine Cup-Finale.

00:18:46: Gibt es was, was du vermisst?

00:18:47: Also was dir der Fußball an was nicht näher Down to Earth sein irgendwie nicht gibt im Vergleich zu, wenn du mal ab und zu tatsächlich beim Eishockey-Rumlung hast?

00:19:01: Was die Spieler angeht gar nicht mal so sehr.

00:19:03: Da denkt man, glaube ich, relativ häufig abgeroben, arrogant, wie auch immer.

00:19:14: Wir arbeiten ja täglich mit ihnen zusammen und da würde ich jetzt echt sagen, das stimmt nicht.

00:19:17: Also das trifft auf neun und neunzig Prozent der Jungs nicht zu.

00:19:19: Das sind Profisportler, Mannschaftsportler.

00:19:21: Die haben ganz viele Jahre in ihrem Leben auch in Mannschaftsstrukturen gespielt, die nicht so professionell waren.

00:19:27: Da würde ich sagen... Nein, aber das gesamte Umfeld ist natürlich im Fußball schon derart stark reguliert durch TV-Verträge, durch Kommissionen, durch viele, viele Menschen, die sich von Produktionsseite, Klubsseite, Verbandsseite zusammensetzen und diese Verträge erstellen, dass sehr, sehr wenig Spielraum für Individuales ist.

00:19:52: Also jeder genau weiß, was er tun darf, tun kann, tun muss.

00:19:56: Und ich glaube, das ist der große Vorteil im Icehockey.

00:19:59: Ihr könnt halt näher ran, ein bisschen flexibler sein, kreativer sein, mehr Insights zeigen.

00:20:06: Das sieht man ja auch zum Beispiel an den Rechten, die ihr im Mikro-Bime-Agenda-TV habt, wenn ihr.

00:20:12: In der Pause, nicht in der dritten Pause, sondern während des Spiels, dann in der Pause, wie heißt das noch mal?

00:20:16: Power Break.

00:20:17: Power Break, schon, vergesse ich immer.

00:20:20: Während des Power Breaks, das dann ein Reporter mit dem Helm zur Bande fährt und interviewt den Spieler an der Bande.

00:20:26: Ich stelle mir mal eine ähnliche Situation, gerade beim Fußball-Fair, auch vor, nach zweieinzwanzig und ein halb Minuten machen wir, machen wir kurze Pause.

00:20:33: Da kommt

00:20:33: der Patrick, was

00:20:35: er erzählt hat.

00:20:35: Dann stellt sich ohne Helm dann hoffentlich auf den Rasen und ... In der Vergangenheit wäre da Marco Reus so gekommen und er hat immer kurz erzählt, wie Spiel läuft.

00:20:44: Das geht bei uns nicht.

00:20:46: Und das ist natürlich, das ist ein Pfund für das Icehockey.

00:20:49: Das ist eigentlich ganz cool.

00:20:50: Also das TV-Produkt.

00:20:52: Icehockey ist jetzt für mich keine TV-Sport, danach wie vorhin nicht.

00:20:54: Auch wenn ich wirklich jedes Spiel der Rooster sehe und nichts drumherum lese, das ist das Coole.

00:21:02: Aber ich finde das Produkt schon echt gut gemacht.

00:21:05: Es ist auf jeden Fall über die letzten Jahre immer besser geworden, dass man sagt, gut, wir können natürlich auch offiziell sagen, dass durch Felix und Niklas die

00:21:15: bisschen im

00:21:16: Social Media bereit sind.

00:21:17: Ich glaube, das war ein Kompliment an dich und deinen Laden oder jetzt nicht deinen Hauptladen.

00:21:22: Das habe ich schon verstanden, dass es so ist, aber ich glaube, dass das Produkt insgesamt besser geworden ist in den letzten Jahren.

00:21:29: Das heißt, man hat irgendwie einen natürlichen Wachs, also die TV-Zahlen haben natürlich einen Anfang gemacht.

00:21:36: Also ich glaube, wir haben im Jahr zwei Tausend Sechs angefangen bei Magenta mit irgendwas um die acht, neun Millionen Zuschauer.

00:21:42: Das hat sich jetzt verdreifacht über die Zeit.

00:21:45: Das sind ja auch die Zahlen, die die Telekom kommuniziert.

00:21:48: Das sorgt natürlich für den Grundtrauschen.

00:21:50: Das zweite ist, dass einige Vereine, da müssen man die Roosters halt auch mit einbeziehen im Social Media Bereich ein bisschen was gemacht haben und das schon auffallen.

00:21:58: Also Ja, ich glaube, wie viel habt ihr?

00:22:02: Alleine bei Facebook, Instagram, neunzig Millionen.

00:22:04: Also, kumulierte

00:22:05: Reichweite insgesamt sind für ... ähm ... für mal achtzig, neunzig Millionen.

00:22:09: Ja.

00:22:10: Ja.

00:22:11: Das schafft man nicht ganz im Vergleich.

00:22:13: Ich formulier's mal freundlich.

00:22:15: Muss

00:22:16: ich gleich mal überlegen, was das für ein Bruchteil ist.

00:22:18: Also, wenn wir auf den ... sagen wir, der einfache Teil war mal hundert Millionen.

00:22:21: Und dann sind wir ... dann kannst du ziemlich genau drei, nullen ... wegnehmen.

00:22:26: Dann sind wir bei

00:22:27: ... Du warst nie stark.

00:22:28: ...

00:22:28: sind wir bei hunderttausend.

00:22:29: Wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe, das ist ungefähr das, was, was wir so erreichen und was ja tatsächlich regional gesehen auch gar nicht mal so wenig ist.

00:22:38: Die entscheidende Frage ist nur immer dann, was man hinterher daraus macht.

00:22:41: Nein, und das ist es ja.

00:22:42: Also die Roosters fallen ja auf, dass das, das durchaus positive.

00:22:46: Dann kam dazu, dass die Nationalmannschaft Erfolge gefeiert hat, finde ich, die, was du siehst und wo du plötzlich auch mal ja auf ProSieben ... Aber du bist im Free TV mit der Nationalmannschaft unter WM zu sehen.

00:22:58: Gut, Olympia wird jetzt eine große Rolle spielen, davon kann man fest ausgehen.

00:23:02: Nach dem, was man so hört, werden auch öffentlich rechtlich relativ groß fahren und so weiter.

00:23:07: Also da passiert ein bisschen was, das macht glaube ich ein bisschen was aus und hat die Sport hat halt auf ein anderes Niveau gehoben.

00:23:12: Aber das hättest du auch nicht erreicht, wenn tatsächlich die Nationalmannschaft nicht irgendwann eine Silbermedaille bei Olympia geholt hätte, auch wenn die ganz großen NHL-Regeln da nicht da gewesen sind.

00:23:23: Aber du hast auf jeden Fall einen Trend eröffnet.

00:23:25: Naja, das siehst du ja in den letzten Jahren einfach, dass Eishockey wunderbar funktioniert, Basketball wunderbar funktioniert.

00:23:30: In Basketball weiß ich nicht, ob die Liga so von den Erfolgen der Nationalmannschaft profitiert.

00:23:35: Das ist für mich die, das ist mit Sicherheit nicht nur für mich, das ist einfach die beste Mannschaft, die wir jemals hatten und vermutlich auch jemals haben.

00:23:40: Wie viele

00:23:41: Spiele davon in Deutschland, muss man einmal dazu

00:23:43: sagen?

00:23:43: Genau, das ist das Ding.

00:23:44: Und im Eishockey ist es halt so, dass wir in den letzten sieben, acht Jahren einfach echt eine Top-Nationalmannschaft haben.

00:23:51: Mal mehr, mal weniger erfolgreich, aber schon... Die Peaks waren schon krass.

00:23:56: Und die Liga scheint ja auch zu boomen, wenn ich die Zuschauerzahlen sehe.

00:23:59: Es geht ja auch bis runter dann in den Liegenbereich.

00:24:02: Die Eisadler in Dortmund zum Beispiel haben auch inzwischen echt gute Zuschauerzahlen.

00:24:09: Ja, drückt die Daumen, dass das weiter so geht.

00:24:11: Sport hat das verdient.

00:24:15: Wir müssen natürlich mal irgendwann anfangen, auch mal nochmal so den Werdegang von Sascha Pfleget uns anzuschauen.

00:24:20: Es geht in diesem Podcast nur und ausschließlich um Sascha Pfleget.

00:24:22: Na ja, es geht vielleicht auch ein bisschen.

00:24:23: Also es geht schon um einen echten Ice Hockey Fan, der, das muss man sagen, uns mal vielleicht auch einen Blick... Darauf gibt in welchem Alltag wir hier so umschlurfen, also sowohl der Presseverantwortlicher als auch der Reporter.

00:24:39: Deshalb haben wir ihn eigentlich eingeladen.

00:24:41: Aber um mal so ein bisschen zu zeigen, was er so erlebt hat in seinem Leben, könnte er uns noch mal berichten.

00:24:45: Also alles fing an als freier Mitarbeiter der WR, der verehrte Kollege Hemmut Muschiol, war der Redaktionsleiter, es waren ECD-Zeiten.

00:24:55: Du hast dann gesagt, okay, es ging ein bisschen weiter.

00:24:58: Leiter der Nordredaktion, eine ganz verantwortungsvolle Aufgabe.

00:25:01: Steht das heute noch in deinem Unterschärf?

00:25:03: Was meinst du, wie viel Mitarbeitergespräche ich damals führen musste?

00:25:05: Also hier selbst?

00:25:06: Ja.

00:25:08: Nein, das glaube ich auch.

00:25:09: Aber es hat dich natürlich zum ersten Mal aus diesen drei rausgehoben.

00:25:12: Und wie ging's dann weiter?

00:25:15: Ja, ich bin dann schon relativ schnell in den Fußball.

00:25:18: Hab dann bei Natortafirma von Borussia Dortmund gearbeitet.

00:25:22: Der ging's finanziell damals nicht so gut.

00:25:24: Ich bin dann wieder in den Journalismus zurück zur westdeutschen Allgemeinzeitung.

00:25:28: Ich habe für die Ruhrnachrichten zehn Jahre geschrieben über die Nationalmannschaft, über die Bundesliga, über den WVB, über Sport im Allgemeinen, für die Süddeutsche Zeitung geschrieben in NRW.

00:25:42: Ich habe ein bisschen was für die Zeit gemacht.

00:25:44: Und ja, dann ist mein Vorgänger irgendwann in einen wohl verdienten Ruhestand gegangen.

00:25:50: An WVB, genau.

00:25:51: Genau, und da wurde eine Position frei.

00:25:54: Dann hatte ich das große Glück, dass er mich gefragt hat, ob ich denn gerade Zeit hätte.

00:26:00: Hatte ich.

00:26:01: Was ein Zufall.

00:26:03: Und von daher bin ich seitdem Direktor Kommunikation beim BVB genau.

00:26:08: Die Welt zwischen Sascha, könntest du dir vorstellen und heute, wie hat sich die verändert beim BVB in dieser Fußballbundesliga mit Champions League bei diesem Club?

00:26:18: Also ist dieser Direktor Posten Kommunikation auch in seiner Ich will nicht sagen Bedeutung gewachsen, aber schon in seinem Arbeitsaufwand mit den ganzen Dingen.

00:26:30: Social Media, das gab es ja alles zu dem Zeitpunkt, vielleicht mal in Anfängen, aber noch nicht mehr.

00:26:34: Ja, die Medienwelt ist einfach explodiert, du sagst es ja selbst grad, das Internet steckte so in seinen Kinderschuhen und inzwischen hat das ja alles auf den Kopf gestellt.

00:26:46: Ich nehme an, Felix, du machst jede Pressekonferenz noch hier bei den Wustas?

00:26:51: Nicht jede.

00:26:52: Ganz ehrlich dazu habe ich ja gar keine Zeit mehr.

00:26:54: Aber es geht dann auch weniger um die Position, um mich, nämlich eigentlich gar nicht, sondern darum, dass die Teams inzwischen sehr groß sind.

00:27:02: Wir haben mit dem BVB einen Büro in New York, in Singapur, in Shanghai.

00:27:10: Das ist weltum spannend.

00:27:11: inzwischen das Thema.

00:27:13: Die Abteilung hat einen eigenen Fernsehsender, hat, ich glaube, zwölf Menschen, zwölf Mitarbeiter, die im TV-Bereich tätig sind, eine eigene Social-Media-Redaktion, mehrere fest angestellte Fotografen, wir haben knapp thirty-fünf Mitarbeiter.

00:27:27: Und dazu noch Satelliten überall auf der Welt, die mit uns arbeiten, die im Content Borussia Dortmund arbeiten, in unseren Zielmärkten arbeiten.

00:27:38: Dazu kommt der Social Media Hype, der natürlich Fluch und Segen ist.

00:27:43: Wir profitieren alle davon und sollten deswegen nicht viel meckern, weil es einfach schön ist, mit so vielen Menschen auf der Welt unser Thema teilen zu können.

00:27:52: Das gibt uns unglaublich viele Möglichkeiten und auch Feedback, aber natürlich gibt es auch Phasen, in denen das Ganze nicht so angenehm ist und man dann in der Kommunikation vielleicht ein bisschen mehr.

00:28:05: Mit Dingen zu tun hat die jetzt außer sportlich.

00:28:09: Meinst du solche Momente, wenn Rudi Völler in ZDF über ein Spieler von dir plaudert und über einen Tick-Dock-Ding, was sie sicher schicken lassen?

00:28:17: Solche Momente?

00:28:18: Ja, also ich meine jetzt nicht speziell Rudi Völler, weil da habe ich, glaube ich, einen guten... einen guten Austausch auch in den letzten Jahren gehabt, den letzten Tagen übrigens auch gehabt zu ein, zwei Themen.

00:28:28: Also mit der Nationalmannschaft sind wir das schon gut verbunden, aber es gibt natürlich immer mal wieder in so einem Umfeld Themen, die dann im Social Media Bereich gehypt werden, die vor zwanzig Jahren zu Zeiten von Jürgen Kohler, Matthias Sammer und Co.

00:28:41: einfach keine Rolle gespielt hätten.

00:28:43: Und heute ist es so, dass Wir jederzeit mit einer kleinen Verfehlung eines Verantwortlichen, eines Spielers.

00:28:53: Es muss nicht mal eine Verfehlung sein, es kann noch einfach ein Thema sein, das diskutiert wird.

00:28:57: In dieser Empörungsgesellschaft, die Chance haben, den Ukraine-Krieg von Seite eins der Bildzeitung zu verdrängen.

00:29:03: Und dann haben wir halt zwei Tage lang BVB auf der Startseite.

00:29:08: Ja, das ist ein Massen- und Mengenphänomen.

00:29:11: Das macht nicht immer Spaß, aber nochmal, wir leben alle gut davon.

00:29:15: Das bietet uns unglaubliche Chancen, die wir auch vor zwanzig Jahren so nicht hatten.

00:29:19: Und wir haben auch einfach Bock, das BVB-Thema so vielen Menschen wie möglich nahezubinden.

00:29:25: Wenn man dann auf der anderen Seite dieses kleine Eishockey-Leben sieht, das du verfolgst, du hast gesagt, wie gerade, indem du durch Spiele schaust, aber eben nicht mehr.

00:29:38: Und du hast auch schon erwähnt, ja, es ist gewachsen.

00:29:41: Aber wie groß würdest du sagen, ist der Unterschied zwischen der großen Fußballbundesliga?

00:29:45: und den kleinen Nebensportarten wie Eishockey, Handball, Basketball, die ja alle eine gewisse Entwicklung

00:29:50: gemacht haben.

00:29:52: Ich glaube, dass man es gar nicht vergleichen darf.

00:29:57: Wenn ihr Felix, ich meine, du kennst unsere Abteilung ja so ein bisschen, aber wenn jemand, der jetzt... Das muss

00:30:01: man auch mal eben schnell erklären.

00:30:03: Felix hat ja früher, bevor ihr hergekommen ist, mal für ein BVB gearbeitet, unter anderem die Handball-Damen ein bisschen betreut und daher kennt er den Laden.

00:30:10: Wir hatten tatsächlich sogar jetzt im Rahmen meiner Tätigkeit hier auch schon zu tun.

00:30:16: Und witzigerweise ist auch da, dann externe Dienstleister, die fühlen sich auch im Eishockey immer sehr wohl, habe ich dann gemerkt.

00:30:25: Das ist hier alles ein bisschen unkomplizierter als bei den Fussballern.

00:30:29: Aber

00:30:30: ich glaube insgesamt, die Mechanismen sind ähnlich, bei euch natürlich potenziert, um ein Vielfaches, weil du wirklich unter dem Brennglas steckst, auch für die breite Öffentlichkeit.

00:30:42: Da kommt der Eishockey.

00:30:43: glaube ich nicht so wirklich dran.

00:30:45: Nein, genau.

00:30:46: Wir haben dich unterbrochen.

00:30:47: Vielleicht solltest du einfach den Gedanken auch sofort.

00:30:48: Richtig.

00:30:50: Da hast du genau recht.

00:30:51: Also die Mechanismen sind schon ähnlich.

00:30:52: Definitiv.

00:30:53: Aber ich glaube, dass der eine oder andere, der aus dem Bars geballt oder aus dem Eishockey oder aus dem Handball, aus einer kleinen Medienabteilung in unsere Abteilung kommen würde.

00:31:02: Für den wird es dann vermutlich erst mal ein bisschen befremdlich schockierend sein und nach Raumschiff Enterprise aussehen.

00:31:09: Auf der anderen Seite, wenn du den Wenn du das Ganze mal umdrehst und würdest jemand aus der Medienabteilung von FC Barcelona oder Real Madrid zu den Isalon Luster schicken, dann wird er wahrscheinlich einen Heil Respekt davor haben, was hier hier mit so einem kleinen Team anstellt.

00:31:24: Am Ende machen wir alle dasselbe.

00:31:26: Kommunikation versuchen, unser Content, unsere Geschichte so gut es geht, zu verkaufen.

00:31:32: Die einen mit ein paar Möglichkeiten mehr, die anderen mit ein paar Möglichkeiten weniger.

00:31:35: Das sagt aber am Ende nicht so über die Qualität aus.

00:31:38: Und natürlich ... Also wenn wir zum FIFA Club World Cup mit einundzwanzig Kollegen aus der Kommunikation in die USA reisen für vier Wochen, sind das Möglichkeiten, die ihr hier logischerweise nicht habt.

00:31:53: Auf der anderen Seite ist das auch kein Selbstzweck, sondern da werden wir schon gemessen an dem, was wir dafür Zahlen produzieren und wie sich dann auch der ganze Bereich im Sinne der Partner niederschlägt.

00:32:07: Also die Drucksituation für die Kollegen ist schon auch da.

00:32:11: Das ist immer nur Spaß.

00:32:14: Aber es macht Spaß, es kommt nicht schön los.

00:32:17: Teils, teils.

00:32:19: Ich muss es auch sagen, die Emotionalität, die du halt immer wieder hast, die ist so ein bisschen im besten Sinne, so ein bisschen wie eine Droge.

00:32:29: Weil du willst ja dieses positive auch immer Mit erleben, dafür hast du natürlich auch tiefen und negative Erlebnisse, die du wahrscheinlich sonst im normalen Berufserleben und nicht unbedingt hast.

00:32:42: Also, das ist meine Wahrnehmung.

00:32:45: Das Schöne

00:32:45: ist ja, du identifizierst dich ja, glaube ich, bei so einem Club, egal in welcher Sportart, schon extrem.

00:32:52: Da kommst du nicht drum herum.

00:32:53: Und du bist ja sehr... Adrenalin gesteuert in allem, was du so machst.

00:32:59: Auch das ist ja Fluch und Segen.

00:33:01: Natürlich gibt es dann die Phasen, wo du dir denkst, so nine to five, irgendwo in einem völlig normalen Job wäre auch mal ganz geil und sich nicht seine Stranden nach WLAN empfangen aussuchen müssen oder die Möglichkeit überhaupt mal an den Strand zu gehen oder klar.

00:33:19: Auf der anderen Seite, ich mag das gar nicht missen, dass du so diese emotionale Ebene hast, dass du auf so ein Spiel zu steuern und sich damit beschäftigst und einfach richtig Bock drauf hast und dann vielleicht auch mal trauerst oder am Boden zerstört bist, wenn es in die Hose geht.

00:33:35: Ich finde das schon ganz cool.

00:33:36: Ich glaube, wir drei haben uns das ja auch deswegen so ausgesucht und auch was anderes machen können.

00:33:40: Hättest du jemals also auch so eine lange Zeit bei einem anderen Club verbringen kann, mit dem du keine persönliche Emotionalität verfolgst?

00:33:46: Gut, ich meine, wer als Journalist mal so lange wie du es getan hast, dann auch über einen Verein berichtet.

00:33:51: Und ja auch aus so einer Region kommt, da entwickelt sich natürlich was.

00:33:54: Also auch ein persönliches Ding zwischen Bier und dem Verein.

00:33:58: Hättest du woanders das machen können und auch so lange durchziehen können?

00:34:01: Also Geld ist immer alles fein.

00:34:03: Natürlich ist die Position super, aber...

00:34:06: Ja, also grundsätzlich glaube ich schon, dass wir Mitarbeiter nach Qualität einstellen und nicht danach, ob sie Fan von X oder Y sind.

00:34:17: Gibt jetzt so ein paar Vereine, die würde ich ausschließen, wenn ich Mitarbeiter rekrutiere.

00:34:22: So auch aus der näheren Umgebung.

00:34:26: Aber grundsätzlich ist es jetzt kein Muss, dass jeder, der zum Beispiel in meiner Abteilung arbeitet, BVB-Fan von Haus aus ist.

00:34:36: Das ist er auch mit sich ja nicht.

00:34:38: Aber dieser Club, der zieht die Leute schon nach sehr wenigen Wochen auf jeden Fall in ihren Bann mit allem, was er so mitbringt.

00:34:46: Und dann, so wie du sagst, das entwickelt sich dann auch mit der Zeit.

00:34:50: Also für mich, ich bin jetzt Ich bin jetzt auch seit über zwanzig Jahren Mitglied.

00:34:56: Ich saug das wirklich auf.

00:34:59: Ich kann mir im Moment nichts Schöneres vorstellen, als für diesen Club zu arbeiten, definitiv.

00:35:04: Aber ich glaube schon, wenn du jetzt heute in dieser Zeit, in der sich Social Media, Jobprofile auch sehr spezialisieren, wenn du dich dann so limitierst, dass du sagst, du holst jetzt nur noch Leute aus NRW, am besten nur aus dem Ruhrgebiet und dann müssen die aber auch ... BVB-Fan sein.

00:35:23: Ja, ich glaube, das sehe ich nicht.

00:35:26: Das darf auch nicht sein.

00:35:28: Beim Thema Eishocke war natürlich auch ein gewisses blau-weißes Blut in dir, das du getragen

00:35:34: hast.

00:35:34: Nur beim Thema Eishocke ist mehr lau-weißes

00:35:37: Blut.

00:35:37: Ich habe mir den Farben auch mal Probleme gehabt.

00:35:40: am Anfang muss ich sagen, aber man gewöhnt sich dran.

00:35:43: Ich meine, es ist das gute Blau-Weiß.

00:35:45: Einigen von uns da.

00:35:46: Wir haben wahrscheinlich auch ein paar Leute, die den FC Schalke dass wir jetzt ziemlich gut finden, insofern entschuldigen wir uns einmal für die Auswahl des Gastes.

00:35:54: Definitiv.

00:35:54: Kannst du

00:35:55: machen, wobei ich durchaus sagen musste, dass ich auch ganz ehrlich, ich möchte Schalke

00:35:59: dringend wieder in der

00:36:00: Bundesliga haben.

00:36:02: Ich verstehe auch Meinungen aus unserer Fernseher, die das anders sehen, aber ich reibe mich an diesem Club dessen fände ich nun wirklich nicht bin und auch niemals werde, sehr, sehr gerne in der Erstliga.

00:36:14: In der zweiten Liga finde ich das Potenzial doch ein wenig verschenkt.

00:36:18: Okay, einigen wir uns darauf, dass wir heute über das gute Blau-Weiß und das Blau-Weiß sprechen, dann wissen die Leute auch, worüber wir reden.

00:36:25: Was nimmst du eigentlich aktuell bei den Roosters?

00:36:27: Also auch vor allen Dingen aus der sportlichen Situation.

00:36:30: Ich meine, das ist drei Jahre jetzt nicht, Himmels Hochjauch sind zwar, dann müssen wir nicht drüber sprechen.

00:36:34: Das wissen alle, die diesen Podcast verfolgen.

00:36:36: Aber wie hast du einen Blick auf diese Saison?

00:36:39: Ja, also zum einen dadurch, dass ich mit dem ein oder anderen Spieler mal spreche, der bei uns zu Gast ist im Stadion.

00:36:45: Ich war noch gar nicht in dieser Saison zu Gast hier in dieser Lohn.

00:36:48: Aber ich habe, ich nehme für mich mal einen Anspruch, dass ich fast jedes Spiel geschaut habe.

00:36:52: Das auf jeden Fall.

00:36:53: Gut, dass

00:36:53: wir nicht Samstag spielen,

00:36:55: ne?

00:36:56: Ja, also das mache ich wirklich.

00:36:58: Und ich schaue sie mir, wenn ich nicht kann, dann sehe ich zu, dass ich mir die Highlights auf jeden Fall hinterher anschaue.

00:37:04: Ja, wie nämlich die Saison war.

00:37:06: Also Stefan Nümann habe ich als Journalist als Spieler noch kennengelernt.

00:37:11: Guter Typ, pragmatisch, eine Ansicht von Hockey, die ich cool finde.

00:37:14: Ich sehe auch die Spielidee auf dem Eis.

00:37:16: Definitiv, aber aus meiner Sicht erhabert es im Moment doch sehr an der individuellen Qualität, was die Offensive angeht.

00:37:23: Und oder, der eine oder andere Spieler, aus der es im letzten Jahr gezeigt hat, dass das kann, insbesondere aber nicht nur auf den Kontingentpositionen der Der läuft so ein bisschen der eigene Musik hinterher gerade.

00:37:38: Und das macht es natürlich schwierig, wenn du nur zwei Tore pro Spiel erzielst.

00:37:43: Ich habe eben einen Blick auf die Specialteams gehabt.

00:37:45: Das geht auch besser, würde ich sagen.

00:37:47: Er hat eine schwierige Situation gerade.

00:37:51: Und ich erwische mich dann schon dabei, wie ich dann auch immer schaue, wie Dresden spielt gerade im Moment.

00:37:58: muss ich sagen und auch in den letzten Wochen gehofft habe, dass sie die Lizenzen, die sie haben.

00:38:03: Ich glaube, jetzt haben sie, du hast mir gesagt, sie haben keine mehr.

00:38:07: Dass sie diese Lizenzen nicht mit Granaten noch versehen.

00:38:11: Also ich drück euch echt die Daumen hier, ich fiebre mit, aber ich nehme mir das Recht raus, wirklich nichts mehr zu lesen.

00:38:20: Also nur durch Zufall gelangen.

00:38:23: gelangen Zeitungsartikel oder sonstiges ab und an mal zu mir, aber eigentlich sehe ich wirklich nur den Sport, dessen größer fern ich bin.

00:38:32: War eine vernünftige Betrachtung, Herr Deutsche, oder?

00:38:33: Das

00:38:34: ist nicht von der Hand zu weisen.

00:38:35: Also ich behaupte auch mal, dass jeder, der sagt, dass man nicht guckt, wie Dresden gespielt hat oder Dresden spielt, der lügt in der Situation.

00:38:46: Nichtsdestotrotz glaubt die Themen, die intern bei uns Gerade anstehen sind dann doch wichtiger als die Konkurrenz, weil in der aktuellen Situation wirst du da unten nicht rauskommen, das ist klar.

00:39:01: Belohnen.

00:39:02: Die Möglichkeiten sind da.

00:39:03: Ich glaube, das ist das Positive, dass du gerade so ein bisschen vergessen hast.

00:39:06: Was habe ich vergessen?

00:39:07: Das Positive.

00:39:07: Da müssen ja immer so Leute auch eine

00:39:11: Respektive bieten.

00:39:12: Das Positive ist hier, dass die Isalon Rouss das noch eine Entwicklungsshow haben, weil genau die, die du gerade angesprochen hast, dessen Namen du nicht genannt hast, sehr fleißig, aber die du auch gesehen hast, wenn sie irgendwann mal wieder in den Trip kommen würden, so wie man sich das wünscht, dann ist da noch eine Menge Entwicklungspotenzial in dieser Mannschaft.

00:39:28: Das Fakt, oder?

00:39:29: Ja, so würde

00:39:31: ich es jetzt auch beschreiben.

00:39:32: Ich habe vor nicht allzu langer Zeit auch gesagt, dass das dann irgendwann kommen wird und wir uns dann wundern werden, wo wir auf einmal die ganzen Tore und Punkte und was für sich nicht haben, um es mal über Spitz zu formulieren.

00:39:46: Ist doch nicht ganz so einfach offensichtlich, aber ich glaube dann nach wie vor daran.

00:39:51: Ihr habt euch noch mal eine

00:39:52: Ahnung.

00:39:52: Ihr habt euch im Sommer natürlich auch so eine gewisse Fallhör selbst erarbeitet.

00:39:56: Durch eure Testspielplanung habe ich so einen Eindruck, wenn ich mal als Laie von außen ohne medialen Einfluss bin, ich irgendwie mitbekomme, darauf aufmerksam machen darf.

00:40:06: Also ich habe die Spiele dann in der Testspielphase ja auch so verfolgt, wie es irgendwie ging.

00:40:11: Konnte ja nicht alles sehen.

00:40:13: Aber während dann alle schon gesagt haben, oh geil und jetzt super und toll und jetzt mal Playoffs und alles drum und dran, ist mir dann doch aufgefallen, dass ihr gegen relativ viele Zweiliges gespielt habt.

00:40:24: Ja,

00:40:25: das hat hier intern das

00:40:26: eine oder andere Ehre aufgefallen.

00:40:29: Das Ding ging ja dann so weiter mit dem Saisonstart.

00:40:33: Das erste

00:40:33: Woche war gut, das erste Wochenende.

00:40:35: Richtig.

00:40:35: Und dann fliegt man vielleicht ein bisschen zu hoch, auch das können wir jetzt über Ursachen Forschung sprechen.

00:40:42: Fakt ist, du triffst das Tor nicht, wenn du es treffen solltest, um es mal ganz runter zu brechen.

00:40:48: Woran das liegt, wenn wir drei heute nicht mehr rausarbeiten können?

00:40:51: Wir können ihnen auf jeden Fall nicht helfen, dieses wieder herauszuarbeiten.

00:40:56: Ich glaube dafür sind andere verantwortlich.

00:40:58: Wir wollen eigentlich mal über solche Situationen sprechen.

00:41:02: Das ist das, was man sicherlich mal machen kann, weil du auch extrem viel in den letzten Jahren erlebt hast beim BVB.

00:41:09: Und wir wollen jetzt gar nicht Beispiel Roosters oder Beispiel BVB erleben, aber wir wollen mal generell über Kommunikation im Sport sprechen und vor allen Dingen in so schwierigen Tagen.

00:41:17: Was ich jetzt gesehen habe, Felix, war, dass extrem viele jetzt natürlich mal ohne über Stefan Niemann Trainer muss weg, der kann es nicht und so weiter und so weiter.

00:41:26: Wie würdest du jetzt als Mensch, der so viele Jahre in der Kommunikation vereinseitig gewesen ist, versuchen darauf einzuwirken?

00:41:34: Und den Leuten, kann man den Leuten eigentlich heutzutage noch erklären?

00:41:37: Okay, das macht der Trainer.

00:41:39: Das wollen wir auch eigentlich, dass er es so macht und deshalb gibt ihm Zeit, dass er keine Kommunikation mehr, die funktioniert, wenn er schon im Fokus steht.

00:41:47: Jetzt könnte ich drei Stunden zu dem Thema sprechen, weil das natürlich brutal vielschichtig ist.

00:41:53: Das ganze Thema.

00:41:54: Also das Wichtigste ist erstmal, dass man in der Organisation selbst total ruhig ist.

00:41:59: Völlig unabhängig davon und das ist bei uns ja häufig der Fall, dass die Öffentlichkeit suggeriert, man sei es nicht.

00:42:05: Wir sind jetzt im Moment mit einem Maki Watzke in der Führung, mit einem Kassenkram an der Interment Lars Ricken, der den den sportlichen Bereich sehr unaufgeregt leitet.

00:42:15: Wirklich in sehr ruhigen Fahrwassern, was wir übrigens vor nicht allzu langer Vergangenheit mal überhaupt nicht waren.

00:42:22: Also noch vor einem Jahr, würde ich sagen, in einer anderen Konstellation, weil das selbstkritisch betrachtet nicht so ganz zielführend für die Kommunikation jetzt.

00:42:34: Und wichtig ist, dass die Menschen, die nah an der Mannschaft sind, auch wirklich die einzigen sind.

00:42:40: Und das müssen die Leute im Umfeld auch einfach verstehen.

00:42:44: Oder sie sollten es jedenfalls verstehen, die eine dreihundertsechzig Grad Sicht auf die Dinge haben.

00:42:49: Die wissen, warum spielt der Spieler nicht gut, hört der auf den Trainer, hat der möglicherweise private Probleme, kommt er aus einer Verletzung und stellt sich zur Verfügung, obwohl er eigentlich noch gar nicht spielen dürfte.

00:43:03: Hat der in seiner Reha vielleicht noch einen Rückschlag gehabt?

00:43:07: Wie wirkt sich das Ganze auf die Gruppe aus?

00:43:10: Gibt es da Probleme?

00:43:12: Macht der Trainer eine gute Trainingssteuerung?

00:43:16: Wie ist der Umgang mit Physiotherapeuen, mit den Ärzten?

00:43:19: Also dieses ganze Umfeld können ja Menschen, die draußen stehen, nicht einschätzen.

00:43:23: Das muss man einfach mal so sagen.

00:43:24: Und trotzdem hat jeder eine Meinung dazu.

00:43:26: So okay, auch davon leben wir alle.

00:43:28: Das muss man klar sagen, wenn's die Leute nicht adressieren würde, dann wären wir alle unseren Jobs nicht.

00:43:33: Aber das Recht muss man sich schon rausnehmen.

00:43:36: Und wir machen leider in der Kommunikation alle zu häufig den Fehler, dass wir uns aus irgendwelchen Foren, in denen dann doch immer die fünfundzwanzig selben schreiben und die auch übrigens meckern würden, wenn man heute sagen würde, ey, es ist Wetter.

00:43:50: Egal wie es Wetter ist.

00:43:51: Also Wetter wäre erst mal schon mal doof, wenn Wetter ist, dann wird erst mal rumgekackt.

00:43:55: Von dem muss man sich, glaube ich, frei machen.

00:43:57: Also so gut es geht, da muss man eine innere Stärke entwickeln.

00:44:00: und natürlich, jetzt kommen wir zu den externen, das was man dann intern spürt, so man es denn spürt, dass es gut läuft, obwohl die Krise da ist, das ist natürlich Gegenstand unzähliger Hintergrundgespräche, Mediengespräche, die man selber macht, die man mit dem Trainer macht, die man mit Verantwortlichen macht, wo man versucht Medien dann doch möglichst tiefe... Einblicke auch mal im Off zu geben, um ihnen nicht nur so eine Werbeansicht dessen zu präsentieren, was der intern vorgeht, sondern wirklich das Gefühl, okay, sportlich läuft es gerade nicht, sie kriegen es nicht auf den Rasen oder in eurem Fall aus Eis, aber der Weg ist der richtige.

00:44:44: Wenn man diese Meinung nicht hat, ist ja in dieser Saison mit Fußball an der einen und anderen Stelle auch schon passiert und ich hörte davon, dass es auch um Eis okay passiert ist.

00:44:53: Und wenn das Gefühl hat, das funktioniert alles nicht, dann kann im Umkehrschluss auch eine Serie von drei oder vier Siegen in Folge nicht dazu führen, dass man unbedingt oft an den Weg festhält oder an dem Trainer festhält.

00:45:03: Nur das sind am Ende Dinge, wo man glaube ich in der heutigen Zeit sich eingestehen muss, dass man das Rad nicht zurückdreht.

00:45:11: Die Leute werden meckern, sie werden schimpfen, es ist sehr Ergebnis getrieben.

00:45:17: Sie werden sich anonym äußern und dann gibt es Gott sei Dank auch noch.

00:45:21: eine gute Anzahl von Menschen, die das Ganze ein wenig pragmatischer und sachlicher betrachten.

00:45:27: Die gibt es hier hoffentlich auch.

00:45:29: Wo ist für dich eigentlich so eine Grenze?

00:45:31: Also wo sagt Sachscha Fliegel, ist Meckern über Situationen im Verein,

00:45:40: Spieler?

00:45:42: Ein absolutes No-Go.

00:45:43: Gibt es das irgendwo bei euch, wie ihr das definiert habt?

00:45:46: Oder darf jeder über jeden das sagen, was er will und das auch kommunizieren über Vereinsplattformen, wenn er es kommentiert?

00:45:53: Zum einen gibt es einen Monitoring der Plattformen natürlich.

00:45:56: Wir können nicht jeden innerhalb von dreißig Sekunden rausschmeißen, der jemand persönlich beleidigt, dabei in dem Moment, wo es beleidigend wird, wo es juristisch wird.

00:46:05: gibt es auch technische Möglichkeiten, auch über den Austausch, den wir haben mit Meta übrigens, den sehr persönlichen Austausch Anzeige zu erstatten, Menschen entfernen zu lassen, auch über Initiativen, die wir in der Bundesliga inzwischen haben, Klub übergreifend, auch über Kommunikation von einzelnen Spielern, die auch mal veröffentlichen, was geschrieben wurde, da tätig zu werden.

00:46:28: Das machen wir so gut, es geht.

00:46:31: Es gibt ja Unbelehrbare in allen Belangen, da geht es ja nicht nur um Krise und sportlich für die Öffentlichkeit vielleicht wenig befriedigende Leistungen, sondern es geht ja auch um antisemitische, rassistische Äußerungen, wo wir als Clubs ganz klar aufgefordert sind, Haltung zu zeigen und uns gesellschaftlich, nicht nur für unseren Spieler, für den wir ein erster Stelle haben, uns einfach auch gesellschaftlich einzusetzen.

00:46:58: beim BVB.

00:47:00: sind wir, glaube ich, Vorreiter, was die Antisemitismusarbeit angeht.

00:47:05: In den letzten elf, zwölf Jahren, das machen wir sehr intensiv.

00:47:09: Ihr wisst, dass wir uns auch in... Was die Bildungsprojekte in ehemaligen Konzentrationslagern angeht, wir fahren sehr engagieren.

00:47:18: Wir fahren mit Fans, mit Partnern, mit Mitarbeitern von Partnern regelmäßig nach Auschwitz, verbringt auch viel Zeit, zeichnen den Weg von Dortmunder Juden in die Vernichtungslager nach.

00:47:31: Wir haben uns mit einer Milionenspende in Yad Vashem in der Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem engagiert.

00:47:37: Das würden wir kontakarieren, wenn wir auf den Kanälen

00:47:44: alles zulassen

00:47:45: würden.

00:47:46: Also das steckt schon tief in uns drin.

00:47:48: und dann gibt es ein vernünftiges Monitoring, nur die Frequenz unserer Postings und die Masse an Kommentaren.

00:47:56: Wir reden ja über zigtausend Posts auf den unterschiedlichen Kanälen.

00:48:03: Die macht es natürlich auch schwer, immer direkt alles rauszufiltern.

00:48:07: Aber um deine Frage konkret zu beantworten, Kritik okay, sachliche Kritik okay, da müssen wir alle gut mit leben.

00:48:13: Aber wenn es persönlich beleidigen geht, wenn es gegen die Familien geht, wenn es gegen die Hautfarbe, die Religion geht, dann keine Kompromisse aus meiner Sicht.

00:48:24: Wie hatte dir das eigentlich, Felix?

00:48:26: Also so viele Postings wie der BVB sitzen wir jetzt nicht ab, auch wenn ich es natürlich versuche.

00:48:33: Das Monitoring passiert schon grundsätzlich manuell, wobei es da auch inzwischen Dienste gibt, die liegweit in Anspruch genommen werden, wo gewisse Dinge einfach von vorn reingekänzelt werden.

00:48:45: Das, was Sascha gerade sagte, das erscheint dann gar nicht erst, auch wenn die Leute das in ihrer Wahrnehmung tippen und absenden.

00:48:52: Aber das ist öffentlich nicht sichtbar.

00:48:54: Also, ich sag mal so, wir haben einen Einblick.

00:48:59: was da so geschrieben wird und dann eben nicht veröffentlicht wird, weil das vorher durch diesen Filter läuft

00:49:04: und

00:49:05: da geht es genau um die Themen, die der Schall gerade auch angesprochen hat, dass es dann scheinweise schon erschreckend was dann teilweise abgesondert wird und tatsächlich mit der spoiligen Situation oder Fan sein oder sonst irgendwie gar nichts mehr zu tun, sondern das wird bei uns gemacht und dann wahrscheinlich auch beim nächsten Posting aus irgendeinem völlig anderen Thema.

00:49:28: Die Beweggründe dahinter müssen wir jetzt, glaube ich, nicht groß weiter besprechen.

00:49:33: Ja, insgesamt, glaube ich, schon nimmt man eine gewisse Verstärkung in der Heftigkeit des Ganzen wahr, gerade wenn es mal nicht so läuft.

00:49:44: Man muss auch sagen, wenn es in die andere Richtung geht, das hatten wir jetzt in der Vergangenheit leider nicht so häufig, aber selbst wenn auch da ist der Euphoride natürlich gerade sehr groß.

00:49:52: Die Ausschläge in beide Richtungen werden immer extremer.

00:49:56: Ich glaube, das seicht sich halt, dann spiegelt es dann so ein bisschen auch das gesellschaftliche Thema wieder.

00:50:02: Franz Fritzmeier hat am Dienstag im E-Kalzert relativ deutliche Worte gefunden, hat zum ersten Mal die Mannschaft sehr, sehr offen attackiert und auch mal deutlich geschildert, was ihm nicht passt.

00:50:13: Warum hat er das gemacht?

00:50:16: Also, ich sage mal so, es war seine Entscheidung.

00:50:19: Oder wir haben natürlich darüber gesprochen.

00:50:21: Man sagt, jetzt ist ein Punkt erreicht, wo man dann auch einfach mal, das ist das Ding, die Öffentlichkeit ein Stück weit mitnehmen muss und sagen muss, hey, das sind die Dinge, das fällt uns auch auf.

00:50:34: Und er hat die Möglichkeit gesehen, das so zu machen.

00:50:40: Das kannst du jetzt auch nicht immer machen und immer draufhauen und dauerhaft kritisieren.

00:50:46: Das ist auch so.

00:50:47: Aber ich glaube schon, Ja, auch die Spiele ist jetzt hergegeben haben und viele Spiele, das vielleicht auch hergegeben haben, wo viele Dinge dann auch aus fachlicher Sicht einfach sichtbar sind, die die Öffentlichkeit so nicht sieht und das gehört dann auch mal dazu, denke ich.

00:51:03: Wann ist der Punkt, Spieler tatsächlich auch in Kritik mit aufzunehmen, die man ansonsten ja eigentlich schützt?

00:51:12: Das ist ganz unterschiedlich.

00:51:13: Noch mal auf die Gefahren, dass ich langweilig werde, aber ich glaube, dass so ein Franz Fritzmeier oder bei uns ein Lars Ricken oder Sebastian Käl, die sind so nah an den Mannschaften dran und die haben so lange selber professionell Icehockey oder Fußball gespielt, dass die sehr, sehr genau spüren, wenn es so eine Strömung innerhalb der Kabine gibt, die nicht mehr leistungsförderlich ist.

00:51:35: Und das ist dann spätestens der Zeitpunkt, wo auch die Spieler, die die vielleicht noch die Führung haben in der Kabine auch erwarten vom Sportlich-Verantwortlichen, dass er dazwischen kreet, dass er auch öffentlich mal klar Haltung bezieht an der Stelle.

00:51:53: Dass er sagt bis hierher aber nicht weiter.

00:51:57: Ja, das ist aus meiner Sicht schon der Punkt.

00:52:00: Wir hatten ja eine ähnliche Situation vor... Im Jahr, als wir in der Bundesliga teilweise auf Platz elf standen, das geht mit unserem Budget, mit unseren eigenen Ansprüchen an uns selbst, natürlich überhaupt nicht.

00:52:12: Auf der anderen Seite, du hast gesagt, die Ausschläge in der Beurteilung werden extremer.

00:52:18: Beziehst mal auf uns jetzt in der vergangenen Woche als Beispiel.

00:52:21: Wir haben einen Trainer, der aus meiner Sicht einen großartigen Job macht, der das Unfeld wirklich beruhigt hat, der eine Sensation in der Zusammenarbeit ist für alle.

00:52:32: für alle Mitarbeiter eigentlich beim BVB, der uns in der vergangenen Saison den Arsch gerettet hat und uns noch zum zehnten Mal die Champions League hintereinander geführt hat.

00:52:41: Er hat das zehnte Mal gemacht.

00:52:43: In einer Situation weiß ich nicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit war, dass wir die Champions League noch in drei Prozent wahrscheinlich als Tabellenelfter.

00:52:49: Vielmehr jedenfalls nicht.

00:52:51: Der jetzt auch in allen Wettbewerben echt gut dasteht, gemessen an unseren Saisonzielen.

00:52:56: Und trotzdem kommt dann durch ... Durch ein, zwei Spiele, vielleicht auch durch ein, zwei Nachspielzeiten einfach nur.

00:53:04: Und die Art und Weise eines pragmatischen Fussballs zuletzt, der vielleicht nicht in jedem Spiel beglückt.

00:53:10: Dazu muss man aber sagen, wenn viele, viele Tore geschossen in den letzten zwölf Monaten, kommt dann eine Diskussion auf, die nicht okay ist, wo dann suggeriert wird, der eine Spieler würde möglicherweise nicht verlängern, weil der Trainer noch da ist und der andere sei auch unzufrieden.

00:53:25: Speziell bei beiden Spielen, um die es geht, die ich jetzt namentlich nicht nenne.

00:53:28: Und die meisten werden sie wissen, die haben glaube ich ein sehr gutes Verhältnis zum Trainer.

00:53:31: Das fand ich interessant.

00:53:32: Das fand ich interessant.

00:53:33: Ich hab

00:53:33: den Artikel auch gelesen.

00:53:35: Schwachsinn.

00:53:37: Und dann stehst du natürlich auch, aber wir können als Kommunikationsabteilung, als Kriptokanz natürlich auch nicht jedes Mal nach außen gehen und sagen, ey, stimmt aber gar nicht.

00:53:45: Demetiermaschine angeschmissen.

00:53:47: Bis jetzt nur noch damit beschäftigt zu sagen, stimmt gar nicht.

00:53:50: Hat sich jemand ausgedacht.

00:53:54: Das kannst du auch nicht machen.

00:53:56: Das musst du sehr punktuell und subtil mal einsetzen.

00:54:00: Das Wichtig ist aber, dass wir sich gerade gesagt haben, dass wir intern kennen die Wahrheit.

00:54:03: Und solange wir mit uns im Reihen sind und die Spieler wissen alles okay und der Trainer weiß alles okay und keiner unruhig wird und wir da eine gewisse Hygiene haben, dann hält man sowas auch raus.

00:54:13: Konzertlich, wir haben gerade schon über Debattenkultur gesprochen, zum Beispiel am Beispiel Social Media.

00:54:18: Wir haben auch schon über eine Empörungskultur gesprochen.

00:54:21: Karin Adyemi gestern Abend, wie gesagt, da haben wir kurz angesprochen, diese Thematik, wie sehr kann man sich aufregen über etwas, was vielleicht ein junger Mensch getan hat, was zugegebenermaßen jetzt nicht besonders clever war, aber wo man am Ende sagen muss, ist halt auch noch jung.

00:54:38: und so ein Strafbefilter, der dann irgendwann im Raume steht und die Summen richtet sich nun mal nach seiner kohle das nur noch mal eben erklärt grundsätzlich sind wir in deutschland eigentlich zu negativ was den blick auf.

00:54:53: also müssen wir sport negativ sehen.

00:54:56: ich habe diese diskussion ich weiß nicht ob du sie auch mal irgendwann geführt hast greg pause erste mal als er hier war.

00:55:00: da hat der mir erklärt mir ko ihr In Deutschland, ihr habt eins wirklich nicht drauf.

00:55:05: Ihr redet nie über Sport positiv.

00:55:08: Ihr sucht immer, also da macht einer gestern Abend wirklich ein gutes Spiel, sechs Null, deutsche Fußball-Nationalmannschaft.

00:55:14: Da hat es mal funktioniert, dass am Ende keine Kritik gab.

00:55:17: Aber egal wie, ansonsten sucht man doch immer den Fehler.

00:55:20: Oder ist das ein Phänomen, was immer nur in meinem Kopf noch eine Rolle spielt?

00:55:24: Ja,

00:55:24: ich finde das absolut richtig.

00:55:25: Also Eishockey und Fußball sind glaube ich beides Fehlersportarten.

00:55:28: Also Tore fallen in der Regel durch Fehler.

00:55:31: Ganz herzliche zwei Chancen konzentrieren sich auf den Torschützen oder drückst du dem Verteidiger eine fünf oder eine sechs rein und machst dich über den lustig oder über wen auch immer.

00:55:41: Wir haben schon oft einen pessimistischen Ansatz hier in diesem Land, glaube ich.

00:55:45: Das ist aber kein Sportphänomen.

00:55:46: Ich glaube, das ist im Moment auch, das ist politisch, gesellschaftlich.

00:55:52: Ist das manchmal echt schwierig?

00:55:53: Wir kriegen das oft mit.

00:55:56: Mit dem BVB bist du zwangsläufig sehr, sehr viel unterwegs.

00:56:00: Und wenn du dann mal in anderen Ländern bist, bei Menschen, denen es nicht so gut geht, das fängt an bei Umweltthemen, bei beruflichen Themen, beim Thema Ernährung.

00:56:14: Auch in solchen Ländern sind wir ja häufig unterwegs.

00:56:17: Darf man nicht vergessen.

00:56:18: Wir wohnen dann, machen es uns da schön und wohnen da gut, aber wir kriegen ja dann doch trotzdem auch in Asien.

00:56:24: wo wir dann auch Charity-Projekte unterstützen von Menschen, die das überhaupt nicht gut gekriegen, schon mit, wie die Lebenswirklichkeit da ist.

00:56:32: Und dann fliegst du bis du im Landeanflug auf Dortmund, schaust über das angeblich so graue Ruhrgebiet, z.B.

00:56:38: wow, Bäume, Parks, Grün, habe ich jetzt da, wo ich herkomme, nicht so gesehen.

00:56:44: und den Leuten geht's gut.

00:56:46: Selbst wenn sie keinen Job haben, geht's ihnen mitunter, jedenfalls deutlich besser als Menschen in Afrika und in Asien.

00:56:54: Und wir Morzen trotzdem manchmal noch.

00:56:56: Also für mich persönlich bei allen Problemen, die wir hier im Land haben, die haben wir definitiv und die müssen wir auch lösen.

00:57:03: Bleibt, dass wir es echt gut getroffen haben und viel Glück haben.

00:57:07: und bezogen auf den Sport, würde ich mir auch wünschen, dass man manchmal einfach die Leistung dessen anerkennt, der es gerade besonders gut macht und nicht denen den Fokus nimmt, der vielleicht gerade nicht so einen guten Tag hatte.

00:57:19: Und noch drauf haut.

00:57:22: Er ist so still.

00:57:23: An der Stelle.

00:57:24: Ich dachte, du hättest jetzt gleich reingesprungen und hättest das noch mal unterstimmen.

00:57:27: Ich sage jetzt mal, Beispiel Isernor Luster, das ist ja immer mein Ding.

00:57:31: Also Felix, wenn du mich vorgefragt hättest, hast du jetzt nicht.

00:57:35: Wie gehst du jetzt an die Beurteilung unserer Saison ran?

00:57:39: Und ich dir gesagt hätte, habe ich auch nicht.

00:57:41: So kritisch werde ich schon nicht.

00:57:42: Aber das würde ich aus Überzeugung nicht tun, ehrlich gesagt.

00:57:45: Weil ich weiß, wie natürlich geht es immer besser.

00:57:47: Aber weil ich weiß, was an diesem Standort in den letzten drei Jahrzehnten einfach geleistet wurde.

00:57:53: Und jetzt hast du auch hier zwei Möglichkeiten.

00:57:55: Du kannst immer kritisieren, dass du nicht in die Playoffs kommst, dass du nicht deutscher Meister wirst und was weiß ich, was erreichst, aber du kannst auch einfach mal den Verantwortlichen und dem Umfeld ein Riesen Dankeschön dafür aussprechen, dass man in diesem gallischen Dorf Eishockey auf diesem Niveau sieht.

00:58:13: Wir haben es ja

00:58:14: kontinuierlich, ohne dass dieser Club jemals abgestimmt wird.

00:58:16: Wir haben es ja betont.

00:58:18: Also, für den zwanzig Jahre DL ist weniger selbstverständlich als je zuvor.

00:58:25: Ja, am Ende ist es natürlich, es ist ja weder schwarz noch weiß, sondern einfach grau, weil umgekehrt sagt ja jetzt hier auch keiner, Ja gut, die Situation ist jetzt, wie sie ist und wir können es einfach nicht besser machen.

00:58:40: Dann hätte Franz ja auch nichts sagen müssen in der Zeitung.

00:58:43: Also

00:58:43: ich habe zwei Dinge, habe ich gelernt in meiner ersten Woche beim BVB.

00:58:46: Das erste ist, als Journalist habe ich es immer gehasst.

00:58:49: Ich habe es wirklich gehasst, wenn mir irgendein Trainer oder Verantwortlicher gesagt hat, wir denken von Spiel zu Spiel.

00:58:56: Also an das übernächste Spiel denken wir noch gar nicht.

00:58:58: Auch wenn das Spiel in der Bundesliga bei uns jetzt Bayern München wäre und du hast vorher im Pokal bei einem zweiten Liga gespielt.

00:59:03: Das haben immer alle gesagt, wir denken von Spiel zu Spiel.

00:59:06: Ich habe immer in meiner ersten Woche gemerkt, das stimmt.

00:59:08: Weil alles andere macht überhaupt keinen Sinn.

00:59:10: Also es beschäftigt sich in der Kabine halt niemand mit dem Spiel, was darauf folgt, sondern immer nur mit der nächsten Aufgabe.

00:59:20: Und das weiter habe ich jetzt vergessen.

00:59:21: Ich weiß gar nicht, wie ich darauf kam.

00:59:22: Was war die Frage?

00:59:23: Ich

00:59:23: habe gar keine Gestellte.

00:59:24: Er hat

00:59:24: in deiner ersten Saison gelernt, dass du gesagt

00:59:26: hast.

00:59:27: In deiner ersten Woche hat er gesagt.

00:59:28: In deiner ersten, stimmt.

00:59:29: Aber damit auch in der ersten Saison.

00:59:31: Jetzt

00:59:31: war ich bei dem Ding, genau.

00:59:32: Jetzt war ich bei dem Ding.

00:59:32: Ich habe ehrlich gesagt wirklich, dass nicht jetzt beim BVB in der Position fast vierzehn Jahre.

00:59:39: Und ich habe... Keinen einzigen Spieler in keinem einzigen Spiel jemals gesehen, der auf den Platz gegangen wäre und absichtlich schlecht gespielt.

00:59:47: Das habe ich auch schon mal hier an dieser Stelle gesagt.

00:59:49: Darauf sollte

00:59:50: ich mich dran erinnern, das hast du ja.

00:59:51: Ja, niemals.

00:59:52: Also diese Vorstellung, die man von außen hat, der hat einfach keinen Bock heute oder so.

00:59:58: Das ist einfach quatsch.

01:00:00: Das gibt's nicht.

01:00:01: Es geht keiner auf den Platz und denkt sich, morgens wirst

01:00:03: du auch kein Profi-Sportler, wenn du dazu nikes.

01:00:06: Keine Chance.

01:00:06: Weil

01:00:07: die haben, um dieses Level zu erreichen, auch bei euch im Icehockey oder im Fußball, hast du so, so oft bewiesen, dass du gierig auf Erfolg bist und du kommst da einfach nicht hin, nur mit Talent funktioniert das in den seltensten Fällen.

01:00:19: Und selbst jemand, der über diese Talentschiene vornehmlich kommt, der geht nicht aufs Eis und will am nächsten Tag, ich weiß gar nicht, ob es Noten gibt bei euch im Icehockey, aber will eine Scheißnote haben oder wird von den Medien oder von den Fans durch den Kakao gezogen, das will ja keiner.

01:00:34: Das macht ja keiner schießt absichtlich neben Store oder spielt nicht den entscheidenden Pass.

01:00:40: Und ich glaube, das müssen sich die Menschen mal vor Augen führen.

01:00:43: Viele jedenfalls, die vielleicht auch in ihrem Job, der mitunter natürlich deutlich wichtiger ist, als der des Fußball-Profis oder der des Eishockey-Profis, vielleicht auch nicht jeden Tag dieselbe Leistung bringt.

01:00:56: Und vielleicht auch sagen, das hätte ich besser machen können.

01:01:00: Auf der anderen Seite muss man natürlich aber auch sagen, dass auch ein Sportler seine eigene Agenda verfolgen kann.

01:01:06: Und das ist ja auch nicht leicht, also auch damit umzugehen.

01:01:11: Jeder ist eine Ich AG und muss ja auch gucken, dass er, also er weiß vielleicht, dass der Mannschaftliche Erfolg nur kommt, wenn er wirklich gewisse Punkte unterordnet, aber er muss natürlich auch wirken.

01:01:23: Wie gehst du mit so etwas um?

01:01:26: Also du wirst Gespräche geführt haben, auch in so eine Richtung, um mal einem Spieler zu sagen, okay, die Entwicklung in so einem Punkt, das musst du anders darstellen.

01:01:35: Oder würdest du sagen, nee, hab ich nie geführt?

01:01:37: Doch.

01:01:38: Also was wir nicht tun, ist das, was auch die Halbe ... Welt glaubt, so Medientraining ist im Sinne von, das musst du vor der Kamera sagen,

01:01:46: wenn du die Frage

01:01:48: bekommst und bitte möglichst viele Worthülsen einfach nur da her spucken, damit es auch beliebig rüber kommt.

01:01:55: Das tun wir definitiv nicht.

01:01:57: Das ist in der Regel aber der gleiche Punkt, den du gerade genannt hast, Felix.

01:01:59: Die sind in ihrer Karriere schon durch so viele Spiele gegangen und haben medial schon so viel erlebt, dass sie genau wissen, wenn sie das sagen.

01:02:05: Dann haben sie erst mal einen ruhigen Tag.

01:02:09: Das wissen die schon selber.

01:02:10: Aber natürlich gibt es speziell junge Spieler, wenn die zu uns kommen, mit denen wir über ihre Medienerfahrungen sprechen, mit denen wir über ihre private, über ihre berufliche Situation sprechen, mit denen wir darüber sprechen, was sie bezogen auf ihre... Social Media-Kanäle und die Art und Weise, wie sie sich äußern, was sie da vielleicht besser machen können, was sie aber auch sehr gut machen, dann gibt es sicher auch immer mal wieder die Frage, auf welchen Charity-Feldern man sich dann in diesem sehr privilegierten Job engagieren möchte, inwieweit der Club dem Spieler helfen kann, gibt es auch oder der Spieler dem Club auch an der einen oder anderen Stelle.

01:02:45: Das sind schon Gespräche, die fürst du tunnungsmäßig mit den Spielern, wenn sie, insbesondere wenn sie neu zu einem Club.

01:02:52: kommen und ein ganz gutes Gespür dafür.

01:02:54: Und Chris auch ein ganz gutes Gespür dafür.

01:02:56: Wie verhalten Sie sich in Krisen?

01:02:58: Wie fokussiert sind Sie?

01:02:59: Muss man Ihnen an der einen oder anderen Stelle vielleicht helfen?

01:03:02: Das ist jetzt nicht vornehmlich die Aufgabe der Kommunikationsabteilung.

01:03:07: Aber vielleicht sind wir ein ganz kleines Rädchen im Getriebe, das da auch seinen Beitrag zu

01:03:11: leisten kann.

01:03:11: Also

01:03:12: du kriegst schon gewisse Strömungen und Dinge mit und das ist, glaube ich, nicht von der Hand zu weisen.

01:03:16: Und dann gibt man das vielleicht mal an die entsprechende Stelle weiter und Geht dann natürlich davon aus, sehen wir wieder beim Thema, dass die dann das entsprechende mit den Infos anstellen.

01:03:29: Auf der

01:03:30: anderen Seite gibt es ja auch immer ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Medien.

01:03:36: ... beantwortlichen und dem Spiel.

01:03:38: Das stimmt.

01:03:38: Es ist

01:03:39: schon wichtig, dass man nicht als das Ohr wahrgenommen wird.

01:03:42: Ich

01:03:42: weiß auch viele Dinge.

01:03:43: Alles was du mir jetzt sagst, landet aber gleich direkt beim Vorgesetz.

01:03:48: Man weiß auch viele Dinge, die man dann auch einfach besser mal für sich behält.

01:03:51: Du

01:03:51: musst auch ganz oft runter schlucken.

01:03:53: Aber wenn es natürlich um Entwicklungen geht über Monate, über gewisse Prozesse, dann ... ... irgendwann werden natürlich auch wir in unserem Job mal gefragt und ... Dann ist das vielleicht eine Fußnote der Veranstaltung, aber manchmal trägt es vielleicht dazu bei, dass es...

01:04:07: Phänomen, was so ein bisschen am Seilersee auch, finde ich, in den letzten zwei, drei Jahren zur Tagesordnung geworden ist, ist, dass man Aussagen von bestimmten Menschen nicht mehr ertragen kann.

01:04:19: Das ist ja mal ein Beispiel.

01:04:21: Ich habe genug Beispiele.

01:04:23: Die Aussagen müssen noch nicht mehr getätigt werden.

01:04:26: Die werden trotzdem immer wieder rausgeholt.

01:04:28: Ich bedauerte sehr, dass der Kollege Matthias Roos, das ist der Manager der Dresdner Eislöwen im Vorfeld, der Deutschland-Karpause gesagt hat.

01:04:37: Wir drehen jetzt alle Steine um in Dresden.

01:04:41: Das hat auch ein gewisser Clubchef, der ist ja nur ein Lust, das schon mal gesagt, dessen Namen ich jetzt nicht... Kann ich nur empfehlen.

01:04:46: Ja, ist ein Lieblingsthema, was Felix lange versucht hat, irgendwie so von der

01:04:53: Öffentlichkeit

01:04:53: wert zu halten.

01:04:54: Wir haben es in der Außenunterstellung und Kommunikation seit mehreren Jahren, ist das...

01:05:01: Oh, verboten?

01:05:02: Hätte ich jetzt was gesagt, steht auf dem Index.

01:05:03: Steine umdrehen, steht auf dem Index.

01:05:07: Nichtsdestotrotz, und ich versteh's auch, weil's halt einfach ein Bild ist, was auch, sag ich mal, viele, um's zu so einer Karikatur verkommen zu lassen, viele Möglichkeiten bietet, deshalb wird's immer wieder vorgeholt.

01:05:20: Und ich sag's ja, natürlich musst du dich damit auseinandersitzen.

01:05:24: Und ich glaub auch niemand, der das benutzt, oder der das ... Die sieht in Anführungszeichen, ich glaube schon, dass die Leute wissen, dass das jetzt vielleicht gar nicht mal so aktuell ist.

01:05:37: Aber es ist in dem Moment ja auch, wenn es der Sache dientig ist.

01:05:40: Ich

01:05:41: wollte die Überleitung machen zu meiner nächsten Frage.

01:05:43: Die natürlich ist, aus deiner Sicht, es ist eigentlich so, dass sich irgendwann mal Menschen,

01:05:50: die

01:05:51: regelmäßig mit einem bestimmten Verein in der Öffentlichkeit stehen.

01:05:54: Du hast ja auch ein Aki Watzke-Buzz, der seit vielen Jahren ist, Wolfgang Brück.

01:05:58: ist das seit ich denken kann, was die Esalon Roosters anbelangt.

01:06:03: Und irgendwann schaffst du es ja auch nicht mehr, als Personen neue Aussagen zu schaffen, zu motivieren.

01:06:11: Es wird immer eher kritisch wahrgenommen, je länger die Leute da sind.

01:06:14: Ist das ein Phänomen, was sich auch beim BVB darstellt, oder ist das ein Phänomen, was wir hier bei den Roosters tatsächlich auch so ein Hochalt exklusiv haben, dass sich diese Menschen nicht mehr neu erfinden, obwohl sie ihre Arbeit Unstrittig, du hast gerade gesagt, du musst erst mal, fünf, zwanzig Jahre DL schaffen, du hast es auch noch mal unterstrichen.

01:06:33: Die machen ja einen vernünftigen Job, aber sie können in der Öffentlichkeit mit den Aussagen, die sie tun, nicht mehr wahrgenommen werden, dass man mal sagt, okay, vielleicht hat er ja recht.

01:06:44: Kommt das über die Zeit?

01:06:46: Das habt ihr sicher nicht exklusiv.

01:06:48: Wir haben ja jetzt auch

01:06:50: in den

01:06:51: vergangenen Situationen, in den vergangenen Monaten Situationen gehabt, wo möglicherweise auch gezielt an der einen oder anderen Stelle versucht wurde.

01:07:01: Ja, die Lebensleistung von Akki Watzke, ein wenig in den Dreck zu ziehen.

01:07:07: Jetzt sind wir so in der letzten Woche seines Wirkens in der Geschäftsführung und ich persönlich hoffe, dass er zum Präsidenten gewählt wird am Wochenende.

01:07:18: Und was ich total schade finde an der Stelle und da kann man vielleicht dann auch eine Parallel ziehen zu den Verhältnissen hier im Eishockey.

01:07:26: dass all das, was er geleistet hat, dann einfach gar nicht mehr in der Öffentlichkeit oder in Teilen, in kleinen Nischen der Öffentlichkeit, die aber meinungsstark sind, mitunter so gar nicht mehr zur Geltung kommt.

01:07:41: Also bezogen auf Borussia Dortmund ist es so, dass das kleine... der Exkursion jetzt, dass er einfach übernommen hat.

01:07:49: Da stand der Klub aber mal ganz dicht vor der Insolvenz.

01:07:53: Und in den Folgejahren sind wir, ja, wir sind mehrfach zweimal Meister geworden.

01:08:00: Wir haben das Dugro geworden.

01:08:01: Wir haben, glaube ich, dreimal den Pokal geholt.

01:08:04: Wir sind jetzt zehn Jahre hintereinander in der Champions League auf höchstem Niveau.

01:08:07: Das haben wir in ganz Europa sechs Clubs geschafft.

01:08:09: Das ist eine wirtschaftliche Erfolgsstory gewesen, definitiv.

01:08:14: Und er hat sich auch extrem für Fanbelange eingesetzt.

01:08:17: Also, dass wir in Dortmund nicht mehr nur vor ein bisschen über sechzigtausend Champions League spielen dürfen, sondern vor über einundachtzigtausend.

01:08:24: Das ist insbesondere auch seiner Initiative anzurechnen, dass wir wirklich die Stehplätze auch nutzen dürfen, diese Fankultur.

01:08:33: Ich glaube, der Einsatz für fünfzig plus eins, da ist er absolut immer fest gewesen, hat sich super oft mit Fans Vertretern getroffen, hat deren Probleme ... angehört hat in der Corona-Zeit dafür gesorgt, dass wir ... ... ohne Kurzarbeit, ohne Entlassungen, ohne irgendwas, ohne auch ... ... unsere Probleme zu vergesellschaftlichen ... ... daraus gekommen sind, weil das sein ... ... Anspruch als Unternehmer war.

01:09:01: So, jetzt Ende der Lobhudelei.

01:09:03: Jetzt kommt Tarus.

01:09:06: Nein, es ist einfach so, dass es schade ist, wenn so was von ... vielleicht auch bewusst gesteuert von dem ein oder anderen so einer kleinen Nische versucht wird und vergessen, als zu bringen.

01:09:15: So, und jetzt die Parallele zu hier und zu Wolfgang Drück.

01:09:20: Wir müssen jetzt nicht darüber reden, dass die vergangenen Jahre, die letzten Jahre jetzt keine Jahre der großen Erfolge waren.

01:09:27: hier, definitiv nicht.

01:09:29: Aber Wolfgang hat das damals, Mirko, du weißt das besser als ich, gemeinsam mit Jochen Fieler, wenn ich jetzt keine Erinnerungslücke habe, übernommen, als es... Als das der Verein Mause tot war oder der Vorgänger des Vereins, hat das Ding hiermit gegründet, hat es bis in die DEL gehieft.

01:09:49: Der Club ist in den fünfundzwanzig Jahren nie abgestiegen.

01:09:53: Das ist eine Erfolgs-Story und ich finde, auch wenn man Kritik üben darf an dem, was in den vergangenen Jahren hier passiert ist und auch wenn man Kritik üben muss sogar.

01:10:03: Das war

01:10:03: nicht alles fehlerfrei.

01:10:05: Nein, das ist definitiv genau.

01:10:07: Bei uns ist längst nicht alles fehlerfrei.

01:10:09: Darum geht es auch gar nicht.

01:10:10: Man muss Kritik üben an Missständen, an Dingen, die nicht gut laufen, an Dingen, die man auch in so einem kleinen gallischen Dorf besser machen kann.

01:10:18: Aber dass das Ganze so persönlich wird, dass man gefühlt jemanden, wie Wolfgang in manch einem Kommentar die Daseinsberechtigung abspricht, das ist schon hart.

01:10:30: Und das finde ich ist echt... drüber und muss nicht sein.

01:10:34: Das werden wir heute aber trotzdem auch nicht mehr ändern können, denke ich.

01:10:38: Aber es ist auch die Frage, ob das nicht einfach ein Kampf gegen Windmühlen ist.

01:10:42: Ich finde einfach, wir reden natürlich über die Sichtweise derer, die keine Lust mehr haben, auf einmal eingeschlagenen Wegen weiterhin unterwegs zu sein.

01:10:55: Das ist ja immer so.

01:10:57: Mir geht es auch mal darum, diese andere Perspektive einfach zu gewinnen, weil diejenigen, die sagen, Vielleicht macht er das ja doch nicht so schlecht.

01:11:04: Die kommen so wenig in der Öffentlichkeit aus dem Busch.

01:11:07: Also die nehmen es zur Kenntnis, die wissen es auch, die sagen aber vielleicht nur dem Kumpel abends beim Bier, ich mag den Brück vielleicht nicht oder der hat bestimmt auch ein paar Fehler gemacht, aber am Ende hat er dafür gesorgt, dass und das finde ich eine interessante Betrachtungsweise, dass man einfach mal wieder auf genau diese Kernpunkte kommt und dann auch mal festhält, okay.

01:11:28: der mag vielleicht nicht alles richtig gemacht haben, aber diese twenty-fünf Jahre, die stehen nun einmal.

01:11:32: Und das ist nochmal eine interessante Grundlage gewesen.

01:11:37: Das Einzige, und das will ich jetzt zum Abschluss dieses Gesprächs nochmal mit euch hinzaubern, was ich nicht verstehe.

01:11:42: Ganz ehrlich.

01:11:43: Und da muss ich euch beiden eine große Schuld anlasten.

01:11:47: Es steht ja bald wieder ein Winter-Game in der deutschen Eishockey-Liga an.

01:11:52: Die Eisbären Berlin in Dresden.

01:11:55: Warum habt ihr beiden Vögel,

01:11:57: Entschuldige, es noch nicht einmal hingekriegt,

01:12:00: dass man wesentlich

01:12:01: darüber nachgedacht hat, dass in einem naheliegenden Stadion zu Weihnachten oder nach Weihnachten im neuen Jahr an DL Winter Games stattfindet, an dem die Esalon Roosters beteiligen.

01:12:11: Ihr muss sagen, das ist echt schlecht von euch.

01:12:13: Verkauf uns achtzigtausend Tickets und dann sprechen

01:12:16: wir noch mal.

01:12:17: Ich glaube, es ist bezogen auf das schönste Stadion der Welt.

01:12:21: Auch gar nicht so einfach.

01:12:22: Das ist ja für die Esalon Roosters-Fans nur ihre alte

01:12:24: Allsport-Talle.

01:12:25: Ich glaube, es ist immer wirklich bei uns natürlich gar nicht so einfach.

01:12:28: Wir haben nun mal ein Stadion von, von hier in den Seventinen.

01:12:32: Und

01:12:32: das damit immer noch drei Jahre jünger ist als unsere alterwürdige Allsport-Talle, richtig an der Stillen um.

01:12:38: Aber

01:12:38: dass es mal nicht so einfach macht, mal eben so eine Eisfläche und mal eben diese ganzen Trucks da reinzugehen.

01:12:44: Manchmal scheitert es schon daran, um das Ganze zu machen.

01:12:47: Da haben es die modernen Stadien und wollen wir gar nicht, aber die haben es da manchmal natürlich was Veranstaltungen außerhalb der Kernsportanlage ein bisschen einfacher als wir.

01:12:59: Das stimmt, aber der... Der Traum und die Idee ist schon ganz cool, ehrlich.

01:13:03: Ja, warum habt ihr Vögel sehen noch nicht mal auf den Tagesordnung gebracht?

01:13:07: Ja, musst du uns ganz

01:13:09: kurz zu dich machen.

01:13:09: Also du bist, jetzt kenn ich mal ein bisschen aus dem Nick.

01:13:12: Ja gut,

01:13:12: ich meine, die Isolone Roosters.

01:13:13: Jetzt mal auch

01:13:14: ehrlicherweise.

01:13:15: Werden sich nach meiner Einschätzung, die unmaskgeblich ist, aber die werden nicht unbedingt mal so ein Tag des Stadions mieten können mit allen Kosten für Eis.

01:13:24: Ich sag mal so.

01:13:25: Oder doch Felix?

01:13:27: Jetzt ist alles, glaube ich, Alles jetzt gerade ins Blaue hineingedacht.

01:13:31: Also wir haben tatsächlich diese, ich nenne sie jetzt mal Phantasiere rein, durchaus schon angestellt.

01:13:38: Ist glaube ich auch klar, wenn man hier in der direkten Nachbarschaft ist.

01:13:43: Aber

01:13:44: ich glaube, dass jetzt einfach

01:13:47: die

01:13:48: Kapazitäten, um eine konkrete Umsetzung überhaupt um darüber zu sprechen oder um auf Leute zuzugehen.

01:13:54: dass die einfach nicht da sind.

01:13:56: Und wie das dann finanziell, infrastrukturell, planungstechnisch aussieht, kann ich dir gar nicht sagen.

01:14:02: Ja, aber wer muss mit wem essen gehen, damit das auf den Weg kommt, Tasche?

01:14:05: Äh, nochmal.

01:14:06: Ich glaube, dass das mit dem Stadion, mit unserem Stadion, ein bisschen schwierig wird.

01:14:09: Da muss ein bisschen realistisch

01:14:10: sein.

01:14:10: Ja, ich bin das ja

01:14:11: auch klar, ja.

01:14:11: Aber gegen eine Einladung zum Essen streue ich mich.

01:14:16: Wenn du sagst, du kannst das durchboxen, dann machen wir das schon.

01:14:20: Sondern holen wir uns die ... Aber wenn zum Beispiel dann sagst du so zu, ja, vielleicht irgendeines, ich muss dann auch sagen, schönen Tag, es steigt die DG dann vielleicht wieder auf und wir sind immer noch in der Liga oder eben Köln.

01:14:34: Dann gehst du zu denen hin und sagst, ja, wie sieht es aus?

01:14:37: Dann sagen die, ihr werdet nur selber einen Stadion, dann lass es uns doch da machen, so wie es in der Vergangenheit auch schon mal passiert ist.

01:14:42: Also, du musst halt doch erst mal einen Gegner finden, der das irgendwie, der dann da auch wahrscheinlich von profitiert und... Ja,

01:14:48: ich glaube, vor achtzigtausend möchten ein paar Leute spielen.

01:14:51: Und dann musst du noch die Tickets verkaufen.

01:14:52: Wir müssen

01:14:53: noch kurz über die Vereinsfarben nachdenken.

01:14:55: Gut, das funktionieren natürlich nicht.

01:14:58: Und dann wirklich den letzten Punkt, aber der fehlt mir.

01:15:00: Ich meine, du bist jetzt auch wieder an den alte Erwürdigen Seilersee gekommen und hast gesagt, oh, es hat sich ja nicht so viel verändert.

01:15:04: Gut, jetzt, wenn wir ins Detail gehen würden, würdest du auch, du vielleicht noch, das eine oder andere, neue entdecken?

01:15:08: Ich habe ja, ich war ja im letzten Jahr für eine kurze Doku für unseren, für unser Club-Sender, die auf Sky ausgestrahlt wurde.

01:15:15: Darf ich das sagen, wenn du das hast, keine Ahnung?

01:15:16: Darf ich?

01:15:17: Waren wir einmal kurz hier in den Heiligen Hallen und haben mit... Gregor Kobel und dem Liemann Diejenige gedreht.

01:15:24: Was schon ganz cool war, also ich glaube, so einen kleinen Einblick habe ich bekommen, wie es jetzt inzwischen

01:15:28: aussieht.

01:15:28: Also in der Kabine ist viel passiert, dass sagen wir mal alle, die irgendwie ein bisschen länger weg waren.

01:15:32: Weißt du, was mich am allermeisten in dieser Diskussion, also das war wirklich eine schöne Geschichte und du laufst gerade in einem Radio-NK-Podcast, der mit den Losers gemacht wird, im Typen, der bei Magenta arbeitet, euer Partner ist Sky, insofern darfst du alles sagen.

01:15:46: Ihr wird ja diskutiert tatsächlich über Wie kriegen wir diese Eissport-Talle?

01:15:51: Also, erhalten, ja.

01:15:53: Aber wie kriegen wir die ins nächste Jahrhundert?

01:15:55: Jetzt machst du noch mal ein kleines Thema

01:15:56: auf.

01:15:56: Nein, ich

01:15:57: will das jetzt gar nicht zu sehr machen.

01:15:59: Aber es ist ... Du brennst mir noch zu den Schingen.

01:16:01: Dir auch, okay.

01:16:02: Mir auch noch in diesem Kontext.

01:16:04: Weißt du, was mir bei den Lusters total fehlt?

01:16:07: Dass die es nicht geschafft haben, irgendjemanden mal in dieser gesamten Diskussion voran zu spannen, an den Karren, der mal vorne wegläuft.

01:16:14: Ist dir das auch aufgefallen?

01:16:15: Ich meine, du wirst es jetzt nicht so mitgekriegt haben, wie wir es hier vielleicht mitgekriegt haben, aber ist dir das aufgefallen?

01:16:21: Ja, es ist mir nicht so aufgefallen, weil sonst würde ich ja kontakarieren, was ich eben gesagt habe, ich lese ja nix.

01:16:25: Ich

01:16:25: sehe ja wirklich nicht mehr.

01:16:27: Kannst du ein bisschen radio?

01:16:28: Aber ich habe die eine oder andere Diskussion mal geführt rund um das Fußballspiel, das unsere Mannschaft hier in Isalon mal gemacht hat und hatte dann ja auch mit Sportabend und so zwischendurch ein bisschen Kontakt.

01:16:40: Da ein bisschen was gehört von dieser Seite.

01:16:43: Also es sind eine Lokomotive auf zwei Beinen, die wirklich mit Vollgas vorangeht und so ein Thema auch in die kommunale Politik, in die Landespolitik.

01:16:53: In unserem Fall ist es ab und einmal auch die Bundespolitik trägt.

01:16:57: Das Ganze vernetzt mit Partnern, die ist total wichtig.

01:16:59: Das sind natürlich Dinge, die in Akkivatske großartig kann, die in Karsten Kramer auch großartig kann bei uns.

01:17:06: Inwieweit das jetzt bei euch fehlt, kann ich nicht einschätzen.

01:17:09: Ich kann natürlich einschätzen, dass es den Kommunen heute nicht so gut geht und dass sie ganz viele Probleme haben bei Dingen, die vielleicht, streiche vielleicht, die wichtiger sind als Eishockey oder Fußball, schon Probleme haben, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen.

01:17:21: Von daher, aus mir, man möge mir das nachsehen, spricht jetzt wirklich nur der Fan.

01:17:25: Ein nur der Fan und nicht der, der Hall-Beder- und Bibliotheken- und Kultureinrichtungen gegen das andere rechnet.

01:17:34: Aber es gibt eine Parallel zu Dortmund, wo wir in der Vergangenheit mit Bier und der Industrie, die wir hatten, auch viele Dinge verloren haben.

01:17:48: Und in Isalon gibt es jetzt auch nicht so viele Dinge.

01:17:51: Klar, wunderschöne Brücke über den Seilersee, die sich ein schlauer Mensch mal ausgedacht hat.

01:17:55: Und wir haben mal ein echt cooles Bier gehabt, das glaube ich die halbe Mensch nicht cool fand, aber wir in Isalon fand es cool.

01:18:01: Und so viele andere Dinge gab es hier nicht, aber Eishockey ist schon das Aushängestill bundesweit dieser Stadt.

01:18:09: Und wenn ich in Deutschland unterwegs bin und die Menschen fragen mich, woher ich komme und ich sage dann Isalonen, dann wissen die meisten, die es wissen, das aufgrund des Eishockey Vereins.

01:18:19: Und ich denke schon, und das wäre dann schon das, was ich eben bei der Stadt auch sagen würde, das sollte man in den Gedanken nicht vernachlässigen.

01:18:28: Also dieser Club, dieser Eishockey-Standort, der Stifte diesen Menschen in der Region, so viel Identität, dass es aus meiner Sicht zwingend, aber auch wirklich zwingend notwendig wäre, alles Menschenmögliche dafür zu tun, damit dieser Club zumindest was die Facilities angeht.

01:18:43: Alle Möglichkeiten hat auch, wenn es mal runtergeht, wieder hochzukommen oder aber im Optimall gar nicht runterzugehen, sondern sich in der DEL einfach einen anderen Status zu erarbeiten als den gegenwärtigen.

01:18:55: Ohne Lokomotive geht es nicht.

01:18:57: Aber ohne dass sich jeder bei der Stadt auf die Hinterbeine stellt und sagt, wir unterstützen das jetzt, weil wir wissen, dass es unsere Visitenkarte geht es auch nicht.

01:19:04: Ich glaube, in Dortmund versteht man das bezogen auf den BVB.

01:19:07: Ich hoffe in Isalon ist das auch so.

01:19:09: Ich habe aber keine Einblicke, bis das angeht.

01:19:12: Ich könnte das Felix noch kommentieren lassen.

01:19:14: für das aber ein wunderschöne Schlusswort.

01:19:15: Das war Kühe, Schweine, Isalon, diese Ausgabe mit Sascha Pflege.

01:19:19: Danke fürs Dasein.

01:19:20: Danke euch.

01:19:21: Viel Spaß.

01:19:22: Das war Kühe Schweine Isalon präsentiert von Böhmkabel.

01:19:27: Und nicht vergessen, in unser Line-Up passt immer noch ein wirklich guter Neuzugang.

01:19:32: Und genau da kommst du ins Spiel.

01:19:34: Komm ins Böhm-Kabel-Team als Offensivkraft im Vertrieb, als stabiler Defender in der Logistik oder als

01:19:40: Kabel-Rookie

01:19:41: ab August, zw.

01:19:42: Jahrzehnte.

01:19:44: Bei Böhm-Kabel spielst du mit in einem echt starken Team.

01:19:47: Einsatz, Vertrauen,

01:19:49: Leidenschaft.

01:19:50: Das ist unsere Kabinenkultur.

01:19:53: Schon aufgewärmt?

01:19:54: Dann bewirb dich jetzt unter böhm-kabel.de und werdet teil unseres Kaders.

01:19:59: Dein Wechsel, dein Spiel, dein Team.

01:20:02: Böhm-Kabel.

01:20:03: Kabel

01:20:04: verbinden Menschen.

01:20:05: So, und jetzt müssen wir noch Tschüss sagen.

01:20:07: Ja, zuerst noch mal so mir den Mund verboten.

01:20:10: Nein, hätte

01:20:10: ich niemals gewagt.

01:20:11: Hätte ich niemals gewagt.

01:20:12: Wir haben uns wieder in der nächsten Woche in Berlin.

01:20:15: Bis dann.

01:20:16: Tschüss

01:20:16: Felix.

01:20:17: Tschüss Mirko.

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